Examensarbeit, 2006
101 Seiten, Note: 1,3
Einleitung
A Schulmedizinisches & naturheilkundliches Verständnis des Säure-Basen Haushalts
1. Medizinische Grundlagen
1.1 CHEMISCHE GRUNDLAGEN
1.2 DER SÄURE-BASEN-HAUSHALT
1.1.1 Regulationsmechanismen
1.1.2 Pathologische Störungen
2. Beeinflussung durch die Ernährung
2.1 DER SÄURE-BASEN-HAUSHALT NACH FRIEDRICH F. SANDER
2.2 SÄUREN UND BASEN IN DER NAHRUNG
2.3 TRENNKOST NACH HAY ALS BEISPIEL EINER BASISCHEN ERNÄHRUNGSFORM
2.3.1 Weitere Ernährungs- und Kurformen
2.4 VOR- UND NACHTEILE BASISCHER ERNÄHRUNG
B Die Beeinflussung des Säure-Basen-Haushalts durch die Ernährung im Selbstversuch
3. Selbstversuch
3.1 MATERIAL UND METHODE
3.2 ERGEBNISSE
3.3 DISKUSSION
4. Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht den Einfluss der Ernährung auf den Säure-Basen-Haushalt des menschlichen Körpers. Das primäre Ziel besteht darin, durch einen zweiwöchigen Selbstversuch mit zwei unterschiedlichen Ernährungsphasen zu eruieren, ob eine Umstellung von säurebildenden auf basenbildende Nahrungsmittel signifikante Veränderungen des Urin-pH-Wertes bewirkt und inwieweit naturheilkundliche Thesen dazu praktisch umsetzbar sind.
2.1 Der Säure-Basen-Haushalt nach Friedrich F. SANDER
Die wissenschaftliche Grundlage des naturheilkundlichen Verständnisses vom Säure-Basen-Haushalt ist das von Friedrich F. SANDER 1953 veröffentlichte Buch „Der Säure-Basenhaushalt des menschlichen Organismus“, in dem der Biochemiker und Arzt sein auf der Grundlage der Ergebnisse des schwedischen Ernährungswissenschaftlers und Chemikers Ragnar BERG von 1920 und durch eigene Forschung an Patienten entwickeltes Konzept zum Säure-Basen-Haushalt darstellt sowie seine eigene Messmethode zur Ermittlung des mengenmäßigen Säure-Basen Status vorstellt. Im Folgenden werden auf Grundlage seines Buches [24] die wesentlichen Unterschiede von SANDERs Konzept zur schulmedizinischen Ansicht aufgezeigt.
In seinem Buch beschreibt SANDER die Fähigkeit des Blutes zur Pufferung als ein ständiges Vorhandensein einer gewissen Menge von Natriumhydrogencarbonat (NaHCO3) im Blut. Aus normalem Stoffwechselgeschehen entstandene Säuren können mit dessen Hilfe transportiert werden, jedoch können keine große Mengen an Säure gleichzeitig aufgenommen werden.
Des Weiteren fand SANDER durch Harnuntersuchungen heraus, dass im Körper zusätzlich sogenannte Basenfluten, eine zweitweise Freisetzung großer Mengen von Natriumhydrogencarbonat, stattfinden. Als Ursache hierfür entwickelte er den Kochsalzkreislauf, in welchem die Produktion von Salzsäure in den Belegzellen des Magens als Auslöser dieser Basenfluten angegeben wird (Abbildung 2.1).
1. Medizinische Grundlagen: Dieses Kapitel erläutert die chemischen Basisbegriffe von Säuren und Basen sowie die physiologischen Regulationsmechanismen des menschlichen Körpers zur Aufrechterhaltung des pH-Gleichgewichts.
2. Beeinflussung durch die Ernährung: Hier werden naturheilkundliche Ansätze zur Beeinflussung des Säure-Basen-Haushalts durch die Nahrung vorgestellt, wobei insbesondere das Modell nach F.F. Sander sowie die Trennkost nach Hay analysiert werden.
3. Selbstversuch: Dieser Teil beschreibt die methodische Gestaltung und Durchführung eines vierwöchigen Selbstversuchs zur Prüfung der Auswirkungen verschiedener Ernährungsgewohnheiten auf den Urin-pH-Wert und diskutiert die dabei gewonnenen Ergebnisse.
4. Fazit: Das Fazit bewertet die im Versuch erzielten Ergebnisse kritisch und zieht Schlussfolgerungen hinsichtlich der praktischen Anwendbarkeit basischer Ernährungsformen sowie der wissenschaftlichen Evidenz der zugrunde liegenden Thesen.
Säure-Basen-Haushalt, Ernährung, Selbstversuch, Urin-pH-Wert, Latente Azidose, Basenflut, Trennkost, Stoffwechsel, Pufferkapazität, Naturheilkunde, Physiologie, Mineralstoffgehalt, Kohlenhydratstoffwechsel, Proteinstoffwechsel.
Die Arbeit untersucht, wie unterschiedliche Ernährungsweisen den Säure-Basen-Haushalt beeinflussen und ob es möglich ist, diesen durch die gezielte Auswahl von Lebensmitteln im Sinne der Naturheilkunde zu regulieren.
Die zentralen Themen umfassen die schulmedizinischen physiologischen Grundlagen der pH-Regulation, naturheilkundliche Konzepte zur Übersäuerung und verschiedene basenbetonte Ernährungs- und Kurformen.
Die Forschungsfrage ist, ob eine Umstellung der Nahrungsmittel von sauer auf basisch bei ansonsten konstanten Bedingungen zu messbaren und signifikanten Veränderungen des Urin-pH-Werts führt.
Die Autorin führte einen 28-tägigen Selbstversuch durch, der in zwei Phasen unterteilt war. Dabei wurden systematisch der Energiebedarf berechnet, die Nahrungsmittel nach ihrer säuernden oder basischen Wirkung zusammengestellt und der Urin-pH-Wert zu festgelegten Zeitpunkten gemessen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Aufarbeitung der medizinischen und naturheilkundlichen Konzepte (u.a. Sander, Berg, Hay) sowie die detaillierte Dokumentation und Diskussion des eigenen Selbstversuchs.
Wichtige Begriffe sind unter anderem Säure-Basen-Haushalt, Urin-pH-Wert, Trennkost, Basenflut, Pufferkapazität und latente Azidose.
Sander postuliert, dass sich Säuren (Schlacken) im Bindegewebe ansammeln, wenn der Körper dauerhaft zu viele säurebildende Nahrungsmittel erhält, ohne dass dies unmittelbar zu einer Änderung des Blut-pH-Werts führen muss.
Die Umsetzung war aufgrund der großen Mengen an Lebensmitteln, die für eine basische Ernährung notwendig sind, um den täglichen Energiebedarf zu decken, sehr aufwendig und erforderte den Einsatz zusätzlicher Zwischenmahlzeiten.
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