Diplomarbeit, 2007
114 Seiten, Note: 1,0
1. Einführung
2. Einordnen der Begrifflichkeiten
2.1 Das Persönliche Budget
2.2 Behinderung
2.3 Behinderungsarten
2.3.1 Der Begriff der Körperbehinderung
2.3.2 Der Begriff der geistigen Behinderung
2.3.3 Der Begriff der seelischen Behinderung
2.4 Mehrfachbehinderung/ Schwerstbehinderung/ Schwerstmehrfachbehinderung/ – Versuch einer Begriffsklärung
2.5 Selbstbestimmung
2.6 Rehabilitation
3. Grundlagen - Eckpunkte/Darstellung des Persönlichen Budgets
3.1 Ziel des Persönlichen Budgets
3.2 Konzeptionelle Grundlagen
3.3 Sozialrechtliche Grundlagen
3.3.1 Geldleistung und Persönliches Budget nach SGB IX
3.3.2 Persönliches Budget als Komplexleistung
3.3.3 Budgetfähige Leistungen
3.3.4 Budgetbemessung
3.3.5 Koordination
3.3.6 Budgetverordnung (BudgetV)
3.3.7 Erprobung
4. Umsetzung des Persönlichen Budgets
4.1 Europäische Modelle - Das Persönliche Budget in Europa
4.1.1 Niederlande
4.1.2 England
4.1.3 Schweden
4.2 Zusammenfassung der europäischen Modelle
4.3 Nationale Modelle - Das Persönliche Budget in Deutschland
4.3.1 Modell Baden-Württemberg
4.3.2 Modell Niedersachsen
4.3.3 Modell Rheinland-Pfalz – PerLe (Personenbezogene Unterstützung und Lebensqualität)
4.4 Zusammenfassung der deutschen Modelle
5. Vergleich europäischer und deutscher Modelle
6. Empirischer Teil
6.1 Methode und Gang der Untersuchung
6.2 Planung und Durchführung der Datenerhebung
6.3 Zusammenfassung der einzelnen Interviews
6.4 Ablaufmodell der Inhaltsanalyse nach MAYRING
6.4.1 Bestimmung des Ausgangsmaterials
6.4.2 Richtung der Analyse
6.4.3 Theoriegeleitete Fragestellung
6.4.4 Festlegung der Analyseeinheiten und –schritte
6.5 Ergebnisse aus dem Datenmaterial
6.5.1 Kategoriebildung
6.5.2 Zusammenfassung der Interviews anhand der Hauptkategorien
6.5.2.1 Hauptkategorie 1 - Das Persönliche Budget und die Nutzungsmöglichkeit durch den mehrfach behinderten Menschen
6.5.2.2 Hauptkategorie 2 - Beratungsbedarf bezüglich des Persönlichen Budgets
6.5.2.3 Hauptkategorie 3: Unterstützungsbedarf bezüglich des Persönlichen Budgets
6.5.2.4 Hauptkategorie 4 - Auswirkungen des Persönlichen Budgets
6.6 Auswertung und Interpretation der Ergebnisse
6.6.1 Inhaltliche Strukturierung
6.6.2 Theorie- Praxis- Vergleich
6.6.3 Abschließende Interpretation hinsichtlich der Forschungsfragen
7. Resümee
8. Handlungsvorschläge für die soziale Arbeit
9. Ausblick
Ziel dieser Diplomarbeit ist die Untersuchung, inwieweit das Persönliche Budget für Menschen mit Mehrfachbehinderung nutzbar ist, wobei sowohl bestehende Modellprojekte als auch europäische Ansätze kritisch analysiert und durch Experteninterviews ergänzt werden.
2.1 Das Persönliche Budget
„Das Persönliche Budget ist die Bewilligung einer Sozialleistung in Form einer Geldleistung. Menschen mit Behinderung können diese Geldleistung erhalten, um ihren Unterstützung- und Hilfebedarf zu decken. Die für die Bedarfsdeckung erforderlichen Sach- und Dienstleistungen werden selbstständig ausgesucht und eigenverantwortlich eingekauft.“ (Niedersächsisches Ministerium für Soziales, Frauen, Familie und Gesundheit, 2004, S. 7 f)
Um eine bessere Passgenauigkeit und Wirksamkeit rehabilitativer (Dienst-) Leistungen zu erzielen, wurde zum 1. Juli 2001 im SGB IX die Möglichkeit geschaffen, Sachleistungen in Form von Geldleistungen zu erhalten (Vgl. Wacker/Wansing/Schäfers, 2005, S. 31).
