Diplomarbeit, 2007
106 Seiten, Note: 2,3
1 Problemstellung und Zielsetzung
2 Begriffsbestimmungen und rechtliche Rahmenbedingungen
2.1 Definition „Finanzstandort Deutschland“
2.2 Der Begriff der Dienstleistung und der Finanzdienstleistung
2.2.1 Dienstleistungsbegriff
2.2.2 Finanzdienstleistungsbegriff
2.3 Der Begriff des „Family Office“
2.3.1 Historie
2.3.2 Inhaltliche Definition
2.3.3 Typen des Family Office
2.4 Rechtliche Rahmenbedingungen
3 Die Produktinhalte der Dienstleistung Family Office
3.1 Vermögensverwaltung
3.2 Vermögens-Controlling und -Reporting
3.3 Nachfolgeplanung und optimierter Vermögensübergang
3.4 Steuerliche Optimierung
3.5 Einbeziehung der betrieblichen Seite des Familienvermögens
4 Anzahl und Vermögensvolumen der Zielkunden in Deutschland
4.1 Kundensegmentierung im deutschen Vermögensberatungsmarkt
4.2 Überprüfung der Segmentgrenzen auf innere Konsistenz
4.3 Anzahl der Zielkunden und zugehöriger Vermögenshöhe in Deutschland
5 Anbieterstruktur im untersuchten Marktsegment
5.1 Sparkassen, Groß- und Genossenschaftsbanken
5.2 Privatbanken
5.3 Nichtbanken
5.4 Wettbewerbssituation und aktuelle Markttrends
6 Methoden der Qualitätsbewertung der Family Office-Dienstleistung
6.1 Definition der Begriffe Qualität und Dienstleistungsqualität
6.2 Der Begriff der Kundenzufriedenheit
6.3 Methoden der Bewertung
6.3.1 Einführung
6.3.2 Multiattributive Qualitätsmessung / SERVQUAL
6.3.3 Integrierte Qualitätsmessung
6.3.4 Penalty-Reward-Faktoren-Ansatz
6.3.5 Ereignisorientierte Verfahren der Qualitätsmessung
6.4 Bewertung des Family Office-Angebotes durch Abgleich von Anforderungsprofil und Dienstleistungsinhalt
6.4.1 Das Anforderungsprofil der Vermögensinhaber
6.4.2 Dienstleistungsinhalt der Family Office-Anbieter
6.4.3 Abgleich von Anforderungsprofil und Dienstleistungsinhalt
7 Schlussbetrachtung und Ausblick
7.1 Schlussbetrachtung
7.2 Ausblick
Die Diplomarbeit untersucht die aktuelle Entwicklung des deutschen Marktes für Family Office-Dienstleistungen. Das Ziel besteht darin, Handlungsoptionen für Anbieter zur Wachstumsgenerierung zu identifizieren und mittels eines kundenfokussierten Ansatzes zu prüfen, ob und durch welche Instrumente eine wirksame Wettbewerbsabgrenzung im wettbewerbsintensiven Umfeld möglich ist.
2.3.1 Historie
Auch wenn der Begriff des Family Office aktuell oft eher mit dem amerikanischen Wirtschaftsraum in Verbindung gebracht wird, fußt diese Dienstleistung doch historisch in Europa und dem fernen Orient. Hausmeier bzw. gatekeeper fungierten als Schnittstelle zwischen Adelshaus und externen Dienstleistern und Lieferanten. Später im Zeitalter des Merkantilismus gründeten dann wohlhabende Handelsfamilien die ersten Privatbanken zur Verwaltung des eigenen Vermögens. Die erste Erwähnung des Begriffes Family Offices findet sich dann im Zusammenhang mit der Eigenvermögensverwaltung der Familie Morgan, dem „House of Morgan“, einem typischen Single Family Offices, das sich später durch den Anschluss der Familien Vanderbild, Guggenheim und Du Pont zu einem der ersten familiengeführten Multi Family Offices entwickelte.
