Diplomarbeit, 2007
81 Seiten, Note: 1,3
I. EINLEITUNG
II. PASSIVRAUCHEN UND DAMIT VERBUNDENE FOLGEN
1. Definition Passivrauchen
2. Folgen für die deutsche Volkswirtschaft
2.1 Einnahmequelle Tabaksteuer
2.2 Kosten des Rauchens
2.3 Gesamtbetrachtung wirtschaftlicher Folgen und kritische Würdigung
3. Folgen für die Gesundheit
3.1 Definition des rechtlichen Gesundheitsbegriffs
3.2 Akut-Wirkung des Passivrauchens
3.3 Gefahr einer Lungenkrebserkrankung
3.4 Gefahr von Herz-Kreislauf-Erkrankungen
4. Passivrauchen am Arbeitsplatz – Die aktuelle Situation
III. DIE RECHTSLAGE ZUM NICHTRAUCHERSCHUTZ AM ARBEITSPLATZ
1. Die rechtliche Situation vor Änderung der ArbStättV
2. Die rechtliche Situation nach Änderung der ArbStättV
IV. AUSWIRKUNGEN AUS SICHT DER ARBEITGEBERSEITE
1. Maßnahmen zum Einhalten der ArbStättV
2. Berechtigung des Arbeitgebers zum Erlass eines Rauchverbotes
3. Umgehung des Nichtraucherschutzes durch Freiheit der unternehmerischen Betätigung
4. Mitbestimmungsrecht des Betriebsrates
5. Folgen der Verweigerung des Nichtraucherschutzes
6. Zulässigkeit von Nichtraucherprämien
7. Berücksichtigung der Interessen der Raucher
V. RECHTLICHE PROBLEMFELDER IN DER GEGENWART
1. Ausgrenzung von Rauchern bei der Bewerbung
2. Rauchverbot des Arbeitgebers in der Freizeit
VI. KRITISCHE WÜRDIGUNG UND AUSBLICK IN DIE ZUKUNFT
Die Arbeit analysiert die Problematik des Passivrauchens am Arbeitsplatz aus juristischer, betriebswirtschaftlicher und medizinischer Perspektive, mit einem Schwerpunkt auf der Rechtslage nach der Änderung der Arbeitsstättenverordnung (ArbStättV) und den daraus resultierenden Konsequenzen für Arbeitgeber.
3.2 Akut-Wirkung des Passivrauchens
Unter akuter Wirkung versteht man im Zusammenhang mit ETS eine schnell einsetzende Reaktion beim Passivraucher. Verantwortlich dafür sind unterschiedliche Stoffe im Tabakrauch, wie z. B. Ammoniak, Acrolein und Formaldehyd, die, je nach Konzentration in der Raumluft und der individuellen Empfindlichkeit, Reizungen der Augen, Hustenreiz, Kopfweh und Schleimhautirritationen auslösen können.
Die subjektive Empfindung sowie die Abgrenzung zwischen bloßer Belästigung und Beginn einer Krankheit erschweren hier die medizinischen Untersuchungen und führen zu teilweise widersprüchlichen Ergebnissen. So „hat Kentner [bei seinen Untersuchungen (veröffentlicht in Arbeitsmedizin - Sozialmedizin - Präventivmedizin 24 (1989), S. 8 – 13.)] an lungengesunden Büroangestellten keinen Zusammenhang zwischen Passivrauchen und akuten Erkrankungen der Atemwege finden können“. Bei einer Studie von Menon hingegen, zeigten 8 von 39 Nichtrauchern ohne Asthma eine bronchiale Reaktivitätszunahme, nachdem er die Probanden sechs Stunden lang Passivrauch aussetzte. Ein weiterer Grund für solch unterschiedliche Ergebnisse liegt wohl darin, dass es eine Krankheitsbereitschaft des „Sich-gestört-Fühlens“ gibt, wonach bestimmte Reaktionen auf ETS, unabhängig von der objektiven Konzentration der Schadstoffe in der Raumluft, als Auswirkung über den (subjektiv) ärgerlichen Anblick einer qualmenden Zigarette zustande kommen.
