Diplomarbeit, 2006
75 Seiten, Note: 1.0
1. EINLEITUNG
2. CLUSTER
2.1 Clusterdefinition
2.2 Clusterbildung
2.3 Das Clusterkonzept
2.4 Wettbewerbsvorteile der Clusterbildung
2.4.1 Zugang zu spezialisierten Inputs und Arbeitnehmern
2.4.2 Informationszugang
2.4.3 Complementarities
2.4.4 Zugang zu Institutionen und öffentlichen Gütern
2.4.5 Leistungs- und Erfolgsmessung
EXKURS: INNOVATIONS- UND WETTBEWERBSFÄHIGKEIT
3. STANDORT
3.1 Der Begriff Standort
3.2 Unternehmerische Standortwahl
3.3 Standortanalyse
3.4 Strategieorientierte Standortlehre
3.5 Standortfaktoren
3.6 Standortentscheidung und -bewertung
4. FILMWIRTSCHAFT
4.1 Aufbau der Filmwirtschaft
4.1.1 Das Produkt Film
4.1.2 Filmherstellung
4.1.3 Filmverleih und Filmvertrieb
4.1.4 Filmtheater
4.2 Wertschöpfungsketten innerhalb der Filmwirtschaft
– Struktur der Filmwirtschaft –
4.3 Wirtschaftsfaktor Filmwirtschaft in Deutschland
4.3.1 Import und Export
4.3.2 Absatzmärkte für audiovisuelle Produkte in Deutschland
4.4 Der Standort Berlin-Brandenburg
4.5 Wirtschaftsfaktor Filmwirtschaft in Berlin-Brandenburg
4.5.1 Produktionsstandorte in Berlin-Brandenburg
4.5.2 Standortvorteile der Region Berlin-Brandenburg
4.5.3 Filmfinanzierung
4.5.4 Medien-, Filmevents und Messen
EXKURS: MODELL ZUR STÄRKUNG DER FILMPRODUKTION IN DEUTSCHLAND
5. EMPIRISCHER TEIL
5.1 Empirisches Vorgehen
5.2 Deskriptive Statistik
5.3 Bedeutung ausgewählter Standortfaktoren
5.4 Bewertung des Firmenstandortes Berlin-Brandenburg
5.5 Abgleich zwischen der Bewertung und der Bedeutung der Standortfaktoren
5.6 Einschätzung der Wichtigkeit von harten und weichen Standortfaktoren
5.7 Weiterführende Auswertungen
5.8 Clusterbildung der Filmwirtschaft in der Region Berlin-Brandenburg
6. SCHLUSSBETRACHTUNG UND ÜBERPRÜFUNG DER FORSCHUNGSFRAGE
Die vorliegende Arbeit untersucht die Standortvorteile der Region Berlin-Brandenburg als bedeutender Wirtschaftsfaktor für die Filmindustrie. Im Fokus steht dabei die Forschungsfrage, auf welchen spezifischen Faktoren der Erfolg der Filmwirtschaft in dieser Region basiert und inwiefern sich dabei clusterartige Strukturen identifizieren lassen.
2.1 Clusterdefinition
„Der Begriff ‚Cluster’ stammt aus dem angelsächsischen Sprachraum und lässt sich ins Deutsche mit ‚Zusammenballung oder Häufungsstelle’ übersetzen.“5 In der Ökonomie wird ein Cluster als eine geographisch benachbarte Gruppe von in sich zusammenhängenden Unternehmen und verwandten Institutionen, deren Aktivitäten in einem bestimmten Feld miteinander verwandt sind oder die einander ergänzen, definiert.
Die geographische Reichweite eines Clusters kann sich über einzelne Städte bis hin zu einem Netzwerk aus Ländern erstrecken. Cluster können in bestimmten Formen auftreten, die jeweils abhängig von ihrer Tiefe und Erfahrenheit sind. Die meisten beinhalten Endprodukt- und Dienstleistungsunternehmen, Lieferanten von speziellen Materialien, Baugruppen oder Maschinen sowie Kreditinstitute.
