Diplomarbeit, 1997
159 Seiten, Note: 1,0
1 GRUNDLEGUNG: ZUR STELLUNG, MOTIVATION, FRAGESTELLUNG UND METHODISCHEN VORGEHENSWEISE
2 DIE ZENTRALEN BEGRIFFE AUTONOMIE UND SELBSTWERT
2.1 Autonomie
2.1.1 Etymologie: Herkunft und Bedeutung des Begriffs der Autonomie
2.1.2 Philosophische und Anthropologische Bedingungen der Autonomie
2.1.3 Soziologische Theorien
2.1.4 Der Autonomiebegriff bei Sallinger
2.1.5 Zur Fokussierung der Autonomie auf unterschiedlichen Ebenen
2.1.6 Synthese: Modell der Autonomie auf verschiedenen Organisationsstufen
2.2 Selbstwert
2.2.1 Selbstwertbegriffe
2.2.1.1 Vielfalt der Selbstbegriffe
2.2.1.2 Selbstwertgefühl
2.2.1.3 Selbsttheorie
2.2.1.4 Selbstkonzept
2.2.1.4.1 Menschen als Konstrukteure ihres Wissens
2.2.1.4.2 Quellen selbstbezogenen Wissens
2.2.1.4.3 Prinzipien der Verarbeitung selbstbezogenen Wissens
2.2.1.4.4 Naive Handlungstheorie
2.2.1.5 Therapeutischer Ansatz des Selbstwerts
2.2.2 Synthese: Selbstwert als kognitiv-emotionales Schema mit praktischer Anwendbarkeit
3 SELBSTWERT IM KONTEXT VON ARBEIT UND BERUF
3.1 Der Stellenwert von Arbeit und Beruf für die Person
3.2 Der Selbstwert in seiner beruflichen Dimension: Die Ansätze von Super und Korman
3.3 Vergleich der Ansätze von Super und Korman
3.4 Die Bedeutung des Selbstwertkonzepts für die betriebliche Weiterbildung
4 VORSTELLUNGEN, ANSÄTZE, THEORIEN ZUM ERWERB VON SELBSTWERT UND AUTONOMIE
4.1 Identitätstheoretischer Ansatz
4.1.1 Die Bedeutung von Selbstwert und Autonomie im Rahmen des identitätstheoretischen Ansatzes
4.1.1.1 Autonomie im identitätstheoretischen Ansatz
4.1.1.2 Selbstwert im identitätstheoretischen Ansatz
4.1.2 Möglichkeiten des Erwerbs von Selbstwert und Autonomie
4.1.3 Grenzen und Kritik der Möglichkeiten von Selbstwert und Autonomie im identitätstheoretischen Ansatz
4.1.3.1 Kritik des identitätstheoretischen Ansatzes
4.1.3.2 Gesellschaftliche und wirtschaftliche Bedingungen als Grenzen des lebensweltorientierten, identitätstheoretischen Ansatzes
4.1.3.3 Grenzen der Autonomie im identitätstheoretischen Ansatz
4.1.3.4 Kritik des Selbstwerts im identitätstheoretischen Ansatz
4.1.4 Konsequenzen der identitätstheoretischen Sichtweise für eine betriebliche Weiterbildung
4.2 Technologischer Ansatz
4.2.1 Schlüsselqualifikationen
4.2.1.1 Historische Entwicklung des Begriffs
4.2.1.2 Kritik am Konzept der Schlüsselqualifikationen
4.2.2 Betriebswirtschaftlich - unternehmerische Aspekte: Personalentwicklung in der Unternehmenskultur
4.2.2.1 Unterschiedliche Vorstellungen von der Unternehmenskultur
4.2.2.2 Personalentwicklung und betriebliche Weiterbildung in der Unternehmenskultur
4.2.2.3 Betriebliche Subkulturen als Ausdruck der Mitgestaltungsmöglichkeiten innerhalb von Unternehmen
4.2.3 Selbstwert und Autonomie im Rahmen von technologischen und Personalentwicklungsansätzen
4.2.3.1 Personalentwicklung nach humanistischen, subjektorientierten Ansätzen
4.2.3.2 Berufliche Autonomie als ein dialektisch-geschichtlicher Entwicklungsprozeß von Menschen und Organisationen
4.2.3.3 Selbstreflexion in der Personalentwicklung
4.2.3.4 Thematisierung der Macht in Unternehmen
4.2.3.5 Zur Mitwirkungsfähigkeit der Mitarbeiter
4.2.3.6 Selbstmanagement als Maßnahme subjektorientierter Personalentwicklung
4.2.3.7 Intrapreneurship
4.2.4 Grenzen und Kritik der Möglichkeiten von Selbstwert und Autonomie im technologischen Ansatz
4.3 Zusammenfassender Vergleich der Ansätze
5 ABSCHLIEßENDE BETRACHTUNG: SELBSTWERT UND AUTONOMIE IM GESELLSCHAFTLICHEN FOKUS
Die Arbeit untersucht, ob und wie Persönlichkeitsmerkmale wie Selbstwert und Autonomie durch Bildungsprozesse gefördert werden können, insbesondere vor dem Hintergrund hoher Arbeitslosigkeit und der Notwendigkeit einer unternehmerischen Selbstständigkeit. Die zentrale Forschungsfrage ist, inwieweit andragogische Maßnahmen im Kontext betrieblicher Weiterbildung dazu beitragen können, Individuen zu einem Unternehmertum zu ermutigen und zu befähigen.
