Diplomarbeit, 2006
57 Seiten, Note: 2.0
1. EINLEITUNG: THEMEN, HINTERGRÜNDE, FRAGEN , THESEN
2. SUCHT ALS GESELLSCHAFTLICHES PROBLEM IM KONTEXT RAUSCH UND KRANKHEIT
2.1 Alkohol in seiner Bedeutung für die Gesellschaft
3. BEGRIFFSDEFINITIONEN ,MEDIZINISCH GESELLSCHAFTLICHER KONTEXT
3.1 Alkoholismus: Verlauf und Symptome
3.2 Stadien einer Suchtkarriere
3.2.1 Pseudoharmonie
3.2.2 Kritische Gewöhnung
3.2.3 Die Sucht
3.2.4 Abbau und Zusammenbruch
4. CO- ABHÄNGIGKEIT
4.1 Begriffsklärung: „Co- Abhängigkeit“, was ist das?
4.2 Symptome von Co-Abhängigkeit
4.3 Gefühls- Entfremdung , Angst und Wut
5. FAMILIE ALS SYSTEMISCHE GEMEINSCHAFT
5.1 „Niemand ist eine Insel“
5.2 Das „Mobile“ und die systemische Wechselwirkungen in der Familie
5.3 Dysfunktionalität in Familien: Offene und geschlossene Systeme
5.4 Rollenverteilung in Suchtfamilien und die Weitergabe an die nächste Generation
6. MISSBRAUCHSERFAHRUNGEN UND IHRE AUSWIRKUNGEN
7. SUCHTARBEIT: FORMEN UND MÖGLICHKEITEN
7.1 Selbsthilfegruppen
7.2 Beratungsstellen und die Grundsätze sozialer Arbeit
7.3 Arbeitsansätze: Sammlung praktischer Leitlinien
7.3.1 Eigene Möglichkeiten Co-Abhängigkeit zu beenden
7.3.2 Möglichkeiten professioneller Hilfen
8. PRÄVENTION: EINE SOZIALE NOTWENDIGKEIT
9. STELLUNGNAHME UND SCHLUSSFOLGERUNGEN
Diese Arbeit setzt sich aus einer sozialarbeiterischen Perspektive mit der Thematik Alkoholismus und Co-Abhängigkeit auseinander. Das primäre Ziel ist die Vertiefung theoretischer Kenntnisse sowie die Erweiterung von Handlungskompetenzen im Feld der Suchthilfe, wobei insbesondere die systemischen Wechselwirkungen in Alkoholikerfamilien und die Frage der Co-Abhängigkeit kritisch beleuchtet werden.
3.2 Stadien einer Suchtkarriere
Da Sucht und Co-Abhängigkeit eng miteinander verzahnt zu sein scheinen, werde ich im Folgenden, den theoretisch in vier Stadien gefassten Suchtverlauf näher erläutern.
Die Differenzierung der Trinkertypen nach Jellinek lasse ich unter diesem Punkt außen vor, da es mir hier vor allem darum geht zu zeigen, wie Alkohol allgemein Körper und Geist des Betroffenen zerstört.
3.2.1 Pseudoharmonie
Der Einstieg in eine „Alkoholkarriere“ lässt sich nur durch die subjektiv empfundenen positiven Reize für den Trinkenden erklären. Gerade für belastete Personen sind positive Effekte mit dem (gemeinschaftlichen) Alkoholkonsum verbunden:
Es findet eine scheinbare Entlastung von Problemen und von unangenehmen Gefühlen statt. Unter dem Einfluss von Alkohol lassen Ärger und Anspannung nach, wir werden Kontaktbereiter. Je nach Dosierung und individueller Reaktion stellen sich Gefühle von Harmonie und Euphorie ein, bis hin zum Rausch. Wer Minderwertigkeitsgefühle hat, erlebt ein gesteigertes Selbstwertgefühl. Das leitet über zur möglichen Entwicklung schon in diesem Anfangsstadium: Selbstüberschätzung und Größenwahn, Konfliktvermeidung im privaten und beruflichen Bereich, Vernachlässigung aktiver Freizeitgestaltung. Der Drogenkonsum geht vom gelegentlichen zum regelmäßigen Gebrauch über. Wir finden Zugang zu Gleichgesinnten, erfahren Anerkennung und Statusgewinn. Privat und beruflich entsteht eine Pseudoharmonie (H. Kolitzus 2004, S.39)
1. EINLEITUNG: THEMEN, HINTERGRÜNDE, FRAGEN , THESEN: Einführung in das Thema Alkoholismus und Co-Abhängigkeit unter sozialarbeiterischer Perspektive und Formulierung der leitenden Forschungsfragen.
