Diplomarbeit, 2001
64 Seiten, Note: 2
1. Einleitung
2. Zur historischen Entwicklung der sozialen Arbeit für Frauen und Mütter
2.1 Das 19. Jahrhundert
2.1.1 Allgemeine soziale Arbeit
2.1.2 Sozialarbeit für Frauen und Mütter
2.2 Das 20. Jahrhundert
2.2.1 Allgemeine soziale Arbeit
2.2.2 Sozialarbeit für Frauen und Mütter
3. Die ersten Sozialversicherungen
3.1 Die Hinterbliebenenversicherung und Kriegswohlfahrt
3.2 Die Kranken- und Unfallversicherungen
3.3 Die Invaliden- und Altersversicherungen
3.4 Unterstützung für Familien und Kinder
4. Sozialpädagogische Einrichtungen für Frauen und Mütter heute
4.1 Gegenwärtige Situation von Frauen und Müttern
4.2 Sozialpädagogische Betreuungsangebote für Frauen und Kinder
4.2.1 Sozialpädagogische Praxis
4.2.2 Unterstützung bei Schule, Ausbildung und Beruf
4.2.3 Kinderbetreuung und Förderungsmaßnahmen
5. Staatliche Unterstützung heute
5.1 Krankenhilfen und Mutterschutz
5.2 Sozialhilfe/ welfare
5.3 Ausbildungsförderung
5.4 Kinder- und Erziehungsgeld und Unterhaltsvorschuß
6. Die besondere Bedeutung der Ehrenamtlichen/ volunteers
6.1 Die Entwicklung der volunteer- Bewegung im Vergleich
6.2 Zusammenfassung einschließlich Beantwortung der Fragestellung
7. Sozialpädagogische Einrichtungen im Vergleich (Praxis)
7.1 Community Connections (YWCA) of Jacksonville/ Florida
7.2 Theodor- Wenzel- Haus der Diakonie in Hamburg
8. Zusammenfassung
Die vorliegende Arbeit untersucht die historischen und gegenwärtigen Ansätze der sozialen Arbeit für Frauen und Mütter im Vergleich zwischen Deutschland und den Vereinigten Staaten von Amerika. Ziel ist es, die strukturellen Unterschiede sowie Gemeinsamkeiten in der Betreuung und Unterstützung in Krisensituationen aufzuzeigen, um Potenziale für eine Optimierung der hiesigen sozialpädagogischen Praxis zu identifizieren.
4.2.1 Die sozialpädagogische Praxis
Die wichtigste Rolle in der Beratung und Betreuung der Frauen und Mütter spielt in den deutschen Institutionen die Entwicklung der Mutter- Kind- Beziehung und Hilfe bei der Schwangerschaft und Betreuung des Kindes. Die Organisation des Alltags und das Erlernen von Haushaltsführung und Geldeinteilung ist als zweitwichtigster Bereich angegeben. Weitere Schwerpunkte bilden Hilfestellung bei Ausbildungs- und Berufsfragen sowie der Beratung in partnerschaftlichen Angelegenheiten und der Hilfe bei psychischen Leiden. Die meisten dieser pädagogischen Angebote erfolgen in Form von Einzelfallhilfe und psychosozialer Beratung und weniger in Form von Gruppenarbeit. Nur in den heimähnlichen Einrichtungen wird der Gruppenarbeit ein hoher Stellenwert beigemessen, die sich allerdings größtenteils auf Fragen des Zusammenlebens und auf Freizeitangebote bezieht:
„Das Leben in der Gruppe und die gemeinsamen Aktivitäten bieten den Frauen die Möglichkeit, sich in der Bewältigung des Alltags gegenseitig zu unterstützen, (...) und sich darüber hinaus in Krisen- und Belastungssituationen durch gegenseitige Solidarität beizustehen“ (Diakonie 1999, S. 3).
In den U.S.- amerikanischen Einrichtungen liegt der Schwerpunkt auf der Hilfe bei der Job- Vermittlung bzw. auf der Fort- und Weiterbildung der Frauen. Schon seit der großen Depression, als viele Familien, vor allem alleinstehende Mütter, von dem „AFDC“- Programm abhängig waren, sollte alles versucht werden, die Mütter von der Sozialhilfe wegzubekommen. Das größte Problem hier ist die Unterbringung der Kinder in kostengünstigen Betreuungseinrichtungen. Oft ist die Betreuung der Kinder durch die Mutter finanziell günstiger, als eine schlecht bezahlte Arbeitsstelle anzunehmen und die Kinder fremd unterzubringen. Um die Vermittlung der Frauen in die Erwerbswelt zu erleichtern haben deshalb alle Einrichtungen für Frauen und Mütter eine kostenlose Kindertagesstätte im Haus oder auf dem Wohnkomplex (vgl. Karger und Stoesz 1990, S. 81).
