Diplomarbeit, 2007
105 Seiten, Note: 1,3
1. Einführung
1.1. Relevanz des Themas
1.2. Ziele und Aufbau der Arbeit
2. Dienstleistungen
2.1. Analyseebenen von Dienstleistungen
2.1.1. Die institutionelle Perspektive
2.1.2. Die funktionale Perspektive
2.1.3. Die produktorientierte Perspektive
2.2. Begriff und Definitionsansätze
2.2.1. Positive Definitionen
2.2.2. Enumerative Definitionen
2.2.3. Negativdefinitionen
2.2.4. Definitionen anhand konstitutiver Merkmale
2.2.4.1. Potentialorientierte Ansätze
2.2.4.2. Prozessorientierte Ansätze
2.2.4.3. Ergebnisorientierte Ansätze
2.2.4.4. Konstitutive und weitere Merkmale von Dienstleistungen
2.3. Fazit
3. Die Internationalisierung von Dienstleistungen
3.1. Internationalisierungsformen
3.2. Die Internationale Handelbarkeit von Dienstleistungen
3.2.1. Kontinuumslösungen
3.2.2. Trägermedien und Informations- und Kommunikationstechnologien
3.3. Konzeptionelle Ansätze zur Systematisierung der Internationalisierung von Dienstleistungen
3.3.1. ‚Splintering’ und ‚Disembodiment’ von Dienstleistungen nach Bhagwati
3.3.2. Die Sampson - Snape - Box
3.3.3. Der Ansatz von Stern und Hoekman
3.3.4. Die Typologie von Dienstleistungen nach Vandermerwe und Chadwick
3.3.5. Der St. Gallener Ansatz
3.3.6. Dienstleistungen im General Agreement on Trade and Services
3.4. Fazit
4. Dienstleistungen in der Außenhandelstheorie
4.1. Untersuchungsrahmen
4.2. Arbeitsproduktivität und Komparativer Vorteil: das Ricardo-Modell
4.2.1. Erweiterter Ansatz mit Faktormobilität
4.2.2. Erklärungsgehalt für Dienstleistungen
4.3. Ressourcen und Außenhandel: das Heckscher-Ohlin-Modell
4.3.1. Der Ansatz mit Faktormobilität von Mundell
4.3.2. Der erweiterte Ansatz von Deardorff
4.3.3. Der erweiterte Ansatz von Melvin
4.3.4. Das Kernmodell für den Außenhandel von Dienstleistungen
4.3.5. Erklärungsgehalt für Dienstleistungen
4.4. Das Gravitationsmodell
4.4.1. Empirische Evidenz
4.4.2. Erklärungsgehalt für Dienstleistungen
4.5. Fazit
5. Komparative Vorteile beim internationalen Handel von Dienstleistungen
5.1. Einflussfaktoren auf komparative Vorteile bei Dienstleistungen
5.2. Das Konzept des Revealed Comparative Advantage
5.3. Ländervergleich anhand des Revealed Comparative Advantage
5.4. Die Position Deutschlands
6. Zusammenfassung der Ergebnisse, Fazit und Ausblick
Ziel dieser wissenschaftlichen Arbeit ist es, die zunehmende Bedeutung der Internationalisierung von Dienstleistungen unter Einbeziehung außenhandelstheoretischer Ansätze zu untersuchen und den bestehenden Forschungsbedarf zu adressieren. Die zentrale Forschungsfrage ist dabei, ob klassische Außenhandelstheorien und das Gravitationsmodell geeignet sind, die Internationalisierung von Dienstleistungen abzubilden oder ob Anpassungen für eine eigenständige Theorie erforderlich sind.
2.2.4.1. Potentialorientierte Ansätze
Potentialorientierte Ansätze erfassen Dienstleistungen im Sinne der Fähigkeit und Bereitschaft des Dienstleistungsanbieters zur Ausübung einer dienstleistenden Tätigkeit (Perlitz 2004, S. 321). Dienstleistungen stellen aus dieser Perspektive somit zunächst noch nicht realisierte Leistungspotentiale dar (Graf 2005, S. 46). Der Dienstleistungsanbieter muss neben der Voraussetzung, eine bestimmte Dienstleistung erbringen zu können, zusätzlich die Bereitschaft zur Erstellung dieser Dienstleistung aufweisen und signalisieren. Zu diesem Zweck hält er Kombinationen von internen Produktionsfaktoren wie beispielsweise Personen, materielle Güter und Informationen bereit (Graf 2005, S. 46; Perlitz 2004, S. 321). Die Dienstleistung ist demnach als menschliches oder maschinelles Leistungsversprechen (Corsten 1988, S. 81; Giger 1994, S. 10) bzw. Leistungspotential des Anbieters zu verstehen, d.h. der Fähigkeit und der Bereitschaft am Nachfrager und/oder an dessen Objekten eine gewollte Veränderung zu bewirken oder einen gewollten Zustand zu erhalten (Corsten 1997; S. 22; Giger 1994, S. 11; Graf 2005, S. 46). Dabei ist diese Leistung in ihrer Natur stets immateriell, also nicht greifbar (Giger 1994, S. 11; Graf 2005, S. 46; Perlitz 2004, S. 321).
