Masterarbeit, 2007
56 Seiten, Note: 1,0
1. Prolog
2. Begriffe
2.1. Mikropolitik
2.1.1. zum Begriff des Politischen
2.1.2. Politik in / und Organisation
2.1.3. Macht
2.1.4. Mikropolitik nach Oswald Neuberger
2.1.5. Fazit: Mikropolitik als Dimension menschlichen Verhaltens in Organisationen
2.2. Wertschöpfung
2.2.1. zum Wertbegriff
2.2.2. betriebswirtschaftliche Wertschöpfungstheorien
2.2.3. Sozialkapital
2.2.4. Motivation
2.2.5. Fazit: der Beitrag mikropolitischen Handelns zur Wertschöpfung durch Organisationen
2.3. methodischer Fortgang der Untersuchung
3. mikropolitisches Verhalten und Motivation
3.1. Motivation
3.1.1. … ein soziales Konstrukt?
3.1.2. Dimensionen der Motivierung
3.1.3. Anschluss-, Leistungs- und Machtmotiv
3.1.4. Exkurs: zum Machtmotiv
3.2. Handlungsfelder der Personalentwicklung
3.2.1. Verhaltenskontrolle
3.2.2. Verhaltensentwicklung
3.2.3. Reflexion über Verhalten
3.3. Zusammenfassung
4. mikropolitisches Verhalten, Vertrauen und Loyalität
4.1. Vertrauen
4.1.1. Begriff des Vertrauens
4.1.2. Bedeutung für die Wertschöpfung
4.2. Loyalität
4.2.1. Begriff der Loyalität
4.2.2. Exkurs: Mitarbeiterbindung als Wertgröße des Personalmanagements
4.2.3. Bedeutung für die Wertschöpfung
4.3. Handlungsfelder der Personalentwicklung
4.3.1. Vertrauen entwickeln
4.3.2. Loyalität verstärken
4.4. Zusammenfassung
5. mikropolitisches Verhalten und Kommunikation
5.1. Wechselwirkungen zwischen Kommunikation und Organisation
5.2. besondere Problem- und Konfliktlagen
5.3.1. Mobbing
5.3.2. soziale Depression
5.4. Zusammenfassung
6. Zusammenfassung und Ausblick
6.1. Thesen
6.2. Perspektiven einer „mikropolitisch aufgeklärten Personalentwicklung“
6.3. Fazit
Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, die Mikropolitik aus ihrer oft negativen "Schmuddelecke" herauszuholen und ihre Rolle als Wertschöpfungsquelle innerhalb von Organisationen zu untersuchen. Die Forschungsfrage widmet sich dabei der notwendigen "mikropolitischen Aufklärung" der Wissenschaft von der Personalentwicklung, um durch das Verständnis von Macht, Interessen und sozialen Dynamiken produktivere Gestaltungsspielräume für Unternehmen zu identifizieren.
2.1.1. zum Begriff des Politischen
„Die Politik macht rau, pöbelhaft und stupid. Neid, Frechheit und Begehrlichkeit ist alles was sie lehrt. … Ich will nicht Politik. Ich will Sachlichkeit, Ordnung und Anstand.“ schrieb Thomas Mann. Unter Politik wird zunächst die Lenkung eines Staates, aber auch die Festlegung und Durchsetzung bestimmter Ziele von Regierungen, Parlamenten, Parteien, Organisationen verstanden. Verallgemeinernd verstehen wir unter ihr aber auch „klug berechnendes Verhalten“. Ähnlich der Duden, der Politik u. a. als berechnendes, zielgerichtetes Verhalten, Vorgehen versteht. Die politische Theorie des 20. Jahrhunderts sieht Politik als einen Prozess der „Machtbildung und Machtverteilung“.
