Bachelorarbeit, 2002
67 Seiten, Note: 1.7
1 Einführung
1.1 Allgemeines
1.2 Zielsetzung
2 Bestandsaufnahme: Digitales Fernsehen in Deutschland
2.1 Was ist digitales Fernsehen?
2.2 Entwicklung des digitalen Fernsehens in Deutschland
2.2.1 Die Marktentwicklung bis heute
2.2.2 Der Kabelmarkt in Deutschland
2.3 Entwicklung des digitalen Fernsehens im Ausland
2.3.1 Frankreich
2.3.2 Großbritannien
2.3.3 Italien
2.3.4 Spanien
2.3.5 USA
3 Technische Entwicklung
3.1 Die digitale Übertragung
3.1.1 Digitale vs. Analoge Bildsignale
3.1.2 Der MPEG-2 Standard
3.2 Verbreitungswege
3.2.1 Kabel
3.2.2 Satellit
3.2.3 Terrestrisch
3.2.4 Andere Verbreitungswege
3.3 Decoder / Set-Top-Boxen
3.3.1 Multimedia Home Plattform
3.3.2 Application Programming Interface
3.3.3 Conditional Access
3.3.4 Simulcrypt contra Common Interface
3.3.5 Electronic Program Guide
4 Medienausstattung und Mediennutzung
4.1 Ausstattung der deutschen Haushalte
4.2 Nutzungspräferenzen des Publikums
4.3 Medienbudget
5 Wirtschaftliche Rahmenbedingungen des digitalen Fernsehens
5.1 Finanzierungs- und Marktpotenziale
5.2 Wettbewerbspotenziale
6 Medienpolitische und rechtliche Rahmenbedingungen
6.1 Konvergenz von Rundfunk und Telekommunikation
6.2 Probleme der Gesetzgebungskompetenzen
7 Zusammenfassung und Perspektiven
Die Arbeit analysiert die technische, wirtschaftliche und rechtliche Entwicklung des digitalen Fernsehens in Deutschland im Vergleich zu internationalen Märkten. Ziel ist es, auf Basis der Marktlage bis Mitte 2002 die Verbreitungsmöglichkeiten zu prognostizieren und Barrieren für die Massenmarkteinführung zu identifizieren.
2.1 Was ist digitales Fernsehen?
Grundsätzlich handelt es sich beim digitalen Fernsehen um eine neue Übertragungsart, wie sie schon bei Mobiltelefonen und Computern üblich ist. TV-Programme wurden bisher als elektromagnetische Wellen übermittelt, also analog. In der digitalen Technik werden alle Daten als Folge von Nullen und Einsen (Bits) dargestellt und komprimiert übertragen. Diese verschlüsselten Daten werden anschließend von einer sogenannten Set-Top-Box – das ist ein zusätzliches Empfangsgerät – entschlüsselt und wieder in analoge Signale umgewandelt, so dass sie vom normalen Fernsehgerät erkennbar sind.
Aufgrund dieser Datenkompression können wesentlich mehr Programme in besserer Bildqualität übertragen werden. Es gibt mehr thematische Kanäle, die den Bedürfnissen der Zuschauer angepasst sind. Zusatzdienste wie z.B. der Electronic Programm Guide (EPG) – eine aktualisierte Ergänzung zu den gedruckten Programmzeitschriften – leiten den Zuschauer durch das Programmdickicht.
Des weiteren lassen sich verschiedene digitale Dienste kombinieren, die einen Rückkanal zwischen Zuschauern und Diensteanbietern voraussetzen. Beispielsweise ist es möglich, während der Übertragung eines Spielfilms Hintergrundinformationen wie Besetzungsliste, Filmkritiken oder Starportraits abzurufen. Einige Anbieter digitalen Fernsehens erlauben sogar die Wahl der Kameraperspektive. Bei einem Sportereignis, wie z.B. einem Formel-1-Rennen, kann der Zuschauer dann entscheiden, ob er den Führenden des Rennens, das Verfolgerfeld oder vielleicht das Geschehen in der Box beobachten möchte.
