Diplomarbeit, 2006
84 Seiten, Note: 1,5
Die Diplomarbeit analysiert das Zusammenspiel von FDJ, SED und Zeitungen im Nomenklatursystem der DDR. Im Fokus steht die Repräsentanz der FDJ-Vorsitzenden in der "Jungen Welt" und der "Freien Presse" und welche Rolle die Medien im Prozess der Elitenbildung in der DDR spielten.
Die Arbeit beginnt mit einer Einleitung, die den Aufbau, die Quellenlage und den Forschungsgegenstand der Arbeit beleuchtet. Anschließend wird die Geschichte der FDJ von ihrer Gründung bis zu ihrem Niedergang im Zuge der DDR-Wende skizziert.
Kapitel III beleuchtet die Funktionen der FDJ, insbesondere ihre Bedeutung für die Eliterekrutierung in der DDR. Kapitel IV analysiert die politische Elite der DDR, das Nomenklatursystem und die Machtspitze. Kapitel V widmet sich dem Mediensystem der DDR, dem Wahrheitsmonopol der SED und dem Jugendpressesystem. In Kapitel VI werden die zentralen Erkenntnisse für die empirische Untersuchung zusammengefasst.
Der empirische Teil der Arbeit (Kapitel VII-IX) analysiert die Repräsentanz der FDJ-Vorsitzenden in der "Jungen Welt" und der "Freien Presse". Kapitel VIII beschreibt die Methodik der Inhaltsanalyse, während Kapitel IX die Ergebnisse der Untersuchung präsentiert. Kapitel X fasst die Ergebnisse anhand der Hypothesen zusammen.
Im Fazit (Kapitel XI) werden die Ergebnisse der Arbeit diskutiert und Rückschlüsse auf die Rolle der Medien im Prozess der Elitenbildung in der DDR gezogen. Die Arbeit schließt mit einer Tabellenübersicht, einer Liste der Abkürzungen und dem Quellenverzeichnis.
Die Arbeit beschäftigt sich mit den Schlüsselbegriffen FDJ, SED, Nomenklatursystem, DDR-Medien, Repräsentanz, Inhaltsanalyse, "Junge Welt", "Freie Presse", Elitenbildung, politische Karriere, Jugendthemen, Wahrheitsmonopol, Propaganda.
Die FDJ (Freie Deutsche Jugend) diente als wichtigstes "Kaderreservoir" der SED. Wer in der FDJ-Spitze erfolgreich war, wurde oft systematisch über das Nomenklatursystem für hohe Posten im Politbüro vorbereitet.
Über das "Wahrheitsmonopol" gab die SED Themen vor. Journalisten verstanden sich als "rechter Arm der Partei". Über wen berichtet wurde, hing maßgeblich von der Zugehörigkeit zum Politbüro ab.
In der "Jungen Welt" (FDJ-Zentralorgan) waren sie auf ca. 34 % der Titelseiten präsent. In der regionalen "Freien Presse" nur in etwa 11 % der Fälle, wobei hier fast nur Vorsitzende mit Politbüro-Posten (wie Honecker oder Krenz) erwähnt wurden.
Es war ein Verzeichnis von Schlüsselpositionen in Staat und Gesellschaft, deren Besetzung ausschließlich durch die SED genehmigt werden musste, um die politische Kontrolle sicherzustellen.
Ja, die Untersuchung zeigt, dass die Medienberichterstattung oft an den Interessen der Jugendlichen vorbeiging und stattdessen die Selbstdarstellung der Funktionäre in den Vordergrund stellte.
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