Nun suchen wir aber nach der Bedeutung des „Politischen“. Was also ist das Gemeinsame von „großer“ Politik und ihrer „kleinen“ Schwester Mikropolitik, was beide aber gleichzeitig auch von anderen Begriffen unterscheidet und somit abgrenzt? Jörg Bogumil meint, dass unsere Vorstellung vom politischen Handeln weit gefasst sein soll, so „… dass alle Ausgleichs- und Aushandlungsprozesse in Organisationen als politische bezeichnet werden, auch wenn sie sich von spezifischen Aushandlungsprozessen im politischen System unterscheiden mögen.“
Das Politische ist also mit dem Versuch der Einflussnahme und des Interessenausgleichs verknüpft. Dies ist aber z. B. Führung auch. Wesentlich aus meiner Sicht ist, dass das Politische immer mit unterschiedlichen Interessen umgeht und diese als dynamisch und gestaltbar, weniger als statisch von Außen gesetzt begreift. Die politische Arena nimmt Interessen wahr, bündelt, verdrängt, modifiziert und manipuliert sie.
1. Prolog: Einleitende Betrachtung über die Unsicherheit und die Verantwortung des Einzelnen sowie eine erste Einordnung der Mikropolitik als soziale Vitalität.
2. Begriffe: Theoretische Fundierung und Definition der zentralen Konzepte Mikropolitik, Wertschöpfung, Sozialkapital und Motivation im organisationalen Kontext.
3. mikropolitisches Verhalten und Motivation: Untersuchung der Motivationsstrukturen des Individuums und wie diese das mikropolitische Handeln beeinflussen sowie Handlungsfelder für die Personalentwicklung.
4. mikropolitisches Verhalten, Vertrauen und Loyalität: Analyse von Vertrauen und Loyalität als Wertgrößen, die als Schmiermittel einer Organisation dienen und das Sozialkapital maßgeblich stützen.
5. mikropolitisches Verhalten und Kommunikation: Betrachtung der engen Verknüpfung von Kommunikation und Mikropolitik anhand kritischer Phänomene wie Mobbing und sozialer Depression.
6. Zusammenfassung und Ausblick: Thesenförmige Zusammenfassung der Erkenntnisse und Plädoyer für eine "mikropolitisch aufgeklärte Personalentwicklung".
Mikropolitik, Wertschöpfung, Personalentwicklung, Macht, Motivation, Sozialkapital, Vertrauen, Loyalität, Organisation, Kommunikation, Mobbing, soziale Depression, Führung, Machtmotiv, Interessenausgleich.
Die Masterarbeit befasst sich mit der Analyse mikropolitischer Verhaltensweisen in Organisationen und deren bisher meist unterschätztem Beitrag zur betrieblichen Wertschöpfung.
Die zentralen Themen sind Macht in Organisationen, die psychologischen Grundlagen menschlicher Motivation (Macht-, Leistungs- und Anschlussmotiv) sowie die Faktoren Vertrauen und Loyalität.
Ziel ist es, die Mikropolitik aus ihrer negativen Konnotation zu befreien und als ein notwendiges, wertschöpfungsrelevantes Element zu begreifen, das gezielt durch die Personalentwicklung gestaltet werden kann.
Es handelt sich um eine theoretische Untersuchung, die existierende organisationswissenschaftliche, psychologische und philosophische Konzepte verknüpft, um ein neues Verständnis für "mikropolitisch aufgeklärte Personalentwicklung" zu entwickeln.
Der Hauptteil analysiert die Wechselwirkungen zwischen mikropolitischem Handeln, individueller Motivationsstruktur und den Kommunikationsprozessen in Unternehmen, insbesondere im Kontext von Konflikten und Bindungsfaktoren.
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Mikropolitik, Sozialkapital, Machtmotiv, Wertschöpfung und die Rolle der Personalentwicklung als Gestalterin organisationaler Prozesse.
Der Autor sieht das Machtmotiv als besonders relevant an, da es nicht nur der Zielerreichung dient, sondern als intrinsische Antriebsquelle das mikropolitische Handeln "um seiner selbst willen" befeuert.
Die Personalentwicklung sollte die mikropolitische Einflusskompetenz der Mitarbeiter fördern, damit diese eigene Interessen selbstbewusst artikulieren können und so eine natürliche Resistenz gegen vergiftete Organisationskulturen entwickeln.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

