Diplomarbeit, 2006
91 Seiten, Note: 1,0
1 The Trend is your Friend
2 Einführende Erläuterungen
2.1 Trend, Zyklus, Saisonalität und Technische Analyse
2.2 Zeitliche Unabhängigkeit von Kursbewegungen
2.3 Informationseffizienz des Kapitalmarktes
2.4 Beurteilung der Kapitalmarkteffizienzhypothese
2.4.1 Kapitalmarktanomalien
2.4.2 Long Memory in Aktienkursen
3 Trendfolgeindikatoren
3.1 Die Dow Theorie
3.1.1 Die drei Arten von Trends
3.1.2 Die drei Phasen des Primärtrends
3.1.3 Trendbestätigungen
3.1.4 Die Umkehrung eines Trends
3.2 Trendlinien
3.3 Regressionskanäle nach Gilbert Raff
3.3.1 Grundlegendes Konzept
3.3.2 Handelsregeln für Regressionskanäle
3.4 Gleitende Regression
3.5 Die Steigung der Regressionsgeraden
3.6 Der Korrelationskoeffizient r²
4 Empirische Ergebnisse zum Erfolg von Trendfolgesystemen
4.1 Stärken und Schwächen klassischer Trendfolgesysteme
4.2 Handelssysteme auf Basis der linearen Regression
4.2.1 Studie von Sherstov und Stone
4.2.2 Erkenntnisse der Praktikerliteratur
4.3 Der Erfolg von Market Timing
5 Beschreibung der durchgeführten Studie
5.1 Die Daten
5.1.1 Die Aktienzeitreihen
5.1.2 Datenaufbereitung
5.1.3 Indexperformance in sample
5.2 Das Regressionshandelssystem (RHS)
5.2.1 Die Regressionsgerade
5.2.2 Kauf- und Verkaufsignale
5.2.3 Optimierung in sample
5.2.4 Transaktionskosten
5.3 Portfoliobildung
5.4 Performancemessung
6 Untersuchungsergebnisse
6.1 Indexperformance out of sample
6.2 Die optimalen Regressionsparameter
6.3 Investitionszeiten
6.4 Rendite
6.4.1 Analyse von Trefferquote und Payoff-Ratio
6.4.2 Rentabilität von Long- und Short-Engagements im Vergleich
6.4.3 Die Bedeutung der Transaktionskosten
6.5 Risikoadjustierte Performance
6.6 Regelmäßigkeit der Gewinnentwicklung und Korrelation
6.7 Hohe Güte linearer Regression in Trendphasen
6.8 Verteilung der Tagesrenditen
6.9 Ergebnisse der Portfoliobildung
7 Zusammenfassung der Studienergebnisse
8 Bessere Handelsdisziplin durch Technische Analyse?
Die Arbeit untersucht, ob mit Trendfolgestrategien, basierend auf der linearen Regression, an Finanzmärkten nachhaltig Überrenditen erzielt werden können. Dabei wird insbesondere geprüft, ob mathematisch fundierte, objektive Handelsregeln eine Performance-Outperformance gegenüber einer Buy&Hold-Strategie ermöglichen und inwieweit das Gesamtrisiko durch ein systematisches Market Timing reduziert werden kann.
3.1.2 Die drei Phasen des Primärtrends
Dow konzentrierte sich vorwiegend auf langfristige Primärtrends und unterteilt diese in drei Phasen.
In der Akkumulationsphase, der ersten der drei Phasen, herrscht unter der breiten Masse der Investoren eine gedrückte und negative Stimmung. Einige gut informierte Investoren erkennen bereits in diesem frühen Stadium, dass ein wirtschaftlicher Aufschwung und ein damit verbundenes Anziehen der Kurse unausweichlich sind. Daher kaufen sie in Erwartung des nahenden Wirtschaftsaufschwungs aggressiv Aktien.
Die zweite Phase ist durch bessere Wirtschaftsnachrichten und steigende Unternehmensgewinne gekennzeichnet. Unter diesen sich verbessernden Bedingungen steigen die Trendfolger und auch die breite Masse der Investoren in den Markt ein.
