Diplomarbeit, 2007
88 Seiten, Note: 1,30
1. Einleitung
2. Analyse
2.1 Analyse der Makro-Umwelt
2.1.1 Gesellschaft
2.1.1.1 Milieus und Lebensstile in Augsburg
2.1.1.2 Historisches Bewusstsein und Identität
2.1.1.2.1 Rückgang des historischen Bewusstseins
2.1.1.2.2 Boom der Genealogie
2.1.1.3 Gesellschaftsstruktur
2.1.2 Technologie
2.1.3 Kultur
2.1.3.1 Themen des Augsburger Kulturlebens
2.1.3.2 Dienstleistungskultur und Verwaltung
2.1.4 Stadt, Recht, Politik
2.1.4.1 Städtische Kulturausgaben
2.1.4.2 Rechtliche Gegebenheiten
2.1.4.3 Stadtpolitik
2.1.5 Wirtschaft
2.2 Analyse der Mikroumwelt
2.2.1 Markt
2.2.1.1 Die Dienstleistungen des Stadtarchivs Augsburg
2.2.1.1.1 Geschäftsfeld des Stadtarchivs
2.2.1.1.2 Operatives Geschäft des Stadtarchivs
2.2.1.2 Künftige Entwicklung der Arbeitsfelder
2.2.1.2.1 Trends
2.2.1.2.2 Anforderungen an künftige Tätigkeiten, Herausforderungen und Innovationsfelder
2.2.1.3 Marktsegmentierung
2.2.2 Analyse der Bedürfnisse
2.2.3 Das Stadtarchiv Augsburg
2.2.3.1 Mission und Leitbild
2.2.3.2 Bekanntheit des Stadtarchivs
2.2.3.3 Gefährdungen
2.2.4 Wettbewerber
2.2.4.1 Direkte Wettbewerber
2.2.4.2 Indirekte Wettbewerber
2.3 SWOT-Analyse
2.4 Portfolio Analyse
2.4.1 Grafische Darstellung
2.4.2 Key Facts und Key Conclusions
3. Entwicklung der Marketingstrategie
3.1 Strategische Stoßrichtung
3.2 Marketingziele
3.2.1 Auswahl der Zielgruppen
3.2.2 Formulierung von Zielen
3.2.3 Darstellung der Zielgruppen in der BCG-Matrix
3.3 Beschreibung der Marketingzielgruppen
3.3.1 Breite Öffentlichkeit
3.3.2 Fachöffentlichkeit
3.3.3 Sponsoren privat
3.3.4 Sponsoren kommerziell
3.3.5 Multiplikatoren
3.3.6 Genealogen
3.3.7 Schematische Darstellung der Zielgruppen-Überschneidungen
3.4 Soll-Positionierung des Stadtarchivs Augsburg
3.5 Source of Business
4. Marketingplanung
4.1 Differenzierung
4.2 Entwicklung des Marketingmix
4.2.1 Produktpolitik
4.2.2 Preispolitik
4.2.3 Distributionspolitik
4.2.4 Kommunikation
4.2.4.1 Bisherige Kommunikationskanäle
4.2.4.2 Künftige Kommunikationskanäle
4.2.4.3 Wesentliche Merkmale der Kommunikationsstrategie
4.2.4.4 CI und Kommunikationsstrategie
4.1.5 Key Visual – Entwicklung eines Logos für das Stadtarchiv
4.1.5.1 Funktionen und Arten von Logos
4.1.5.2 Gestaltungsvorschriften, bisherige Bildmarke und Best-Practice
4.1.5.3 Logo-Entwürfe im Rahmen des CD
4.1.5.3.1 Entwurf 1 - Silhouette
4.1.5.3.2 Entwurf 2 - Siegel
4.1.5.3.3 Entwurf 3 – Kombination Siegel und Silhouette
4.1.5.3 Fazit zur künftigen Gestaltung des Logos
4.2 Budgetplanung
4.3 Controlling, Optimierung und Anpassung
4.3.1 Controlling
4.3.2 Optimierung und Anpassung
5. Schlussfazit und Ausblick
6. Management Summary
Das Hauptziel dieser Arbeit ist die Erstellung eines integrierten Marketingkonzepts für das Stadtarchiv Augsburg. Die Forschungsfrage konzentriert sich darauf, wie das Stadtarchiv seine Bekanntheit in relevanten Zielgruppen steigern und sich erfolgreich als historisches Dokumentations- und Informationszentrum sowie als modernes Dienstleistungsunternehmen positionieren kann, um die Verhandlungsposition bei der Haushaltsplanung zu verbessern und zusätzliche Finanzierungsquellen zu erschließen.