2.1.1 Etymologie: Herkunft und Bedeutung des Begriffs der Autonomie
Das Wort Autonomie stammt aus dem Griechischen: <
Der Begriff der Autonomie entstand in der griechischen Antike und bezeichnet „´das Recht sich selbst Gesetze zu geben`, allgemeiner: ´das Recht, nach eigenem Gesetz zu leben`. So hat ihn Cicero verstanden, wenn er über die griechischen Städte seiner Provinz...schreibt: ´Alle haben ihre eigenen Gerichte und leben nach ihren eigenen Gesetzen. Im Besitz der Autonomie sind sie wieder aufgelebt`“(v.Ungern-Sternberg 1990,S.9). Im antiken Griechenland war damit in erster Linie die Unabhängigkeit und das Verlangen nach Selbständigkeit der Bundesgenossen Athens gemeint. Autonomie war also zunächst ein juristischer und politischer Begriff. Es ging um eigene Gerichtsbarkeit, die Selbstbestimmung eigener Gesetze, eine eigene Rechtsordnung und Verwaltung und um „schlechthin die Fähigkeit, die eigenen Angelegenheiten selbst zu regeln“ (ebd.,S.14), vergleichbar mit dem heutigen Prinzip der „Gemeindeautonomie“.
1 GRUNDLEGUNG: ZUR STELLUNG, MOTIVATION, FRAGESTELLUNG UND METHODISCHEN VORGEHENSWEISE: Die Einleitung erläutert die Forschungsfrage, ob Selbstständigkeit durch Bildung erworben werden kann, und führt in die zwei zentralen theoretischen Ansätze (identitätstheoretisch und technologisch) ein.
2 DIE ZENTRALEN BEGRIFFE AUTONOMIE UND SELBSTWERT: Dieses Kapitel definiert und analysiert die Konzepte Autonomie und Selbstwert umfassend aus verschiedenen wissenschaftlichen Perspektiven und erarbeitet ein Modell für deren betriebliche Anwendung.
3 SELBSTWERT IM KONTEXT VON ARBEIT UND BERUF: Der Fokus liegt hier auf der Bedeutung von Arbeit für das menschliche Selbstverständnis und der spezifischen Anwendung von Selbstwertkonzepten auf die betriebliche Personalentwicklung.
4 VORSTELLUNGEN, ANSÄTZE, THEORIEN ZUM ERWERB VON SELBSTWERT UND AUTONOMIE: Hier werden der identitätstheoretische und der technologische Ansatz detailliert gegenübergestellt, kritisch beleuchtet und ihre Konsequenzen für die betriebliche Weiterbildung abgeleitet.
5 ABSCHLIEßENDE BETRACHTUNG: SELBSTWERT UND AUTONOMIE IM GESELLSCHAFTLICHEN FOKUS: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bettet die Untersuchung in einen größeren gesellschaftlichen und ethischen Rahmen ein.
Autonomie, Selbstwert, betriebliche Weiterbildung, Erwachsenenbildung, Identität, Personalentwicklung, Selbstkonzept, Arbeit, Unternehmenskultur, Handlungsspielraum, Identitätstheoretischer Ansatz, Technologischer Ansatz, Selbstmanagement, Machtstrukturen, Mitwirkungsfähigkeit.
Die Diplomarbeit untersucht die Möglichkeiten und Grenzen des Erwerbs von Selbstwert und Autonomie innerhalb der betrieblichen Weiterbildung, wobei sie diese Begriffe als zentrale Bedingungen für ein eigenverantwortliches und selbstbestimmtes Handeln im Berufsleben identifiziert.
Die zentralen Themen umfassen die theoretische Fundierung von Autonomie und Selbstwert, deren Bedeutung für die berufliche Tätigkeit, sowie verschiedene andragogische Ansätze (identitätstheoretisch vs. technologisch) zur Förderung dieser Merkmale in Unternehmen.
Ziel ist es aufzuzeigen, wie betriebliche Weiterbildung über die reine Qualifizierung hinaus dazu beitragen kann, das Selbstverständnis von Mitarbeitern zu stärken und ihnen größere Handlungsspielräume für eine sinnvolle Selbstgestaltung zu eröffnen.
Es handelt sich um ein hermeneutisches Vorgehen, bei dem aktuelle berufliche Praxissituationen aus der Perspektive aktueller pädagogischer Theorien und interdisziplinärer Ansätze (u.a. Kognitionspsychologie, Soziologie) analysiert werden.
Der Hauptteil analysiert detailliert zwei andragogische Ansätze: den identitätstheoretischen Ansatz, der die Person und ihre biographische Entwicklung in den Mittelpunkt stellt, und den technologischen Ansatz, der betriebswirtschaftliche Aspekte und Qualifizierung betont.
Die zentralen Begriffe sind Autonomie, Selbstwert, betriebliche Weiterbildung, Identität, Personalentwicklung, Unternehmenskultur und Handlungskompetenz.
Der "Kern des Ich" wird als relativ stabile, körperlich-emotionale und geistig-kognitive Zone des Menschen beschrieben, aus der die Energie für autonomes Fühlen und Handeln geschöpft wird, und die in Bildungsprozessen gestärkt werden soll.
Macht in Unternehmen wird als allgegenwärtig angesehen, wobei die Arbeit an diesem Thema und die Aushandlung von Handlungsspielräumen als entscheidende Voraussetzung für die Entfaltung von Autonomie und eine kooperative Unternehmenskultur gilt.
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