Diplomarbeit, 2007
106 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Grundlagen zur Einführung der Anreizregulierung
2.1. Der Sonderweg der Regulierung des deutschen Stromnetzes
2.2. Marktversagen infolge von natürlichen Monopolen
2.3. Wirtschaftspolitische Eingriffsmöglichkeiten bei natürlichen Monopolen
2.3.1. Renditeregulierung
2.3.2. Anreizregulierung
2.3.2.1. Praktische Anwendungen von Anreizregulierungssystemen
2.3.2.2. Empirische Studien zu Anreizregulierungssystemen
2.4. Das Anreizregulierungskonzept der BNetzA
2.4.1. Ziele der Anreizregulierung
2.4.2. Das Gesamtkonzept der BNetzA
2.4.3. Der Entwicklungsprozess des Konzepts
2.4.4. Ungelöste Probleme innerhalb des Konzepts
2.4.5. Ausblick auf zukünftige Regulierungsperioden
3. Die Versorgungsqualität im Konzept der BNetzA
4. Die Problematik des Investitionsverhaltens
4.1. Die Behandlung des Kapitalbestandes
4.1.1. Die Berücksichtigung der Kapitalkosten im Benchmarking
4.1.1.1. Vorschläge der BNetzA
4.1.1.2. Internationale Erfahrungen
4.1.1.3. Bewertung der Vorschläge der BNetzA
4.1.2. Gewährleistung einer Mindestrendite
4.1.2.1. Vorschläge der BNetzA
4.1.2.2. Internationale Erfahrungen
4.1.2.3. Bewertung der Vorschläge der BNetzA
4.2. Die Berücksichtigung der Ersatzinvestitionen
4.2.1. Exkurs: Investitionsbudgets
4.2.2. Vorschläge der BNetzA
4.2.3. Internationale Erfahrungen
4.2.4. Bewertung der Vorschläge der BNetzA
4.3. Die Berücksichtigung der Erweiterungsinvestitionen
4.3.1. Internationale Erfahrungen
4.3.2. Vorschläge der BnetzA für Verteilnetzbetreiber
4.3.3. Bewertung der Vorschläge der BNetzA
4.3.4. Vorschläge der BNetzA für Übertragungsnetzbetreiber
4.3.5. Bewertung der Vorschläge der BNetzA
4.4. Zwischenfazit
5. System der Qualitätsregulierung
5.1. Die Mechanismen der Qualitätsregulierung
5.1.1. Veröffentlichung
5.1.2. Mindeststandards
5.1.3. Qualitäts-Anreizsystem
5.1.4. Integration der Qualität ins Benchmarking
5.2. Probleme der Qualitätsregulierung
5.2.1. Die Verwendung von Kennzahlen
5.2.2. Messung des aktuellen Qualitätsniveaus
5.2.3. Messung der Kundennachfrage nach Versorgungsqualität
5.2.4. Die Kostenfunktion der Unternehmen
5.2.5. Das Problem der Hysterese
5.2.6. Behandlung der Übertragungsnetzbetreiber
5.3. Vorschläge der BNetzA zu einer Qualitätsregulierung
5.4. Internationale Erfahrungen
5.5. Bewertung der Vorschläge
5.6. Zwischenfazit
6. Zusammenfassung und Ausblick
Die Arbeit untersucht, ob das Anreizregulierungskonzept der Bundesnetzagentur (BNetzA) einen ausgewogenen Mittelweg zwischen notwendiger produktiver Effizienz und der Aufrechterhaltung einer qualitativ hochwertigen Stromversorgung ermöglicht. Die zentrale Forschungsfrage fokussiert darauf, ob das Investitionsverhalten und die Versorgungsqualität im BNetzA-Bericht hinreichend berücksichtigt wurden, um sowohl Verzerrungen bei Investitionen zu vermeiden als auch eine volkswirtschaftlich optimale Versorgungsqualität zu gewährleisten.
4.1. Die Behandlung des Kapitalbestandes
In den folgenden Abschnitten wird untersucht, wie Investitionen, die schon vor der ersten Regulierungsperiode getätigt wurden, in dem Konzept der BNetzA berücksichtigt werden. Es gibt zwei zentrale Themenbereiche, die für den Faktoreinsatz am relevantesten sind:
Die Berücksichtigung der Kapitalkosten im Benchmarking.