2.1.1.2.2 Boom der Genealogie
Diesem Trend steht der Aufschwung der Familien- und Ahnenforschung entgegen. Dies steht jedoch nicht im Widerspruch zum konstatierten Rückgang historischen Bewusstseins, da sich gerade im Boom der Genealogie der Verlust gesellschaftlicher Bindungen zeigt. Ahnenforschung ist ein Symptom der Individualisierung, durch die der sich anbahnende Verlust einer gesellschaftlichen Metaerzählung durch die familiäre Geschichte kompensiert werden soll.
Denn „Genealogie ist Spurensuche, Spurensuche mit ganz unterschiedlichen Zielen und Vorstellungen. Suche auch nach der eigenen Geschichte, Suche nach Identität.“ Oder, wie die Augsburger Allgemeine unter dem passenden Titel „Soll Ihr Leben verfilmt werden? Historiker suchen bemerkenswerte Biografien“, die Eventisierung diese Forschungszweiges beschreibt: „So zeigten noch nie so viele junge Leute wie heute so hohe Anteilnahme an den Erlebnissen und der Geschichte ihrer Vorfahren, vor allem der Eltern und Großeltern. Die Stammbaumforschung verzeichnet hier einen ungeahnten Boom.“ Der Soziologe Frank Furedi analysiert eine solche Entwicklung als „Ausdruck der Dialogverweigerung“ im Rahmen einer „Pluralität der Lebenswelten“, die Identität zu einem reinen „Ausdruck des Selbst“ macht.
1. Einleitung: Die Einleitung erläutert die Bedeutung des Stadtarchivs Augsburg im kommunalen Gefüge und begründet die Notwendigkeit eines Marketingkonzepts aufgrund von Finanzknappheit und modernisierter Serviceerwartungen.
2. Analyse: Dieses Kapitel liefert eine umfassende Untersuchung der Makro- und Mikroumwelt des Stadtarchivs, führt eine SWOT- und Portfolio-Analyse durch und identifiziert Chancen sowie Risiken durch gesellschaftliche Megatrends.
3. Entwicklung der Marketingstrategie: Hier werden auf Basis der Analyse die strategische Stoßrichtung festgelegt, konkrete Marketingziele definiert und die relevanten Zielgruppen identifiziert und beschrieben.
4. Marketingplanung: Dieses Kapitel widmet sich der operativen Umsetzung, indem der Marketingmix gestaltet, ein Key Visual (Logo) entworfen, die Budgetierung geplant und Controlling-Instrumente zur Optimierung eingeführt werden.
5. Schlussfazit und Ausblick: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und betont die Notwendigkeit, das Stadtarchiv durch eine klare Identität und Branding-Strategie zukunftsfähig aufzustellen.
6. Management Summary: Eine kompakte Zusammenfassung der gesamten Arbeit, die die Kernprobleme, Zielsetzungen und strategischen Empfehlungen prägnant darstellt.
Stadtarchiv Augsburg, Marketingkonzept, Öffentlichkeitsarbeit, Kommunikationsstrategie, Genealogie, Stadtgeschichte, Kulturmarketing, Sponsoring, Organisationsidentität, Corporate Design, Standortmarketing, Zielgruppenanalyse, Best-Practice, Familienforschung, Verwaltungsmarketing
Die Arbeit entwickelt ein integriertes Marketingkonzept für das Stadtarchiv Augsburg, um dessen Bekanntheit und Profil als modernes Dokumentationszentrum zu schärfen.
Zentrale Themen sind die Analyse des gesellschaftlichen Umfelds, die Positionierung des Archivs als Dienstleister, die Zielgruppenansprache und der Aufbau einer Organisationsidentität.
Das Ziel ist die Steigerung der öffentlichen Wahrnehmung des Stadtarchivs, um bessere Verhandlungspositionen bei der Mittelzuteilung zu erzielen und das Archiv durch Drittmittel und Sponsoring finanziell zu entlasten.
Die Arbeit folgt dem BAW Marketing-Management-Prozess, der eine strukturierte Vorgehensweise in Analyse, Strategie und Planung vorsieht, ergänzt durch eine eigene Primärforschung.
Der Hauptteil gliedert sich in eine fundierte Umwelt- und Wettbewerbsanalyse sowie die darauf basierende Ableitung von Marketingstrategien und die konkrete Planung der Marketinginstrumente.
Wichtige Begriffe sind Stadtmarketing, Kultursponsoring, Genealogie, Corporate Design, Zielgruppenorientierung und die strategische Neuausrichtung öffentlicher Einrichtungen.
Die Genealogie wird als Wachstumsmarkt identifiziert, der ein großes Potenzial zur Steigerung der Nutzerzahlen und zur Etablierung eines Profit-Centers bietet.
Die räumliche Unterbringung und deren Mängel werden als Barriere für die Öffentlichkeitsarbeit und die professionelle Wahrnehmung des Archivs identifiziert, weshalb ein Umzug strategisch wichtig ist.
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