Diplomarbeit, 2003
154 Seiten, Note: 1,0
Die Diplomarbeit befasst sich mit der Vermittlung von gehörlosen Arbeitsuchenden durch Integrationsfachdienste und beleuchtet die Herausforderungen im Kontext gesellschaftlicher Einstellungen und Verhaltensweisen gegenüber behinderten Menschen. Die Arbeit untersucht, wie Integrationsfachdienste die Integration von gehörlosen Menschen in das Arbeitsleben fördern können und welche Faktoren dabei eine Rolle spielen.
Die Arbeit beginnt mit einer Einführung in die Thematik und beleuchtet die Bedeutung der Integration von Menschen mit Behinderungen in den Arbeitsmarkt. Anschließend werden die gesellschaftlichen Einstellungen gegenüber Behinderten und die Entstehung von ablehnenden Tendenzen analysiert. Dabei werden wichtige Aspekte wie Rangordnung und Schwere von Behinderungen, Visibilität und Auffälligkeit sowie die Funktionale Beeinträchtigung kommunikativer Fähigkeiten betrachtet.
Kapitel III fokussiert auf die IFD Integrationsfachdienst gGmbH in Köln, ihre Organisationsstruktur und den Bereich der Vermittlung von hörgeschädigten Arbeitsuchenden. Dabei werden die spezifischen Herausforderungen der Beschäftigung gehörloser Arbeitnehmer und die Sichtweise der Arbeitgeber beleuchtet. Die Arbeit analysiert die gesetzliche Rahmenbedingungen, die Pauschalisierenden Gründe für eine Nichtanstellung von gehörlosen Arbeitnehmern sowie die Beurteilung der beruflichen Bewährung durch Vorgesetzte und Kollegen.
Im vierten Kapitel werden Interventionsmöglichkeiten im Rahmen der Tätigkeit von Integrationsfachdiensten bei der Vermittlung von gehörlosen Arbeitsuchenden näher beleuchtet. Die Arbeit stellt die Methode der Passgenauen Vermittlung vor, die sowohl Interventionen auf Seiten der sozialen Kunden als auch der wirtschaftlichen Kunden beinhaltet. Dabei werden Aspekte wie das Erstgespräch, die Erstellung von Profilen und die Entwicklung von Hilfeplänen behandelt.
Kapitel IV betrachtet auch die Rolle von Informationsstrategien als Interventionen im Zuge der betrieblichen Integration gehörloser Arbeitnehmer. Die Bedeutung von Hilfen für die Kommunikation mit gehörlosen Menschen, die Verwendung von technischen Hilfen sowie finanzielle Unterstützung werden beleuchtet. Zudem werden Aspekte zur Gestaltung des (Erst-)Kontaktes von gehörlosen Arbeitnehmern und ihrem hörenden betrieblichen Umfeld diskutiert. Hierbei werden insbesondere der Einsatz von Gebärdensprachdolmetschern, die Durchführung von Vorstellungsgesprächen und die Einarbeitung am Arbeitsplatz behandelt.
Die Arbeit beschäftigt sich mit Themen wie Integration von Menschen mit Behinderungen, gesellschaftliche Einstellungen, Integrationsfachdienste, Vermittlung von gehörlosen Arbeitsuchenden, Kommunikation, technische Hilfen, betriebliche Integration, Inklusion, Arbeitsmarkt, Arbeitsbedingungen, Hartz-Kommission, Sozialgesetzbuch (SGB) IX, Gesetzliche Rahmenbedingungen.
IFDs nutzen die „Passgenaue Vermittlung“, erstellen individuelle Bewerberprofile und beraten Arbeitgeber über technische und finanzielle Hilfen sowie Kommunikation.
Oft bestehen Ängste vor Kommunikationsbarrieren, vermuteter geringerer Belastbarkeit oder Unkenntnis über den Kündigungsschutz und Fördermöglichkeiten.
Sie sind essenziell für Vorstellungsgespräche, Teammeetings und die Einarbeitung, um eine barrierefreie Kommunikation zwischen Gehörlosen und Hörenden zu sichern.
Dazu gehören optische Signalanlagen, spezielle Kommunikationssoftware, Schreibtelefone oder technische Anpassungen an Maschinen für Warnsignale.
Negative Einstellungen oder Mitleid können zu Aussonderung führen. Gezielte Informationen und direkter Kontakt helfen, Barrieren in den Köpfen abzubauen.
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