Diplomarbeit, 2007
101 Seiten, Note: 1,3
Medien / Kommunikation - Public Relations, Werbung, Marketing, Social Media
0. Einführung
1 Definitionen und geschichtliche Entwicklung
1.1 Werbung
1.2 Audiovisuelle Medien
1.3 Fernsehen und Fernsehwerbung
1.4 Web-Casting/Streaming
1.5 Video On Demand
2 Werbung in audiovisuellen Medien und deren Erscheinungsformen
2.1 Klassische Spotwerbung
2.2 Product Placement
2.3 Sponsoring
2.4 Dauerwerbesendungen und Teleshopping
2.5 virtuelle Werbung
2.6 Split-Screening
2.7 Wirtschaftliche Bedeutung
2.8 Aktuelle Zahlen zur Werbung und künftigen Entwicklung in audiovisuellen Medien
3 Die EU Fernsehrichtlinie
3.1 Grundsätzliches zur EU und dem Erlass von Richtlinien
3.2 Richtlinie 89/552/EWG
3.2.1 Allgemeine Grundsätze der Richtlinie
3.2.2 Werbungsbezogene Grundsätze der Richtlinie
3.2.3 Auslegung
4 Vorschlag zur Änderung der Richtlinie 89/552/EWG
4.1 Grundsätzliche Neuerungen
4.1.1 Erweiterung auf audiovisuelle Angebote
4.1.2 Zulässigkeit von Product Placement
4.1.3 Änderung der Werbezeiten
4.2 Kritik der neuen Regelung
4.2.1 „Werbung ohne Grenzen“
4.2.2 Schleichwerbung und Meinungsbildung
4.2.3 Doppelregulierung
4.2.4 Konsumentenschutz
5 Auswirkungen der geänderten Richtlinie bei betroffenen Parteien
5.1 Anbieter von audiovisuellen Mediendiensten
5.1.1 Fernsehsender
5.1.2 Sonstige Anbieter
5.2 Verbraucher
5.3 Werbetreibende Unternehmen
6 Umsetzung der geänderten Richtlinie in nationales Recht
6.1 Landesmediengesetze
6.2 Rundfunkstaatsvertrag
6.3 ALM Richtlinien
6.4 Deutscher Werberat
6.4.1 Aufgaben
6.4.2 Verhaltensregeln
6.5 Wettbewerbsrechtliche Aspekte im Rundfunkrecht
7 Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht die aktuelle werberechtliche Situation im europäischen Fernsehen und analysiert die geplanten Veränderungen durch die EU-Richtlinie „Fernsehen ohne Grenzen“. Ziel ist es, aufzuzeigen, wie die rechtliche Neuausrichtung die Vermarktungsbedingungen für audiovisuelle Medien beeinflusst und welche Auswirkungen sich für Anbieter, Werbetreibende und Verbraucher ergeben.
1.1 Werbung
Werbung im Allgemeinen soll Menschen zu einem bestimmten Verhalten bewegen, daher zunächst eine allgemeine Definition gemäß einem Lexikon:
„Unter Werbung versteht man alle Formen der gezielten und geplanten Beeinflussung von Menschen.“
Werbung ist also eine Verhaltensbeeinflussung, die beim Rezipienten eine bestimmte Handlung auslösen soll. Diese besteht in wirtschaftlichen Zusammenhängen zumeist aus einer Kaufaktivität, wobei auch andere Formen der Reaktion denkbar sind, etwa politischer Art, beispielsweise bei Wahlwerbung die Wahl der entsprechenden Partei aufgrund des zuvor erfolgreichen positiven Imageaufbaus. Des Weiteren ist zu beachten, dass die Beeinflussung frei von Zwängen besteht, das heißt die beabsichtigte Werbewirkung unter Umständen gar nicht erzielt wird, beziehungsweise vom Rezipienten gar nicht aufgenommen wird. Ein möglicher Fall wäre eine zu kompliziert umgesetzte Werbebotschaft, die zum Teil falsch oder gar nicht verstanden wird.
0. Einführung: Diese Einleitung stellt die Bedeutung grenzüberschreitender Fernsehwerbung dar und erläutert das Ziel der EU, durch eine Änderung der Richtlinie „Fernsehen ohne Grenzen“ einheitliche Rahmenbedingungen zu schaffen.
