Diplomarbeit, 2007
105 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
1.1 Problemaufriss
1.2 Vorgehen
2 Das Fundament: Die Didaktische Wende
2.1 Das Ziel von Lernprozessen
2.1.1 Vom Lehrziel zur Lernziel oder vom Wissen zur Kompetenz
2.1.2 Handlungskompetenz als Basis des Analysedreiecks
2.1.2.1 Dimensionsmodell der Handlungskompetenz
2.1.2.2 Kategoriale Handlungskompetenz
2.2 Das Lernverständnis
2.2.1 Vom behavioristischen über das kognitive zum konstruktivistischen Verständnis
2.2.2 Kooperatives Lernen und komplexe Lernumgebungen als neue Elemente des Analysedreiecks
2.2.2.1 Kooperatives Lernen
2.2.2.1.1 Theoretische Grundlage
2.2.2.1.2 Rahmenbedingungen kooperativen Lernens
2.2.2.2 Komplexe Lernumgebungen
2.3 Didaktischer Ansatz
2.3.1 Von der Instruktion zur Konstruktion
2.3.2 Vermittlung und Entwicklung durch Medien im Zentrum des Analysedreiecks
2.4 Zusammenführung
2.5 Einschränkung zur weiteren Nutzung des Analysedreiecks
3 Die Medien: Web 2.0
3.1 Merkmale: Medien der Generation Web 2.0
3.1.1 Web 2.0 als technische Innovation
3.1.1.1 Asynchronous JavaScript and XML (AJAX)
3.1.1.2 Syndication
3.1.2 Web 2.0 als Wende der Wahrnehmung
3.1.2.1 Von der Software zum Service
3.1.2.2 Vom User zum Autor
3.1.2.3 Von der Informationsweitergabe zur Nutzung kollektiver Intelligenz
3.1.2.4 Vom Privaten zum Öffentlichen
3.1.2.5 Vom anonymen Informationsmedium zum Social Web
3.2 Einzelbetrachtung: Das Weblog
3.2.1 Definition
3.2.2 Funktionsweise und Interaktionsmöglichkeiten
3.3 Einzelbetrachtung: Der Podcast
3.3.1 Definition
3.3.2 Funktionsweise und Interaktionsmöglichkeiten
3.4 Zusammenfassung
4 Die theoretische Sicht: Einsatzszenarien von Web 2.0-Medien in Lernprozessen
4.1 Förderung kooperativer Lernprozesse
4.2 Förderung komplexer Lernumgebungen
4.3 Zusammenfassung
5 Die Sicht der Lehrenden: Potenziale neuer Medien aus Schülerperspektive
5.1 Forschungsdesign
5.1.1 Fragestellung
5.1.2 Auswahl des Forschungsfeldes
5.1.3 Methodisches Vorgehen
5.1.4 Gütekriterien
5.1.5 Ressourcen und Rahmenbedingungen
5.1.6 Instrumentenentwicklung
5.1.7 Aufbereitungs- und Auswertungsverfahren
5.2 Auswertung der Ergebnisse
5.2.1 Interview 1
5.2.2 Interview 2
5.2.3 Zusammenfassung der wichtigsten Ergebnisse
6 Zusammenführung: Die Lehrersicht theoretisch eingeordnet
6.1 Die Bedeutung des Einsatzes von Medien der Generation Web 2.0 für die Mediennutzung
6.2 Ausgewählte Fokussierungen zur Implementation
6.2.1 Zum Umgang mit der Veröffentlichung
6.2.2 Zur Entwicklung von Medien
6.3 Kritische Betrachtung der Ergebnisse
7 Fazit und Ausblick
Das Hauptziel der vorliegenden Arbeit ist es, die didaktischen Potenziale von Medien der Generation Web 2.0 (insbesondere Weblogs und Podcasts) für die Förderung von Lernprozessen zu untersuchen. Dabei wird der Frage nachgegangen, inwieweit diese neuen Medien über ihre rein freizeitliche Nutzung hinaus didaktische Mehrwerte bieten und wie diese in einem medienpädagogischen Analysedreieck – bestehend aus Handlungskompetenz, kooperativem Lernen und komplexen Lernumgebungen – theoretisch sowie aus der Sicht von Lehrenden eingeordnet werden können.
