Diplomarbeit, 2006
108 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
2. Die Transformation des Bankensektors
2.1 Erfahrungen aus dem Markteintritt ausländischer Banken
2.1.1 Argumente für den Markteintritt von ausländischen Banken
2.1.2 Argumente gegen den Markteintritt von ausländischen Banken
2.1.3 Empirische Ergebnisse über den Einfluss ausländischer Banken
2.2 Ausländische Banken und die Transformation des Bankensystems
2.2.1 Die Transformation des Bankensystems
Das Bankensystem in der Planwirtschaft
Die Bedeutung und Dimension der Transformation des Bankensystems
Die operative Umsetzung der Transformation des Bankensystems
2.2.2 Das gefährliche Problem der faulen Kredite – das größte Problem der Bankentransformation
2.2.3 Die Rolle ausländischer Banken bei der Transformation des Bankensektors
Die Stabilisierung und Stärkung des heimischen Bankensystems durch ausländische Banken
Der Import von Bankwissen
Der Wettbewerbseffekt und die möglichen Folgen für die heimischen Banken
Die Mitwirkung ausländischer Banken bei der institutionellen und rechtlichen Ausgestaltung
2.2.4 Empirische Untersuchungen über den Einfluss ausländischer Banken in Mittel Osteuropa
Das Wettbewerbsargument
Das Kreditvergabeverhalten ausländischer Banken als Folge des Wettbewerbes
Die Privatisierung einheimischer Banken mit Hilfe strategischer Investoren aus dem Ausland
2.2.5 Fazit
3. Die Rolle ausländischen Kapitals bei der Transformation und Entwicklung des polnischen Bankensektors
3.1 Die politischen Rahmenbedingungen
Der Zeitraum von 1989 bis 1991
Der Zeitraum von 1991 bis 1993
Der Zeitraum von 1993 bis 1997
Der Zeitraum von 1997 bis 2001
Die Parlamentswahlen 2001
3.2 Das Engagement ausländischer Banken bei der Transformation des polnischen Bankensektors
3.2.1 Die Phase der Liberalisierung des polnischen Bankenmarktes von 1989 bis zur ersten Hälfte 1992
3.2.1.1 Die rechtliche und institutionelle Entwicklung
Das Nationalbankgesetz und das neue Bankgesetz
Das Gesetz über die Änderungen der Organisation und Tätigkeit im Genossenschaftsbankensektor
Die Novellierung des Bankgesetzes
Das Assoziierungsabkommen Polens mit der Europäischen Gemeinschaft
Die Novellierung des Bankengesetzes und des Zentralbankgesetzes
3.2.1.2 Die zugedachte Rolle der ausländischen Banken zu Beginn der Transformation
Die Tätigkeit ausländischer Banken in Form von Greenfieldinvestments
Die Bedeutung der ausländischen Banken in den Privatisierungsplänen der Regierung
3.2.1.3 Das erste Zwischenfazit
3.2.2 Die Phase der eingeschränkten Lizenzerteilung für ausländische Banken von der zweiten Hälfte 1992 bis zur ersten Hälfte des Jahres 1994
3.2.2.1 Rechtliche und institutionelle Entwicklung
Erlass der Richtlinie zur Bildung von Rückstellungen für Verluste aus dem Kreditgeschäft
Das Gesetz zur Sanierung von Banken und Unternehmen
3.2.2.2 Das Engagement des ausländischen Kapitals in der Phase der eingeschränkten Lizenzgewährung
Die restriktive Lizenzierungspolitik
Die positiven Erfahrungen des Engagements des ausländischen Kapitals bei der Privatisierung der WBK und BSK