2. SUCHT ALS GESELLSCHAFTLICHES PROBLEM IM KONTEXT RAUSCH UND KRANKHEIT: Analyse des gesellschaftlichen Umgangs mit Alkohol und dessen ambivalenter Rolle als Alltagsdroge.
3. BEGRIFFSDEFINITIONEN ,MEDIZINISCH GESELLSCHAFTLICHER KONTEXT: Klärung medizinischer Definitionen sowie Erläuterung der verschiedenen Stadien einer Suchtkarriere.
4. CO- ABHÄNGIGKEIT: Untersuchung der Entstehung, Symptome und psychosozialen Hintergründe von Co-Abhängigkeit bei Bezugspersonen.
5. FAMILIE ALS SYSTEMISCHE GEMEINSCHAFT: Betrachtung der Familie als System, in dem sich Suchtstrukturen verfestigen und Rollenmodelle auf die nächste Generation übertragen werden.
6. MISSBRAUCHSERFAHRUNGEN UND IHRE AUSWIRKUNGEN: Erörterung der Folgen von Gewalt und Missbrauch innerhalb von Suchtfamilien auf das Selbstwertgefühl und die Identität.
7. SUCHTARBEIT: FORMEN UND MÖGLICHKEITEN: Vorstellung praktischer Ansätze für die Sozialarbeit sowie Möglichkeiten der Selbsthilfe und Beratung für Angehörige.
8. PRÄVENTION: EINE SOZIALE NOTWENDIGKEIT: Darstellung präventiver Maßnahmen auf Primär- und Individualebene zur Reduktion von Alkoholmissbrauch.
9. STELLUNGNAHME UND SCHLUSSFOLGERUNGEN: Reflexion der eigenen Lernerfahrung und Zusammenfassung der Bedeutung einer systemischen Sichtweise für die professionelle Suchtarbeit.
Alkoholismus, Co-Abhängigkeit, Soziale Arbeit, Suchtfamilie, Systemtheorie, Empowerment, Suchtprävention, Rollenverteilung, Identitätsbildung, Missbrauchserfahrungen, Beratung, Selbsthilfe, Psychosoziale Gesundheit, Suchtkarriere, Systempflege.
Die Arbeit beleuchtet die wechselseitigen Abhängigkeiten zwischen Alkoholkranken und deren Angehörigen aus sozialarbeiterischer Sicht.
Die Schwerpunkte liegen auf der systemischen Betrachtung von Suchtfamilien, dem Phänomen der Co-Abhängigkeit und den Interventionsmöglichkeiten der Sozialen Arbeit.
Das Ziel ist, ein tieferes Verständnis für die Dynamiken in Suchtfamilien zu gewinnen und konkrete Ansätze für eine professionelle Beratung zu entwickeln, die über reine Symptombehandlung hinausgeht.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie der systemtheoretischen Betrachtung von Rollengefügen und Beratungsansätzen im Kontext der Sozialen Arbeit.
Im Hauptteil werden die Definition von Sucht und Co-Abhängigkeit, die Auswirkungen auf das Familiensystem, das Rollengefüge in Suchtfamilien sowie Interventionsmöglichkeiten detailliert analysiert.
Zentrale Begriffe sind Co-Abhängigkeit, systemische Familienarbeit, Empowerment, Suchtkarriere und psychosoziale Belastung.
Die Familie fungiert als System, das versucht, eine Homöostase aufrechtzuerhalten, wodurch Angehörige oft unfreiwillig zur Aufrechterhaltung der Sucht beitragen.
Die Autorin warnt vor einer einseitigen Pathologisierung und betont, dass Co-Abhängigkeit auch eine erlernte Reaktion auf prekäre soziale Bedingungen und systemische Zwänge darstellt.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