1. Einleitung: Die Einleitung stellt die Motivation der Autorin dar, basierend auf einem Praktikum in den U.S.A., und formuliert das Ziel, Unterschiede und Gemeinsamkeiten zur deutschen Sozialarbeit aufzuzeigen.
2. Zur historischen Entwicklung der sozialen Arbeit für Frauen und Mütter: Dieses Kapitel zeichnet die Entstehung der Armenfürsorge und spezialisierter Hilfsangebote für Frauen seit dem 19. Jahrhundert in beiden Ländern nach.
3. Die ersten Sozialversicherungen: Hier werden die Ursprünge und Unterschiede staatlicher Absicherungssysteme, wie Kranken- und Unfallversicherungen, sowie erste Unterstützungen für Familien verglichen.
4. Sozialpädagogische Einrichtungen für Frauen und Mütter heute: Der Fokus liegt auf der aktuellen Lebenssituation von Frauen in Krisen und dem Vergleich moderner Betreuungskonzepte.
5. Staatliche Unterstützung heute: Dieses Kapitel erläutert die aktuellen staatlichen Leistungen und Förderinstrumente für Familien in Deutschland und den U.S.A.
6. Die besondere Bedeutung der Ehrenamtlichen/ volunteers: Hier wird die Rolle des ehrenamtlichen Engagements sowie deren Professionalisierung und Integration in die soziale Arbeit analysiert.
7. Sozialpädagogische Einrichtungen im Vergleich (Praxis): Konkrete Fallbeispiele, wie die "Community Connections" in Florida und das "Theodor-Wenzel-Haus" in Hamburg, werden gegenübergestellt.
8. Zusammenfassung: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zusammen und plädiert für eine Synergie aus den spezifischen Stärken beider nationaler Konzepte.
Soziale Arbeit, Frauen, Mütter, Armenfürsorge, Sozialversicherung, Ehrenamt, Volunteers, Mutter-Kind-Einrichtungen, Sozialpädagogik, Familienpolitik, Armutsprävention, Lebensgestaltung, Krisenintervention, berufliche Qualifizierung, Praxisvergleich.
Die Arbeit analysiert die Unterschiede und Gemeinsamkeiten in der sozialen Arbeit für Frauen und Mütter in Deutschland und den Vereinigten Staaten von Amerika, mit einem besonderen Schwerpunkt auf historischen Hintergründen und modernen Hilfseinrichtungen.
Die Arbeit behandelt die Entwicklung der Armenfürsorge, die Struktur von Sozialversicherungen, die Bedeutung ehrenamtlicher Arbeit und die spezifischen pädagogischen Ansätze in Mutter-Kind-Einrichtungen.
Das Ziel ist es zu klären, ob die U.S.-amerikanischen Modelle der sozialen Arbeit, insbesondere im Bereich der beruflichen Integration und Kinderbetreuung, als Vorbild für deutsche Einrichtungen dienen können.
Die Autorin nutzt eine vergleichende Literaturanalyse in Kombination mit praktischen Einblicken durch den Vergleich spezifischer Institutionen in den U.S.A. und Deutschland.
Der Hauptteil gliedert sich in die historische Entwicklung, den Vergleich staatlicher Sozialversicherungen, die Analyse sozialpädagogischer Betreuungsangebote sowie die Untersuchung der Rolle von Ehrenamtlichen in beiden Ländern.
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Sozialarbeit, Mutter-Kind-Einrichtungen, Familienpolitik, Ehrenamt, Armut und berufliche Qualifizierung.
Während in den U.S.A. kostenlose, hausinterne Kindertagesstätten mit flexiblen Öffnungszeiten zur direkten Förderung der Erwerbstätigkeit Standard sind, liegt der Fokus in Deutschland oft stärker auf der Mutter-Kind-Bindung und einer pädagogisch ausgerichteten Betreuung, die jedoch häufiger durch externe Faktoren erschwert wird.
In den U.S.A. ist das Ehrenamt wesentlich stärker in professionelle Abläufe integriert und durch koordinierte "Volunteer-Programme" strukturiert, während es in Deutschland traditionell eher in Vereinen verankert ist und oft noch mit Abgrenzungsschwierigkeiten zum Fachpersonal zu kämpfen hat.
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