I. EINLEITUNG: Die Einleitung beleuchtet den Konflikt zwischen Rauchern und Nichtrauchern und definiert den Fokus der Untersuchung auf die aktuelle Rechtslage für Arbeitgeber.
II. PASSIVRAUCHEN UND DAMIT VERBUNDENE FOLGEN: Dieses Kapitel definiert Passivrauchen, analysiert dessen volkswirtschaftliche Kosten und medizinische Gesundheitsgefahren sowie die aktuelle Situation am Arbeitsplatz.
III. DIE RECHTSLAGE ZUM NICHTRAUCHERSCHUTZ AM ARBEITSPLATZ: Hier wird die rechtliche Situation vor und nach der Änderung der Arbeitsstättenverordnung gegenübergestellt.
IV. AUSWIRKUNGEN AUS SICHT DER ARBEITGEBERSEITE: Dieser Abschnitt behandelt die konkreten Pflichten und Handlungsspielräume des Arbeitgebers bei der Umsetzung des Nichtraucherschutzes sowie die Rolle des Betriebsrates.
V. RECHTLICHE PROBLEMFELDER IN DER GEGENWART: Hier werden aktuelle strittige Themen wie der Ausschluss von Rauchern bei Bewerbungen und Rauchverbote in der Freizeit erörtert.
VI. KRITISCHE WÜRDIGUNG UND AUSBLICK IN DIE ZUKUNFT: Das Abschlusskapitel bewertet die bisherigen Erkenntnisse kritisch und wagt einen Ausblick auf die zukünftige Entwicklung des Nichtraucherschutzes.
Nichtraucherschutz, Passivrauchen, Arbeitsstättenverordnung, Arbeitgeberpflichten, Gesundheitsschutz, Tabaksteuer, Arbeitsrecht, Rauchverbot, Betriebsvereinbarung, Mitbestimmungsrecht, ETS, Gesundheit, Arbeitsplatz, Arbeitnehmer, Nichtraucherprämie.
Die Arbeit untersucht den Konflikt zwischen Rauchern und Nichtrauchern am Arbeitsplatz unter Berücksichtigung der rechtlichen, ökonomischen und medizinischen Aspekte.
Die zentralen Felder umfassen die Definition und Gefahren des Passivrauchens, die aktuelle Rechtslage durch die Arbeitsstättenverordnung und die Auswirkungen auf die Arbeitgeberseite.
Ziel ist es, einen fundierten Überblick über die aktuelle Rechtslage zum Nichtraucherschutz am Arbeitsplatz zu geben und insbesondere aufzuzeigen, wie Arbeitgeber rechtskonform handeln können.
Es handelt sich um eine wissenschaftliche juristische Analyse, die durch betriebswirtschaftliche Daten und medizinische Studien untermauert wird.
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Gesundheitsfolgen, die detaillierte Darstellung der Rechtslage, die Auswirkungen für Arbeitgeber und die Erörterung aktueller Problemfelder wie Raucherverbote in der Freizeit.
Kernbegriffe sind Nichtraucherschutz, Arbeitsstättenverordnung, Passivrauchen, Arbeitgeberpflichten und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz.
Die Neuregelung verankert den Nichtraucherschutz als gesetzlichen Anspruch für alle Arbeitnehmer und verpflichtet Arbeitgeber proaktiv zu entsprechenden Schutzmaßnahmen, statt nur auf konkrete Beschwerden zu reagieren.
Grundsätzlich ist dies Privatsache des Arbeitnehmers. Ausnahmen bestehen nur bei Tendenzbetrieben oder wenn die Nichtrauchereigenschaft für die spezifische Arbeitsaufgabe essenziell ist.
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