3.2.2.3 Das zweite Zwischenfazit
3.2.3 Die Phase des bedingten Marktzutritts für ausländische Banken von Juni 1994 bis 1997
3.2.3.1 Die rechtliche und institutionelle Entwicklung
Das Gesetz zur Einführung von Buchhaltungsgrundsätzen
Das Gesetz zur Bildung des Einlagensicherungsfonds
Die Reformation des Zentralbankgesetzes und des Bankengesetzes
3.2.3.2 Das Engagement der ausländischen Banken in der Zeit der polnischen Bankenkonsolidierung
Das Gesetz zur Sanierung der Genossenschaftsbanken
Die Erteilung von Lizenzen an ausländische Banken unter Auflagen
Der Beginn der Konsolidierung seit Mitte 1994
3.2.3.3 Das dritte Zwischenfazit
3.2.4 Die beginnende Dominanz des polnischen Bankenmarktes durch ausländisches Kapital für die Zeit nach 1998
3.2.4.1 Die rechtliche und institutionelle Entwicklung
Die Folgen des OECD - Beitritts Polens
Die Neufassung des Bankgesetzes
3.2.4.2 Die geänderte Einstellung gegenüber ausländischer Banken
3.2.4.3 Das Vierte Zwischenfazit
3.3. Die Wettbewerbssituation im polnischen Bankensektor
3.3.1 Empirische Untersuchungen des Wettbewerbs auf dem polnischen Bankenmarkt
3.3.2 Der Ausbau des Servicenetzes - Ursache und Folge des gestiegenen Wettbewerbs
Das Filial- und Servicestützpunktnetz
Modernes Banking in Polen zur Erhöhung der Servicequalität
3.3.3 Die Expansion im Kreditgeschäft mit Hilfe ausländischer Banken als Folge des gestiegenen Wettbewerbs
3.3.4 Die Konsolidierung des polnischen Bankensektors ab 1998 als Folge des Wettbewerbs
3.4 Fazit
4. Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht die Rolle ausländischer Banken bei der Transformation des polnischen Bankensystems. Dabei wird analysiert, welchen Einfluss ausländisches Kapital auf den Wettbewerb, die Effizienz des Bankensektors sowie auf die Kreditvergabe an kleine und mittlere Unternehmen hat und inwieweit Befürchtungen hinsichtlich des Cherry-Pickings oder einer Vernachlässigung lokaler Kunden empirisch begründet sind.
Die Rolle ausländischer Banken bei der Transformation des Bankensektors
Gründe für das Engagement ausländischer Banken in Mittel-Osteuropa sind der gestiegene Handel zwischen den west- und den mittelosteuropäischen Ländern, die Zunahme der ausländischen Direktinvestitionen in diese Regionen und die zunehmende freie Konvertibilität der osteuropäischen Währungen zu Beginn der Transformation. Jedoch engagieren sich ausländische Banken nur, wenn sie auch komparative Vorteile in Bezug auf Kosten und Produktangebot gegenüber einheimischen Banken besitzen. Ein anderer Grund für ein Investment ausländischer Banken ist das Kunden-Folger-Motiv. In dieser Hinsicht sind die Transformationsländer besonders attraktiv, da die komparativen Vorteile aufgrund der Restrukturierungs- und Managementprobleme längerfristigen Bestand haben können (Bonin et al., 1998: S.57 ff.). Eine erfolgreiche Transformation und Restrukturierung durch Rekapitalisierung und Privatisierung sind aufgrund der Dimensionen der Probleme und des hohen Kapitalbedarfs ohne ausländische Banken nur sehr schwer möglich (Kager, 2003: S.94).