Gewährleistung einer Mindestrendite für den Kapitalbestand.
Die in diesen Themenbereichen behandelten Investitionen beeinflussen zwar nicht mehr direkt das zukünftige Qualitätsniveau, aber die Behandlung der getätigten Investitionen beeinflusst maßgeblich das zukünftige Investitionsverhalten und die Inputfaktorwahl. Von daher bedürfen sie genauer Betrachtung bei einer Untersuchung über die Versorgungsqualität.
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die zunehmende Bedeutung von Anreizregulierungssystemen für Netzsektoren weltweit und stellt das Ziel der Arbeit vor: Die Bewertung des BNetzA-Konzepts hinsichtlich eines optimalen Verhältnisses von Effizienz und Versorgungsqualität.
2. Grundlagen zur Einführung der Anreizregulierung: Dieses Kapitel erläutert den historischen Hintergrund und die theoretischen Grundlagen der Regulierung natürlicher Monopole sowie das spezifische Gesamtkonzept der Bundesnetzagentur.
3. Die Versorgungsqualität im Konzept der BNetzA: Hier wird der Begriff der Versorgungsqualität definiert und die Interaktion zwischen Betriebskosten, Investitionen und der Qualität der Stromversorgung thematisiert.
4. Die Problematik des Investitionsverhaltens: Das Kapitel analysiert, wie sich Investitionen in Netze (Ersatz- und Erweiterungsinvestitionen) unter der Anreizregulierung verhalten und welche steuernden Maßnahmen die BNetzA hierfür vorsieht.
5. System der Qualitätsregulierung: Diese Sektion untersucht die Mechanismen zur Regulierung des Outputs "Versorgungsqualität", inklusive der theoretischen Grundlagen, Probleme wie das Hysterese-Phänomen und internationale Praxisbeispiele.
6. Zusammenfassung und Ausblick: Das Fazit fasst die Ergebnisse der Untersuchung zusammen und bewertet die Eignung des BNetzA-Konzepts für das Investitionsverhalten und die Versorgungsqualität in Deutschland.
Anreizregulierung, Bundesnetzagentur, Stromnetze, Versorgungsqualität, Investitionsverhalten, Benchmarking, Renditeregulierung, natürliche Monopole, Erlösobergrenze, Investitionsbudgets, Qualitätssicherung, Produktivität, Kapitalintensität, Netzzuverlässigkeit, Effizienzsteigerung
Die Arbeit analysiert das Konzept der Bundesnetzagentur zur Anreizregulierung im deutschen Stromnetzsektor unter besonderer Berücksichtigung des Investitionsverhaltens der Netzbetreiber und der Sicherung der Versorgungsqualität.
Zentral sind die theoretischen Grundlagen der Regulierung, die Instrumente der Inputregulierung (Investitionen) und der Outputregulierung (Qualitätsregulierung) sowie internationale Vergleichsbeispiele.
Das Ziel ist zu prüfen, ob das BNetzA-Konzept geeignet ist, einen volkswirtschaftlich optimalen Ausgleich zwischen kosteneffizientem Netzbetrieb und hoher Versorgungssicherheit zu schaffen.
Es werden eine theoretische Analyse der Regulierungsansätze, ein Vergleich mit internationalen Praxisbeispielen sowie eine Auswertung von Stellungnahmen betroffener Wirtschaftskreise kombiniert.
Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der Investitionsproblematik (Kapitalbestandsbehandlung, Ersatz- und Erweiterungsinvestitionen) und eine detaillierte Analyse der Qualitätsregulierung, inklusive derer Mechanismen und Probleme wie der Hysterese.
Wesentliche Begriffe sind Anreizregulierung, Benchmarking, Investitionsbudgets, Erlösobergrenze und Netzzuverlässigkeit.
Das Hysterese-Problem beschreibt, dass Einsparungen bei Instandhaltung oder Investitionen erst zeitversetzt zu einer Verschlechterung der Versorgungsqualität führen, was Anreize für kurzfristige Profitmaximierung zu Lasten der langfristigen Netzstabilität schaffen kann.
Aufgrund der grenzüberschreitenden Auswirkungen von Ausfällen im Transportnetz sind Standard-Anreizmechanismen für Verteilnetze hier oft nicht direkt anwendbar, weshalb das Konzept der BNetzA hier spezifische Anpassungen wie Investitionsbudgets vorsieht.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

