Diplomarbeit, 2006
58 Seiten, Note: 1,7
1. Einführung
2. Der Selbstmedikationsmarkt
2.1 Begriffsabgrenzung
2.2 Daten und Fakten
2.3 Rahmenbedingungen
2.3.1 Ökologische Rahmenbedingungen
2.3.2 Technologische Rahmenbedingungen
2.3.3 Soziodemographische Rahmenbedingungen
2.3.4 Rechtliche Rahmenbedingungen
2.3.5 Ökonomische Rahmenbedingungen
2.3.6 Gesundheitspolitische Rahmenbedingungen
3. Marketing
3.1 Begriffsabgrenzung
3.2 Marktteilnehmer
3.2.1 Patient / Verbraucher
3.2.2 Apotheke
3.2.3 Arzt / Heilpraktiker
3.2.4 Pharmazeutischer Großhandel
3.2.5 Pharmazeutische Unternehmen
3.3 Marketingstrategien
3.3.1 Marktfeldstrategie
3.3.2 Marktbearbeitungsstrategie
3.3.3 Marktteilnehmergerichtete Strategie
3.3.3.1 Patient-/ Verbrauchergerichtete Strategie
3.3.3.2 Apothekergerichtete Strategie
3.3.3.3 Arzt- / Heilpraktikergerichtete Strategie
3.3.3.4 Pharmagroßhandelgerichtete Strategie
3.3.3.5 Wettbewerbergerichtete Strategie
3.4 Entwicklungen der Marketingstrategien ausgewählter pharmazeutischer Unternehmen unter dem Einfluss des GMG 2004
3.4.1 Vorgehensweise
3.4.2 Ergebnisse
4. Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht die strategische Ausrichtung des Marketings von pharmazeutischen Unternehmen auf dem Selbstmedikationsmarkt unter besonderer Berücksichtigung der Veränderungen durch das GKV-Modernisierungsgesetz 2004. Die zentrale Forschungsfrage befasst sich damit, wie Hersteller von Selbstmedikationspräparaten auf das veränderte gesundheitspolitische Umfeld reagieren und welche Marketingstrategien für die verschiedenen Marktteilnehmer Anwendung finden.
3.2.1 Patient / Verbraucher
Mit dem wachsenden Gesundheitsbewusstsein der Menschen steigt gleichzeitig das Bedürfnis, die Gesundheit nicht dem Zufall zu überlassen. Dabei nimmt die Selbstmedikation einen hohen Stellenwert ein. Der Verbraucher tendiert mehr und mehr zur Selbstmedikation und entscheidet selbst, wann er zum Arzt gehen oder sich selbst behandeln möchte. Der Begriff „Patientenempowerment“ wurde in diesem Zusammenhang geprägt und bedeutet, dass der Patient seine passive Position verlassen hat und zum aktiven Konsument von Selbstmedikationspräparaten geworden ist. Abbildung 3 soll mit Hilfe eines Entscheidungsbaumes verdeutlichen, welche Alternativen der Verbraucher beim Auftreten eines Symptoms hat, bevor er sich schließlich für die Selbstmedikation entscheidet.
Dabei ist anzumerken, dass nicht nur ein Symptom, also eine aufgetretene Gesundheitsstörung, die Selbstmedikation hervorrufen kann. Gerade im Rahmen des gestiegenen Gesundheitsbewusstseins kommt der „vorbeugenden Abwehr möglicher Gesundheitsrisiken“, also der Prävention von Krankheiten ebenfalls eine hohe Bedeutung zu.
1. Einführung: Die Einleitung beleuchtet die historische Entwicklung und den wachsenden Stellenwert des Selbstmedikationsmarktes sowie die Relevanz einer strategischen Marketingausrichtung für Pharmaunternehmen in einem komplexen regulatorischen Umfeld.
2. Der Selbstmedikationsmarkt: Dieses Kapitel definiert den Selbstmedikationsmarkt abgrenzend zum verschreibungspflichtigen Bereich, liefert aktuelle Daten und Fakten und analysiert die verschiedenen ökologischen, technologischen, soziodemographischen, rechtlichen und gesundheitspolitischen Rahmenbedingungen.
3. Marketing: Der Hauptteil erläutert die Bedeutung des Marketings auf dem Selbstmedikationsmarkt, beschreibt die relevanten Marktteilnehmer, systematisiert verschiedene Marketingstrategien (z.B. Marktfeld- und Marktbearbeitungsstrategien) und wertet Experteninterviews zu den Strategieanpassungen nach dem GMG 2004 aus.
4. Ausblick: Das abschließende Kapitel fasst zusammen, dass ein mehrdimensionaler, strategischer Marketingansatz, der neben den klassischen Marketing-P's auch die Beziehungen zu allen Marktteilnehmern umfasst, angesichts der Dynamik und Diskontinuität des Marktes unabdingbar ist.
Selbstmedikation, Pharma-Marketing, GMG 2004, Marktteilnehmer, Apotheke, Patient, Arzt, Marketingstrategie, Marktfeldstrategie, Marktbearbeitungsstrategie, Präferenzstrategie, Preis-Mengen-Strategie, Push-Strategie, Pull-Strategie, Gesundheitswesen.
Die Arbeit analysiert das Marketing von Pharmaunternehmen auf dem deutschen Selbstmedikationsmarkt und untersucht, wie sich die strategische Ausrichtung der Unternehmen in Reaktion auf gesundheitspolitische Änderungen, insbesondere das GKV-Modernisierungsgesetz 2004, verändert hat.
Zu den zentralen Themen gehören die Rahmenbedingungen des Marktes, die Identifikation und Rolle der unterschiedlichen Marktteilnehmer sowie die verschiedenen strategischen Ansätze der Vermarktung von Arzneimitteln ohne Verschreibungspflicht.
Das Ziel ist es, die marketingstrategischen Optionen für Selbstmedikationsunternehmen systematisch darzustellen und aufzuzeigen, wie diese ihre Positionierung im Hinblick auf den "Point of Sale" und die direkten Zielgruppen anpassen.
Neben einer fundierten theoretischen Literaturanalyse nutzt die Arbeit Experteninterviews mit Branchenvertretern, um praxisnahes Insiderwissen über die Strategieanpassungen der Unternehmen zu gewinnen.
Der Hauptteil gliedert sich in die Definition von Marketing, die detaillierte Beschreibung der Marktteilnehmer (Patient, Apotheke, Arzt, Großhandel, Unternehmen) sowie eine tiefgehende Analyse verschiedener Marketingstrategien.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie "Selbstmedikation", "Pharma-Marketing", "Strategie" und die Auswirkungen des "GKV-Modernisierungsgesetzes" geprägt.
Die Apotheke wird als zentraler und bedeutendster Vertriebskanal ("Point of Sale") identifiziert, wobei der Apotheker als wichtige Informationsquelle und Bindeglied zum Kunden eine entscheidende beratende Funktion einnimmt.
Durch den Erstattungsausschluss vieler rezeptfreier Medikamente ist der Arzt nicht mehr der alleinige Entscheidungsträger. Er übernimmt verstärkt eine Beratungsfunktion und die arztinduzierte Selbstmedikation wurde durch das Grüne Rezept in eine neue Form überführt.
Der Markenaufbau ist entscheidend, um Vertrauen zu schaffen, die Preisempfindlichkeit der Kunden zu verringern und eine "Unique Selling Proposition" in einem Markt mit vielen austauschbaren Produkten zu etablieren.
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