Wenn sich die Medien zunehmend optimistisch über den Kursaufschwung an der Börse äußern und die wirtschaftlichen Aussichten so günstig wie nie erscheinen, ist bereits die dritte Phase angebrochen. In dieser sog. Distributionsphase vertritt die breite Öffentlichkeit die Meinung, dass der Aktienmarkt nur noch die Richtung nach oben kennt und hat daher keine Scheu mehr vor Neuengagements an der Börse. Die Marktteilnehmer kaufen nun immer mehr Aktien, was letztendlich in eine Kauf-Rallye mündet. In Erwartung eines baldigen Abschwungs beginnen nun die wenigen Investoren, welche bereits während der ersten Phase aggressiv kauften, ihre Aktienbestände zu liquidieren.
1 The Trend is your Friend: Einleitung in die Thematik der Trendfolge, Hinterfragung der Börsenweisheiten und Definition des Untersuchungsziels.
2 Einführende Erläuterungen: Theoretische Grundlagen zu Trends, Zeitreihen, Informationseffizienz und der wissenschaftlichen Debatte zur Vorhersagbarkeit von Kursverläufen.
3 Trendfolgeindikatoren: Vorstellung klassischer technischer Konzepte wie Dow-Theorie, Trendlinien, Regressionskanäle und statistischer Kenngrößen für Trendstärke.
4 Empirische Ergebnisse zum Erfolg von Trendfolgesystemen: Diskussion der Vor- und Nachteile von Trendfolgestrategien und Literaturüberblick zu existierenden Studien, einschließlich Market-Timing-Ansätzen.
5 Beschreibung der durchgeführten Studie: Detaillierte Darstellung des methodischen Aufbaus, der Datenauswahl, der Definition des Regressionshandelssystems und der Performancemessung.
6 Untersuchungsergebnisse: Analyse der Performance des entwickelten Systems hinsichtlich Rendite, Risiko, Transaktionskosten und Portfoliobildung im Vergleich zum Benchmark.
7 Zusammenfassung der Studienergebnisse: Synthese der empirischen Befunde und Fazit zum Erfolg des vorgestellten technischen Handelsansatzes.
8 Bessere Handelsdisziplin durch Technische Analyse?: Kritische Reflexion über den Nutzen technischer Analyse als Instrument zur Disziplinierung von Investoren und zur Fehlervermeidung.
Technische Analyse, Trendfolge, Lineare Regression, Market Timing, Kapitalmarkteffizienz, Aktienmärkte, Handelsstrategie, Performanceanalyse, Volatilität, Long Memory, Kauf- und Verkaufssignale, Transaktionskosten, Portfoliomanagement, Rendite, Börsenpsychologie
Die Arbeit analysiert die Möglichkeiten und Grenzen von Trendfolgestrategien am Aktienmarkt, speziell unter Verwendung der linearen Regression als mathematische Basis für Handelsentscheidungen.
Im Fokus stehen die statistische Fundierung technischer Analyse, die Untersuchung von Kurs-Zeitreihen sowie der praktische Test, ob algorithmische Systeme eine Buy&Hold-Strategie outperfomen können.
Das Ziel ist die Evaluierung, ob ein regelbasiertes Regressionshandelssystem systematisch Überrenditen generieren und das Risiko durch Market Timing im Vergleich zur klassischen Buy&Hold-Strategie senken kann.
Es wird eine quantitative Datenanalyse angewendet, die historische Kursdaten des DAX und Dow Jones Industrial Index (1987-2006) in einem In-Sample/Out-of-Sample-Testverfahren auswertet.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen der Charttechnik, eine Literaturübersicht über empirische Studien zu Handelssystemen und eine detaillierte Simulation und Performancemessung des eigenen RHS-Modells.
Zu den Kernbegriffen gehören Technische Analyse, lineare Regression, Market Timing, Effizienzmarkthypothese und Performancemessung (Sharpe-Ratio, Maximum Drawdown).
Im Gegensatz zu vielen subjektiven Chartmustern basiert das RHS auf strengen mathematischen Parametern (Minimal- und Maximalsteigung), die eine objektive Signalgenerierung erzwingen.
Dies ist primär auf das spezifische Marktumfeld im Testzeitraum (Out-of-Sample) zurückzuführen, in dem viele US-Werte eine seitwärts tendierende oder weniger ausgeprägt trendstarke Entwicklung aufwiesen.
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