Die Vorort-Präsenz von ausländischen Banken regt westliche Firmen an, sich in den Transformationsländern niederzulassen. Diese Firmen finden dort Standards vor, die ihren gewohnten Heimatstandards entsprechen (Stepic, 2003: S. 84 f.). Durch die Integration in das europäische und weltweite Finanzsystem wird internationaler Handel durch internationale Außenhandelsfinanzierungen und internationale Projektfinanzierungen gefördert, was nach dem Zusammenbruch der traditionellen Handelsbeziehungen innerhalb des Rates der Gegenseitigen Wirtschaftshilfe (RGW) notwendig und wichtig für den Neuaufbau von Handelskontakten ist. Die Bedeutung ausländischer Banken geht also über die bloße Teilnahme an der Privatisierung hinaus. Die Effekte einer Marktöffnung in Mittel-Osteuropa haben eine andere Dimension als die angeführten Argumente unter 2.1. Eine Systemtransformation besitzt umfassenderen Charakter bei der Umstellung von Plan- auf Marktwirtschaft als die bloße Liberalisierung eines Bankenmarktes.
1. Einleitung: Diese Einleitung erläutert die zentrale Rolle ausländischen Kapitals bei der Transformation des polnischen Bankensystems und definiert den Fokus der Untersuchung auf Wettbewerb und Effizienz.
2. Die Transformation des Bankensektors: Dieses Kapitel beschreibt theoretisch die allgemeinen Auswirkungen ausländischer Banken auf heimische Märkte, einschließlich der Problematik fauler Kredite und notwendiger Restrukturierungsprozesse in Transformationsländern.
3. Die Rolle ausländischen Kapitals bei der Transformation und Entwicklung des polnischen Bankensektors: Der Hauptteil analysiert detailliert die politischen Rahmenbedingungen und Phasen der Transformation in Polen von 1989 bis 2001 unter besonderer Berücksichtigung des Markteintritts und Engagements ausländischer Institute.
4. Ausblick: Der Ausblick resümiert, dass Polen als erfolgreiches Beispiel für Transformation gilt, identifiziert aber Forschungsbedarf hinsichtlich länderübergreifender Studien und der speziellen Entwicklung des Genossenschaftsbankensektors.
Transformation, Bankensystem, ausländisches Kapital, Polen, Bankenprivatisierung, Markteintritt, Wettbewerb, Finanzintermediation, faule Kredite, Restrukturierung, Bankenaufsicht, Effizienz, Kreditvergabe, Transformationstheorie, Bankenmarkt
Die Arbeit untersucht die Transformation des polnischen Bankensystems unter dem spezifischen Einfluss von ausländischem Kapital und ausländischen Banken zwischen 1989 und 2001.
Die zentralen Felder umfassen die Systemtransformation von der Plan- zur Marktwirtschaft, die Auswirkungen des Markteintritts ausländischer Banken sowie die empirische Analyse von Wettbewerb und Effizienz im Bankensektor.
Ziel ist es, den positiven Effekt ausländischer Banken bei der Transformation des polnischen Bankensektors nachzuweisen und Bedenken gegenüber ausländischen Investoren empirisch zu prüfen.
Es handelt sich um eine theoretische und empirische Literaturarbeit, die existierende empirische Untersuchungen, Statistiken und nationale Transformationsprozesse auswertet.
Der Hauptteil behandelt die politischen Rahmenbedingungen sowie die verschiedenen Phasen der Liberalisierung und Konsolidierung des polnischen Bankensektors unter Berücksichtigung rechtlicher Neuerungen.
Transformation, polnisches Bankensystem, ausländisches Kapital, Privatisierung, Wettbewerb, Effizienz und Finanzintermediation sind die prägenden Begriffe.
Der Sektor wurde aufgrund seiner strategischen Bedeutung für die Landwirtschaft und seiner engen Verbindung zur politischen Lobby (PSL) von grundlegenden Reformen ausgeschlossen, was ihn zu einem besonderen Transformationsfall macht.
Sie dienten als Instrument zur Behebung von Wissensdefiziten, indem regionale polnische Banken mit namhaften westlichen Instituten zur Schulung und Prozessoptimierung zusammenarbeiteten.
Die Arbeit widerlegt das Cherry-Picking-Argument mit dem Hinweis, dass sich ausländische Banken zunehmend auch im Retailbanking und im Kreditgeschäft für kleine und mittlere Unternehmen engagieren.
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