3.1.1.1 Asynchronous JavaScript and XML (AJAX)
Die Entwicklung des Konzepts Asynchronous JavaScript and XML (AJAX) als Meilenstein in der Interaktion mit dem Bediener stellt eine wesentliche Neuerung des Web 2.0 dar. Durch Kombination von JavaScript und XML-Technologie werden Aktivitäten von Websites vom Server auf den Client verlagert, was dazu führt, dass Websites bei Elementen der Interaktion (wie z. B. Eingaben oder Klicks) nicht mehr vollständig neu geladen werden müssen, sondern nur Auszüge daraus aktualisiert werden. Bestimmte Vorgänge „are carried out only on the client’s computer and thus very fast, comparable to desktop applications”. Der Vorteil dieser technologischen Entwicklung liegt dabei darin, dass „content reloading or drag-and-drop moving of elements, are possible now”. Als Beispiele, die die neue Technologie nutzen können die Tools Mail und Maps von Google wie auch Microsoft Windows Live und der Fotoservice Flickr genannt werden.
1 Einleitung: Die Einleitung steckt den Rahmen der Arbeit ab, begründet das Interesse an der Mediengeneration Web 2.0 und erläutert das methodische Vorgehen bei der Analyse didaktischer Potenziale.
2 Das Fundament: Die Didaktische Wende: In diesem Kapitel werden grundlegende pädagogische Veränderungen (Wandel der Lernziele, Lernverständnis, Didaktik) diskutiert und ein Analysedreieck für didaktische Potenziale hergeleitet.
3 Die Medien: Web 2.0: Dieses Kapitel erläutert die technischen Merkmale des Web 2.0 sowie die veränderte Wahrnehmung des Internets und stellt exemplarisch die Medienformate Weblog und Podcast vor.
4 Die theoretische Sicht: Einsatzszenarien von Web 2.0-Medien in Lernprozessen: Hier werden theoretische Einsatzszenarien für Weblogs und Podcasts entwickelt, um kooperative Lernprozesse und komplexe Lernumgebungen gezielt zu fördern.
5 Die Sicht der Lehrenden: Potenziale neuer Medien aus Schülerperspektive: Der empirische Teil der Arbeit präsentiert die Ergebnisse qualitativer Experteninterviews mit zwei Lehrenden, um die praktische Einschätzung und Anwendungsweise neuer Medien zu erfassen.
6 Zusammenführung: Die Lehrersicht theoretisch eingeordnet: Die Ergebnisse der Interviews werden auf Basis der theoretischen Überlegungen reflektiert und in Form von Hypothesen zu Implementationsproblemen und Medienrollen neu eingeordnet.
7 Fazit und Ausblick: Das Kapitel fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen und betont die notwendige Verzahnung von didaktischem Verständnis und Medieneinsatz, während offene Fragen für zukünftige Forschungen formuliert werden.
Web 2.0, Didaktik, Lernprozesse, Weblog, Podcast, Handlungskompetenz, kooperatives Lernen, komplexe Lernumgebungen, Instruktion, Konstruktion, Wissenserwerb, Medienpädagogik, Lehrersicht, Wissenskonstruktion, Authentizität.
Die Arbeit untersucht das didaktische Potenzial von Web 2.0-Anwendungen, wie Weblogs und Podcasts, für die Unterstützung von Lernprozessen im schulischen Kontext.
Die Themen umfassen die didaktische Wende hin zum konstruktivistischen Lernen, die technischen und soziologischen Merkmale von Web 2.0 sowie die Anwendung dieser Medien in Lehr-Lern-Szenarien.
Das Ziel ist es, eine Brücke zwischen modernen Web 2.0-Entwicklungen und didaktischen Modellen zu schlagen, um Lehrenden Entscheidungshilfen für den Medieneinsatz an die Hand zu geben.
Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Fundierung durch Literaturanalyse und eine qualitative empirische Untersuchung mittels halb-standardisierter Experteninterviews mit Lehrkräften.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Herleitung von Didaktik und Web 2.0-Merkmalen, die Ableitung von Lernszenarien sowie die Auswertung von Interviews zur Sicht der Lehrenden auf diese neuen Medien.
Wichtige Begriffe sind Web 2.0, Handlungskompetenz, kooperatives Lernen, Konstruktivismus und die Verschiebung von Vermittlung hin zu Wissensentwicklung.
Die Bewertung ist ambivalent: Während die Potenziale für zeit- und ortsunabhängigen Austausch und zur Steigerung der Authentizität erkannt werden, bestehen Bedenken hinsichtlich der Urheberrechte und der Kontrolle durch Dritte.
Die Arbeit deutet darauf hin, dass sich die Rolle des Lehrers von der reinen Vermittlung hin zum Berater wandeln sollte, wobei dies in der Praxis häufig noch nicht vollständig umgesetzt wird.
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