Die Verwaltung großer Vermögen splittete sich in der Folge auf in die Verwaltung durch Fremdanbieter, wie z.B. durch mittlerweile für Kunden geöffnete Privatbanken, und familiengeführte Family Offices. In den USA existieren derzeit ca. 3.500 und in Europa 200 dieser letztgenannten formellen Family Offices. Über, von außen nicht direkt erkennbare, so genannte informell-strukturierte Family Offices liegen naturgemäß keine Zahlen vor. Es ist aber davon auszugehen, dass deren Anzahl über der Zahl der formellen Family Offices liegt.
1 Problemstellung und Zielsetzung: Einleitung in den deutschen Markt für Family Office-Dienstleistungen und Darlegung der Forschungsziele zur Wettbewerbsabgrenzung.
2 Begriffsbestimmungen und rechtliche Rahmenbedingungen: Klärung der Grundbegriffe sowie der regulatorischen Anforderungen, denen Family Offices bei der Vermögensverwaltung unterliegen.
3 Die Produktinhalte der Dienstleistung Family Office: Detaillierte Betrachtung der Kernleistungen wie Vermögensverwaltung, Controlling und Nachfolgeplanung.
4 Anzahl und Vermögensvolumen der Zielkunden in Deutschland: Analyse der Marktsegmentierung und Einschätzung der Zielgruppenkapazitäten in Deutschland.
5 Anbieterstruktur im untersuchten Marktsegment: Untersuchung der Rollen von Banken und Nichtbanken im deutschen Family Office-Markt sowie aktueller Markttrends.
6 Methoden der Qualitätsbewertung der Family Office-Dienstleistung: Darstellung von Verfahren zur Messung von Qualität und Kundenzufriedenheit sowie ein Abgleich von Kundenerwartungen mit dem Leistungsangebot.
7 Schlussbetrachtung und Ausblick: Zusammenfassende kritische Würdigung der Marktlage und Ausblick auf zukünftige Forschungsbedarfe.
Family Office, Finanzstandort Deutschland, Vermögensverwaltung, Finanzdienstleistung, HNWI, Private Wealth Management, Qualitätsmanagement, Dienstleistungsqualität, Kundenbindung, Kundenzufriedenheit, Servqual, Vermögenscontrolling, Nachfolgeplanung, Marktsegmentierung, Wettbewerbsstrategie.
Die Arbeit analysiert den Markt für Family Office-Dienstleistungen in Deutschland unter Berücksichtigung wissenschaftlicher Erkenntnisse und aktueller Marktentwicklungen.
Die Schwerpunkte liegen auf der Definition des Family Office-Begriffs, den rechtlichen Rahmenbedingungen, der Anbieterstruktur sowie den Methoden zur Qualitätsmessung von Dienstleistungen.
Das Ziel ist die Identifizierung von Handlungsoptionen für Family Office-Anbieter zur Wachstumsgenerierung sowie die Prüfung einer möglichen Wettbewerbsabgrenzung durch kundenfokussierte Instrumente.
Die Arbeit basiert primär auf einer Literaturanalyse sowie der Zusammenführung und Interpretation empirischer Daten aus verschiedenen wissenschaftlichen Arbeiten der letzten fünf Jahre.
Der Hauptteil befasst sich mit der Definition des Dienstleistungsangebots, der Segmentierung der Zielgruppen und einem Abgleich zwischen den Erwartungen der Vermögensinhaber und den tatsächlichen Angeboten der Marktteilnehmer.
Die wichtigsten Begriffe sind Family Office, Finanzstandort Deutschland, Vermögensverwaltung, Dienstleistungsqualität und Kundenzufriedenheit.
Der Autor nutzt diese Differenzierung nach Peter Schaubach, um aufzuzeigen, dass ein Family Office weit über die reine Verwaltung von Finanzvermögen hinausgehen sollte, um den ganzheitlichen Bedürfnissen vermögender Familien gerecht zu werden.
Ein zentrales Ergebnis ist, dass der Markt trotz dominanter Bankenstrukturen eine Lücke bei der Betreuung von Human- und Sozialvermögen aufweist, die für neue Anbieter eine Chance zur Differenzierung bietet.
Der Autor bemängelt, dass prozentuale Gebühren auf das verwaltete Vermögen eine vollumfängliche Family Office-Leistung (die auch nicht-finanzielle Aspekte umfasst) erschweren und schlägt transparentere Modelle vor.
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