Examensarbeit, 2006
137 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
1.1 Einordnung der Thematik „Lineare Optimierung“
1.1.1 Thematischer Kontext
1.1.2 Geschichtliche Einordnung
1.1.3 Mathematischer Kontext
2 Die lineare Optimierungsaufgabe
2.1 Mathematische Beschreibung der Problemstellung
2.2 Normalformen linearer Optimierungsaufgaben
2.2.1 Die allgemeine Form einer linearen Optimierungsaufgabe
2.2.1.1 Definitionen und Erläuterungen
2.2.1.2 Geometrische Interpretation
2.2.1.3 Graphisches Lösungsverfahren
2.2.1.4 Beispiele
2.2.2 Das Standardformat einer linearen Optimierungsaufgabe
2.2.2.1 Eine einführende Definition und Erläuterungen
2.2.2.2 Die Beziehung zwischen der allgemeinen Form und dem Standardformat
2.2.2.3 Einige abschließende Definitionen
3 Rechnerische Lösungsverfahren linearer Optimierungsaufgaben
3.1 Die geometrischen Eigenschaften der Polyederecken
3.1.1 Algebraische Grundlagen
3.1.2 Die Eigenschaften konvexer Polyeder
3.1.3 Die Eigenschaften der Polyederecken
3.1.4 Ein rechnerisches „Verfahren“ für die Sekundarstufe I – Die algebraische Lösungsmethode
3.1.5 Zusammenfassung
3.2 Die Elemente des Simplex-Verfahrens
3.2.1 Ein Einstiegsbeispiel
3.2.2 Das Optimalitätskriterium einer Basislösung
3.2.3 Kriterium zum Austausch einer Basisvariablen gegen eine Nichtbasisvariable
3.2.4 Erstellen einer neuen Basisdarstellung
3.2.5 Das Simplextableau
3.2.6 Zusammenfassung der Simplexelemente
3.3 Die Grundform des Simplex-Algorithmus (GSV)
3.3.1 GSV einer Maximierungsaufgabe
3.3.2 GSV einer Minimierungsaufgabe
3.3.3 Beispiele
3.4 Sonderfälle des Simplex-Algorithmus
3.4.1 Antizyklentechniken
3.4.1.1 Die lexikographische Regel
3.4.1.2 Die Regel nach Bland
3.4.2 Die revidierte Form des Simplex-Algorithmus (rGSV)
3.4.2.1 Die Idee des rGSV
3.4.2.2 Der Algorithmus rGSV
3.4.2.3 Einige Vorteile der revidierten Simplexmethode gegenüber der ursprünglichen Simplexmethode
3.5 Ausblick
4 Die lineare Optimierung und ihre Möglichkeiten in der Schule
4.1 Extremwertprobleme und ihre Rolle in Mathematik und Schule
4.2 Notwendige mathematische Voraussetzungen zur Anwendung von Optimierungsverfahren
4.3 Lineare Optimierung und die Richtlinien und Lehrpläne
4.3.1 Prozessbezogene Kompetenzen
4.3.2 Inhaltsbezogene Kompetenzen
4.3.3 Lineare Optimierung: Konkrete Umsetzungsmöglichkeiten in der Schule
4.4 Schlussfolgernde Konsequenzen: Kann die lineare Optimierung die von der KMK geforderten Kompetenzen sinnvoll fördern?
Die Arbeit untersucht das mathematische Teilgebiet der linearen Optimierung und deren Potenzial, den Anwendungsbezug im schulischen Mathematikunterricht zu stärken sowie geforderte Bildungsstandards zu erfüllen.
2.2.1.2 Geometrische Interpretation
Die besondere mathematische Struktur linearer Optimierungsaufgaben ermöglicht es, dass selbst im R^n für jedes Optimierungsproblem die Beschaffenheit der zulässigen Lösungsmenge und die Ermittlung einer Optimallösung, also die Lösungsmethode, mithilfe der Geometrie anschaulich interpretiert werden kann.
Eine Sonderstellung nehmen in dieser Hinsicht der R^2 und der R^3 ein, da in beiden Fällen die Möglichkeit besteht, das Optimierungsproblem nicht nur graphisch zu interpretieren, sonder darüber hinaus auch graphisch darzustellen.