Beim Persönlichen Budget handelt es sich nicht um eine neue Leistungsart aus der sich veränderte Leistungsansprüche ergeben, sondern um eine andere Form der Leistungserbringung, welche notwendige Hilfen nach „Maß“ für Menschen mit Behinderung vorsieht und gleichzeitig mehr selbständiges Leben ermöglichen soll. Das Persönliche Budget ist eine Geldleistung, die ein behinderter Mensch erhält, um sich von dem Geld die Unterstützung, die er braucht, selbst und eigenverantwortlich zu organisieren bzw. auf einem Dienstleistungsmarkt einzukaufen.
1. Einführung: Darstellung des Paradigmenwechsels in der Behindertenpolitik vom Objekt der Fürsorge hin zum selbstbestimmten Subjekt durch das Persönliche Budget.
2. Einordnen der Begrifflichkeiten: Definition zentraler Begriffe wie Persönliches Budget, Behinderung (in verschiedenen Dimensionen), Mehrfachbehinderung, Selbstbestimmung und Rehabilitation.
3. Grundlagen - Eckpunkte/Darstellung des Persönlichen Budgets: Erläuterung der gesetzlichen Verankerung, der Zielsetzungen und der sozialrechtlichen Rahmenbedingungen für das Persönliche Budget nach SGB IX.
4. Umsetzung des Persönlichen Budgets: Analyse europäischer Modelle (Niederlande, England, Schweden) sowie deutscher Modellversuche unter Berücksichtigung ihrer Eignung für mehrfach behinderte Menschen.
5. Vergleich europäischer und deutscher Modelle: Gegenüberstellung der unterschiedlichen Handhabungen, Bedarfsermittlungen und Finanzierungsstrukturen im internationalen Vergleich.
6. Empirischer Teil: Durchführung und Auswertung qualitativer Experteninterviews nach der Methode von Mayring zur Erforschung der Nutzungsmöglichkeiten des Persönlichen Budgets.
7. Resümee: Zusammenfassung der Ergebnisse und Reflexion des Spannungsfeldes zwischen Selbstbestimmung und Fürsorge.
8. Handlungsvorschläge für die soziale Arbeit: Ableitung konkreter Aufgaben für Sozialpädagogen in Beratung und Budgetunterstützung.
9. Ausblick: Plädoyer für eine flächendeckende, finanzierte Budgetassistenz und eine bedarfsgerechte Ausgestaltung der Budgets.
Persönliches Budget, Mehrfachbehinderung, Selbstbestimmung, Teilhabe, Rehabilitation, Behindertenpolitik, Budgetassistenz, Sozialrecht, SGB IX, Modellprojekte, qualitative Inhaltsanalyse, Experteninterviews, Beratungsbedarf, Leistungsanbieter, Eingliederungshilfe.
Die Arbeit untersucht das Persönliche Budget im Kontext der Teilhabe von Menschen mit Mehrfachbehinderung und analysiert das Spannungsfeld zwischen dem Wunsch nach Selbstbestimmung und der notwendigen Fürsorge.
Die zentralen Themen sind die gesetzlichen Grundlagen des Persönlichen Budgets, der internationale Vergleich bewährter Modelle sowie die empirische Untersuchung durch Experteninterviews.
Das Ziel ist aufzuzeigen, wie das Persönliche Budget für Menschen mit Mehrfachbehinderung nutzbar gemacht werden kann, welche Barrieren bestehen und wie diese durch professionelle Unterstützung überwunden werden können.
Es wird eine qualitative Forschungsstrategie verfolgt, insbesondere die qualitative Inhaltsanalyse nach Philipp Mayring, basierend auf Experteninterviews mit Fachleuten aus dem Bereich der Behindertenhilfe.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Aufarbeitung der Begrifflichkeiten, die Darstellung internationaler und nationaler Modellprojekte sowie die empirische Auswertung und Interpretation der geführten Interviews.
Die Arbeit wird maßgeblich durch die Begriffe Persönliches Budget, Mehrfachbehinderung, Selbstbestimmung, Budgetassistenz und Teilhabe definiert.
Das Projekt "PerLe" ist einzigartig, da es sich explizit auf die Umsetzung des Persönlichen Budgets im stationären Wohnbereich für Menschen mit geistiger und mehrfacher Behinderung konzentriert.
Experten argumentieren, dass das Management eines Budgets hohe Anforderungen stellt, die viele behinderte Menschen ohne externe, unabhängige Unterstützung nicht bewältigen können, wobei diese Unterstützung momentan in Deutschland oft nicht gesichert ist.
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