Cluster schließen auch oft Unternehmen nachgelagerter Industrien, Hersteller von ergänzenden Produkten sowie Institutionen, welche die Trainings, Ausbildungen oder technische Unterstützung anbieten, mit ein. Letztendlich beinhalten viele Cluster Unternehmensverbände, die die Clustermitglieder gegenseitig unterstützen.6 Es liegen viele verschiedene Clusterdefinitionen vor, da es viele Möglichkeiten, ein Cluster zu betrachten und darzustellen, gibt.
Die folgenden Kriterien finden sich jedoch in jeder Definition wieder:
• Unternehmen, die in verwandten Bereichen tätig sind,
• eine Mindestanzahl von Firmen in eng geographischer Nähe,
• gemeinsame Beziehungen zu verwandten oder nachgelagerten Branchen,
• ähnliche oder sich ergänzende Endprodukte oder Dienstleistungen.7
1. EINLEITUNG: Darstellung der Dynamik der Filmwirtschaft in Berlin-Brandenburg als Ausgangspunkt und Formulierung der zentralen Forschungsfrage.
2. CLUSTER: Theoretische Herleitung des Clusterbegriffs und Analyse der Wettbewerbsvorteile, die durch eine solche regionale Organisationsform entstehen.
EXKURS: INNOVATIONS- UND WETTBEWERBSFÄHIGKEIT: Erläuterung der Bedeutung von Produktivität und Innovation mittels des Diamanten-Modells von Michael E. Porter.
3. STANDORT: Untersuchung der theoretischen Ansätze der Standortlehre und Definition relevanter harter und weicher Standortfaktoren für Unternehmen.
4. FILMWIRTSCHAFT: Abgrenzung der Strukturen, Wertschöpfungsketten und wirtschaftlichen Kennzahlen der Filmbranche, sowohl in Deutschland als auch speziell in der Region Berlin-Brandenburg.
EXKURS: MODELL ZUR STÄRKUNG DER FILMPRODUKTION IN DEUTSCHLAND: Vorstellung eines staatlichen Förderkonzepts zur Erstattung von Produktionskosten für Kinofilme.
5. EMPIRISCHER TEIL: Auswertung einer Umfrage unter Produktionsfirmen zur Wichtigkeit und Bewertung von Standortfaktoren sowie zur Bestätigung der Clusterbildung vor Ort.
6. SCHLUSSBETRACHTUNG UND ÜBERPRÜFUNG DER FORSCHUNGSFRAGE: Zusammenfassende Beantwortung der Forschungsfragen und Fazit zur Zukunftsfähigkeit des Standortes Berlin-Brandenburg.
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Die Diplomarbeit analysiert die Standortvorteile der Region Berlin-Brandenburg für die Filmwirtschaft und untersucht, warum sich Unternehmen in dieser Region ansiedeln.
Die Schwerpunkte liegen auf der Clustertheorie, der allgemeinen Standortlehre, der Struktur der Filmwirtschaft sowie der empirischen Untersuchung von Standortfaktoren.
Das Ziel ist es zu ermitteln, auf welchen konkreten Standortvorteilen die Bedeutung der Filmindustrie als Wirtschaftsfaktor für Berlin-Brandenburg basiert.
Neben einer theoretischen Literaturanalyse wurde ein empirischer Teil in Form einer schriftlichen Umfrage (persönlich und online) bei 90 Unternehmen der Filmbranche durchgeführt.
Im Hauptteil werden die theoretischen Grundlagen der Cluster- und Standortlehre erläutert, die Struktur der Filmwirtschaft dargestellt und die Ergebnisse der Umfrage zu Standortfaktoren präsentiert.
Die zentralen Begriffe sind Filmwirtschaft, Clusterbildung, Standortfaktoren (hart/weich), Wettbewerbsfähigkeit und die Spezifik des Standortes Berlin-Brandenburg.
Die Umfrage ergab, dass rund 60 Prozent der befragten Unternehmen die "harten" Standortfaktoren als ausschlaggebender bei der Standortwahl erachten.
Die Arbeit weist nach, dass Clusterstrukturen in Berlin-Brandenburg existieren, die den dortigen Unternehmen durch Informationszugang und Kooperationen Wettbewerbsvorteile verschaffen.
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