In Anlehnung an die Charakterisierungen LEHMANNS in [Lehmann 1970] und PIEHLERS in [Piehler 1962] befasse ich mich zunächst mit der geometrischen Interpretation des gesuchten Lösungsbereichs, also mit der Suche nach allen diejenigen Punkten, die sämtlichen gegebenen Nebenbedingungen genügen, auf geometrischer Basis. Dazu betrachte ich die Ungleichungen des allgemeinen (LP)-Problems genauer.
Jede lineare Ungleichung eines (LP)-Systems über x = (x1, …, xn) ∈ R^n beschreibt einen abgeschlossenen Halbraum des R^n, der durch eine (n - 1) - dimensionale Hyperebene begrenzt wird. Diese Hyperebene wird durch die in der Ungleichung enthaltene Gleichung definiert. Ein solcher Halbraum stellt dann die Menge aller zulässigen Lösungen bzgl. dieser Ungleichung dar, zu der auch die Punkte der begrenzenden Hyperebene selbst gehören.
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die aktuelle Kritik am deutschen Schulsystem nach PISA-Ergebnissen und führt die lineare Optimierung als anwendungsbezogenes Feld zur Förderung der Problemlösekompetenz ein.
2 Die lineare Optimierungsaufgabe: Dieses Kapitel definiert lineare Optimierungsprobleme, erläutert die allgemeine Form und das Standardformat sowie deren geometrische Interpretation.
3 Rechnerische Lösungsverfahren linearer Optimierungsaufgaben: Hier wird der Simplex-Algorithmus als zentrales rechnerisches Verfahren hergeleitet, inklusive der algebraischen Grundlagen, der Simplexelemente, Sonderfälle und der revidierten Simplexmethode.
4 Die lineare Optimierung und ihre Möglichkeiten in der Schule: Das letzte Kapitel untersucht die Anwendbarkeit der linearen Optimierung im Schulunterricht unter Berücksichtigung von Richtlinien, Lehrplänen und den notwendigen mathematischen Voraussetzungen der Schüler.
Lineare Optimierung, Operations Research, Simplex-Algorithmus, Optimallösung, Zielfunktion, Restriktionen, Konvexes Polyeder, Basislösung, Pivotverfahren, Mathematische Kompetenzen, Extremwertaufgaben, Bildungsstandards, PISA, Unterrichtskultur, Standardformat.
Die Arbeit behandelt die mathematischen Grundlagen linearer Optimierungsverfahren und deren Anwendungsmöglichkeiten sowie didaktische Umsetzungsstrategien im schulischen Mathematikunterricht.
Zentrale Themen sind die mathematische Modellierung von Optimierungsproblemen, verschiedene Lösungsalgorithmen (insbesondere der Simplex-Algorithmus) und die didaktische Einbindung in den Mathematikunterricht.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie lineare Optimierung als anwendungsorientiertes Gebiet dazu beitragen kann, geforderte Bildungsstandards und Kompetenzen (wie Problemlösen und Modellieren) bei Schülern zu fördern.
Es handelt sich um eine mathematisch-didaktische Arbeit, die auf der Analyse mathematischer Fachliteratur, der Herleitung von Optimierungsalgorithmen und der Auswertung pädagogischer Richtlinien basiert.
Der Hauptteil widmet sich der Definition linearer Optimierungsprobleme, der geometrischen Interpretation von Lösungen, der theoretischen Herleitung des Simplex-Algorithmus sowie dessen Erweiterungen.
Zu den Kernbegriffen gehören lineare Optimierung, Simplex-Verfahren, Zielfunktion, Restriktionen, Basislösungen, kompetenzorientierter Unterricht und Extremwertprobleme.
Die allgemeine Form kann aus Ungleichungen bestehen, während das Standardformat ausschließlich aus Gleichungen besteht, wozu sogenannte Schlupfvariablen eingeführt werden, um die rechnerische Bearbeitung zu ermöglichen.
Sie bietet einen starken Anwendungsbezug zu lebensnahen Problemen (z.B. aus der Wirtschaft), macht Mathematik als lebendiges Fach erfahrbar und ermöglicht die Förderung von Modellierungskompetenzen.
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