1 Einführung: Erläuterung der Bedeutung der Digitalisierung für die zukünftige Mediennutzung und die Festlegung des Untersuchungsrahmens dieser Bachelor Thesis.
2 Bestandsaufnahme: Digitales Fernsehen in Deutschland: Detaillierte Betrachtung der Marktentwicklung, der technischen Grundlagen und eines internationalen Ländervergleichs hinsichtlich der Digitalisierungsfortschritte.
3 Technische Entwicklung: Analyse der digitalen Übertragungsverfahren, der verschiedenen Verbreitungswege wie Kabel, Satellit und Terrestrik sowie der Bedeutung von Set-Top-Boxen und Navigationssystemen.
4 Medienausstattung und Mediennutzung: Untersuchung der technischen Ausstattung deutscher Haushalte sowie der sich verändernden Präferenzen und des Medienbudgets der Rezipienten.
5 Wirtschaftliche Rahmenbedingungen des digitalen Fernsehens: Analyse der Investitionsrisiken, der Finanzierungsmöglichkeiten durch Werbung oder Abonnements sowie der Wettbewerbssituation auf dem Vermarktungsmarkt.
6 Medienpolitische und rechtliche Rahmenbedingungen: Erörterung der regulatorischen Herausforderungen, insbesondere im Kontext von Konvergenz, Jugendschutz und Gesetzgebungskompetenzen zwischen Bund und Ländern.
7 Zusammenfassung und Perspektiven: Fazit zur aktuellen Lage und Ausblick auf die notwendigen technischen und politischen Schritte zur Etablierung des digitalen Fernsehens als Massenmarkt.
Digitales Fernsehen, DVB, Set-Top-Box, Kabelnetz, Satellit, DVB-T, MHP, Pay-TV, Konvergenz, Multimedia, Rundfunkstaatsvertrag, Multiplex, EPG, Breitband, Marktdurchdringung
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Entwicklung, den technischen Grundlagen und den Rahmenbedingungen des digitalen Fernsehens in Deutschland bis zum Jahr 2002.
Im Fokus stehen die Marktentwicklung, technische Verbreitungswege (Kabel, Satellit, Terrestrik), die Nutzer- und Medienausstattung sowie die wirtschaftlichen und medienrechtlichen Aspekte.
Das Ziel ist es, den Status quo der digitalen Fernsehentwicklung in Deutschland zu erfassen, Probleme der Markteinführung zu benennen und Perspektiven für die Zukunft zu formulieren.
Die Autorin führte eine Bestandsaufnahme auf Basis von Internet-Recherchen, Zeitungsartikeln und Fachliteratur durch, um die aktuelle Situation und die Prognosen zu analysieren.
Der Hauptteil gliedert sich in technische Grundlagen (Übertragungsstandards), die Analyse des Kabelmarktes und der internationalen Entwicklung, die Auswertung von Nutzungsdaten sowie die wirtschaftliche und regulatorische Bewertung.
Wichtige Begriffe sind Digitales Fernsehen, DVB, Set-Top-Box, Kabelnetz, Pay-TV, MHP, Konvergenz und medienrechtliche Rahmenbedingungen.
Die Telekom verfügte über eine marktbeherrschende Stellung bei den Kabelnetzen, was lange Zeit als Blockade für den Wettbewerb und die technische Aufrüstung sowie die Verbreitung digitaler Angebote wahrgenommen wurde.
MHP soll als herstellerübergreifender Standard für Set-Top-Boxen dienen, um Interoperabilität zu gewährleisten und die Integration von TV, Internet und interaktiven Diensten zu ermöglichen.
Es dient dazu, verschiedene Pay-TV-Pakete mit unterschiedlichen Verschlüsselungssystemen mit nur einer einzigen Set-Top-Box empfangen zu können, um dem Kunden die Anschaffung mehrerer Geräte zu ersparen.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

