Diplomarbeit, 2007
65 Seiten, Note: 2,3
1. Einleitung
2. Teamrollenansätze
2.1 Die Teamrollentheorie von M. BELBIN
2.2 Das Team Management System von MARGERESON & MCCANN
2.3 Zwischenfazit
3. Die Teamrollentheorie von M. BELBIN: Theoretische Fundierung
3.1 Merkmale von Gruppen
3.1.1 Die interne Struktur von Gruppen
3.1.2 Gruppenleistung: „2+2=5“?
3.2 Rollenzuweisung in Gruppen
3.3 Die Teamrollen und ihr Einfluss auf die Teamperformance
3.3.1 Chairman und Shaper
3.3.2 Teamworker
3.3.3 Plant und Resource Investigator
3.3.4 Monitor/Evaluator
3.3.5 Company Worker
3.3.6 Completer/Finisher
3.4 Zwischenfazit
4. Die Teamrollentheorie von M. BELBIN: Empirische Fundierung
4.1 Teambalance und Teamperformance: Die Studie von PARTINGTON/HARRIS
4.2 Teambalance und Teamperformance: Die Studie von PRICHARD/STANTON
4.3 Zwischenfazit
5. Fazit und Ausblick
Diese Arbeit untersucht, ob die von Dr. R. Meredith Belbin identifizierten Teamrollen einen wissenschaftlich belegbaren Beitrag zur Leistungsfähigkeit und optimalen Zusammensetzung von Teams leisten können, indem sie die psychologischen Hintergründe theoretisch fundiert und existierende empirische Studien analysiert.
Die Teamrollen
Der Versuch ein Teammitglied mit bestimmten Eigenschaften zu identifizieren, welches Gemeinsamkeiten mit allen Mitgliedern erfolgreicher Teams im Unternehmensplanspiel hatte, führte zur ersten Teamrolle. Durch den Vergleich der psychometrischen Tests der Mitglieder von finanziell erfolgreichen Teams mit Mitgliedern von Teams, die schwache finanzielle Ergebnisse erzielt hatten, wurden die Persönlichkeitsfaktoren ermittelt und isoliert, welche am besten die Unterschiede zwischen den Mitgliedern der erfolgreichen und der erfolglosen Teams aufzeigten. Die auf diesem Wege ermittelte Teamrolle nennt BELBIN den Company Worker. Dieser zeichnet sich durch seine Disziplin und sein Verantwortungsbewusstsein aus. Der Company Worker arbeitet praktisch, exakt und besitzt herausragende organisatorische Fähigkeiten.
1. Einleitung: Die Arbeit thematisiert die Bedeutung von Teamrollen als Erfolgsfaktor für Teamarbeit und stellt die Forschungsfrage nach deren wissenschaftlicher Belegbarkeit für eine optimale Teamzusammensetzung.
2. Teamrollenansätze: Dieses Kapitel stellt verschiedene Ansätze zur Bestimmung von Teamrollen vor, wobei der Fokus auf der Theorie von Belbin und dem Team Management System von Margerison & McCann liegt.
3. Die Teamrollentheorie von M. BELBIN: Theoretische Fundierung: Es werden die internen Strukturen von Gruppen, das Konzept der Rollenzuweisung sowie die Funktionen der einzelnen Belbin-Rollen hinsichtlich ihres Nutzens für die Teamleistung analysiert.
4. Die Teamrollentheorie von M. BELBIN: Empirische Fundierung: Anhand zweier konkreter Studien wird untersucht, ob die theoretischen Annahmen über die positive Wirkung ausbalancierter Teams empirisch bestätigt werden können.
5. Fazit und Ausblick: Die Arbeit resümiert, dass zwar ein theoretischer Nutzen von Teamrollen erkennbar ist, eine abschließende empirische Bestätigung jedoch aufgrund methodischer Einschränkungen und der erschwerten Umsetzbarkeit in der Praxis aussteht.
Teamrollen, Teamzusammensetzung, Teambalance, M. Belbin, Gruppenleistung, Rollendifferenzierung, Information Pooling, Kleingruppenforschung, Teamperformance, Prozessgewinne, Prozessverluste, soziale Normen, Kohäsion, Arbeitspräferenzen, Management Simulation.
Die Arbeit analysiert die Bedeutung von Teamrollen, insbesondere nach dem Modell von Dr. R. Meredith Belbin, für den Erfolg von Teamarbeit und ihre theoretische sowie empirische Fundierung.
Zentrale Themen sind die psychologischen Grundlagen von Kleingruppen, die Funktion verschiedener Rollen innerhalb eines Teams und die Auswirkung von Teamzusammensetzungen auf die Leistungsfähigkeit.
Das primäre Ziel ist es zu ergründen, welchen messbaren Beitrag die gezielte Zuweisung von Teamrollen zu einer optimalen Teamzusammensetzung und damit zum Teamerfolg leistet.
Die Arbeit nutzt eine literaturbasierte Analyse sozialpsychologischer Kleingruppenforschung sowie die Auswertung bestehender empirischer Studien zur Validität von Teamrollenmodellen.
Im Hauptteil werden sowohl theoretische Konzepte zur Gruppenstruktur (wie Kohäsion und Normen) erörtert als auch die acht bzw. neun spezifischen Rollen nach Belbin und deren jeweilige Aufgaben im Team detailliert untersucht.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Teambalance, Teamperformance, Rollenzuweisung und die spezifische Nomenklatur der Teamrollen (z. B. Plant, Shaper, Chairman) charakterisiert.
Die Arbeit weist darauf hin, dass es in der unternehmerischen Praxis sehr schwierig ist, Teams zu finden, die exakt die von Belbin geforderte Rollenverteilung aufweisen, da Teamgrößen variieren und Fachkompetenzen limitierend wirken.
Es wird festgestellt, dass eine hohe Kohäsion nur dann leistungsfördernd wirkt, wenn auch eine hohe Leistungsnorm im Team herrscht; bei niedrigen Leistungsnormen kann Kohäsion hingegen die Gruppenleistung mindern.
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