1 Definitionen und geschichtliche Entwicklung: Das Kapitel definiert den Begriff Werbung, beleuchtet die historische Entwicklung des Fernsehwerbemarktes und gibt einen Überblick über neue Kommunikationsformen wie Web-Casting und Video On Demand.
2 Werbung in audiovisuellen Medien und deren Erscheinungsformen: Hier werden zentrale Werbeformen wie Spotwerbung, Product Placement, Sponsoring und neue Techniken wie virtuelle Werbung und Split-Screening hinsichtlich ihrer Funktionsweise und wirtschaftlichen Relevanz analysiert.
3 Die EU Fernsehrichtlinie: Dieses Kapitel erläutert den Aufbau und die Grundsätze der Richtlinie 89/552/EWG sowie die Rolle der EU bei der Harmonisierung werberechtlicher Vorschriften.
4 Vorschlag zur Änderung der Richtlinie 89/552/EWG: Es werden die geplanten Neuerungen der Richtlinie dargelegt, insbesondere die Ausweitung auf audiovisuelle Dienste und die Liberalisierung von Product Placement und Werbezeiten, gefolgt von einer kritischen Betrachtung.
5 Auswirkungen der geänderten Richtlinie bei betroffenen Parteien: Eine Analyse der Konsequenzen der Richtlinienänderung auf die Interessengruppen der Fernsehsender, der sonstigen Anbieter, der Verbraucher und der werbetreibenden Unternehmen.
6 Umsetzung der geänderten Richtlinie in nationales Recht: Das Kapitel beschreibt das deutsche System der Umsetzung durch Landesmediengesetze, den Rundfunkstaatsvertrag, ALM-Richtlinien und den Deutschen Werberat.
7 Fazit: Die Arbeit schließt mit einer zusammenfassenden Bewertung der Chancen und Risiken durch die Liberalisierung der audiovisuellen Werbelandschaft in Europa.
Fernsehwerbung, EU-Richtlinie, Fernsehen ohne Grenzen, Product Placement, Sponsoring, Werberecht, audiovisuelle Mediendienste, Medienpolitik, Werbeliberalisierung, Rundfunkstaatsvertrag, virtuelle Werbung, Verbraucherschutz, Medienregulierung, Werbezeiten.
Die Arbeit analysiert die werberechtlichen Rahmenbedingungen im europäischen Fernsehen und untersucht die geplanten Änderungen durch die EU, insbesondere im Hinblick auf neue Werbeformen.
Im Fokus stehen die europäische Werberegulierung, die Definition von audiovisuellen Mediendiensten sowie die Analyse neuer Werbeinstrumente wie Product Placement und virtueller Werbung.
Das Hauptziel ist es, aufzuzeigen, wie die EU durch die geplante Richtlinienänderung die Wettbewerbsbedingungen für audiovisuelle Medien anpassen will und welche Auswirkungen dies auf die Marktteilnehmer hat.
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Grundlagenanalyse sowie einer detaillierten Auseinandersetzung mit dem Richtlinienentwurf und den Reaktionen der betroffenen Marktteilnehmer.
Der Hauptteil behandelt die verschiedenen Erscheinungsformen von Werbung, die rechtlichen Grundlagen der EU-Fernsehrichtlinie, den Änderungsentwurf und dessen kritische Würdigung sowie die nationale Umsetzung in Deutschland.
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Fernsehwerbung, Richtlinie „Fernsehen ohne Grenzen“, Product Placement, Werbeliberalisierung und audiovisuelle Mediendienste.
Kritiker befürchten, dass durch Product Placement der Grundsatz der Trennung von Werbung und Programm aufgeweicht wird und die redaktionelle Unabhängigkeit der Sender gefährdet sein könnte.
Der Werberat agiert als selbstdisziplinäres Gremium, das durch freiwillige Verhaltensregeln zur Konfliktlösung und Einhaltung ethischer Standards in der Werbebranche beiträgt.
Die Richtlinie unterscheidet nach der Steuerungsmöglichkeit durch den Nutzer: Bei linearen Diensten (klassisches Fernsehen) bestimmt der Sender das Programm, bei nicht-linearen Diensten (Video On Demand) bestimmt der Nutzer den Abrufzeitpunkt.
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