Allerdings werden das Leistungspotential und die damit verbundene Immaterialität als konstitutive Merkmale von Dienstleistungen abgelehnt. Sie werden vielmehr als Voraussetzungen für eine Dienstleistung gesehen, nicht als dessen eigentliche Merkmale (Graf 2005, S. 46; Köhler 1991, S. 12). Zum einen kann der Dienstleistungsanbieter im Gegensatz zum Sachgutanbieter dem Nachfrager keine bereits bestehende, auf Vorrat produzierte, fertige Leistung offerieren, sondern lediglich das Leistungsversprechen. Die Dienstleistung selber konkretisiert sich erst später am Nachfrager und/oder dessen Objekt (Giger 1994, S. 11). Das Leistungsversprechen allein kann noch keinen Nutzen stiften (Graf 2005, S. 46; Köhler 1991, S. 12).
1. Einführung: Diese Einleitung beleuchtet die steigende Bedeutung des Dienstleistungshandels für moderne Volkswirtschaften und identifiziert die Notwendigkeit einer theoretischen Aufarbeitung des Feldes.
2. Dienstleistungen: In diesem Kapitel werden verschiedene Analyseebenen und Definitionsansätze für Dienstleistungen vorgestellt sowie deren konstitutive Merkmale herausgearbeitet.
3. Die Internationalisierung von Dienstleistungen: Hier werden unterschiedliche Formen der Internationalisierung diskutiert und verschiedene Systematisierungsansätze der Literatur zur Handelbarkeit von Dienstleistungen präsentiert.
4. Dienstleistungen in der Außenhandelstheorie: Dieses Kapitel prüft, inwiefern klassische Modelle der Außenwirtschaft, wie das Ricardo-Modell oder das Heckscher-Ohlin-Modell, auf Dienstleistungen anwendbar sind.
5. Komparative Vorteile beim internationalen Handel von Dienstleistungen: Die empirische Ausprägung komparativer Vorteile wird anhand des Konzepts des Revealed Comparative Advantage (RCA) und aktueller Studien analysiert.
6. Zusammenfassung der Ergebnisse, Fazit und Ausblick: Diese Zusammenfassung synthetisiert die zentralen Erkenntnisse der Arbeit und diskutiert die Möglichkeiten zur Entwicklung einer eigenständigen Internationalisierungstheorie.
Dienstleistungen, Internationalisierung, Außenhandelstheorie, Ricardo-Modell, Heckscher-Ohlin-Modell, Gravitationsmodell, Revealed Comparative Advantage, Dienstleistungshandel, Wettbewerbsfähigkeit, Faktormobilität, Dienstleistungssektor, Tertiarisierung, Handelsmuster, Spezialisierung, Standortfaktoren.
Die Arbeit untersucht die Internationalisierung von Dienstleistungen aus der Perspektive der Außenhandelstheorie und analysiert, inwieweit bestehende ökonomische Modelle den Handel mit Dienstleistungen erklären können.
Zentrale Themen sind die Definition von Dienstleistungen, die Analyse der Internationalisierungsmethoden, die Anwendung klassischer Außenhandelsmodelle auf den Dienstleistungssektor sowie die empirische Untersuchung komparativer Vorteile.
Das Hauptziel ist es, einen Beitrag zur theoretischen Fundierung der Internationalisierung von Dienstleistungen zu leisten und zu prüfen, ob klassische Theorien zur Erklärung dieser Handelsmuster ausreichen.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie der Auswertung bestehender theoretischer Modelle und empirischer Studien, insbesondere unter Verwendung des Gravitationsmodells und des RCA-Konzepts.
Der Hauptteil analysiert detailliert die theoretischen Konzepte zur Dienstleistungsinternationalisierung und prüft deren Übertragbarkeit durch den Vergleich mit klassischen Modellen der Außenwirtschaft.
Die Forschung konzentriert sich auf Begriffe wie Dienstleistungsinternationalisierung, komparative Vorteile, Faktormobilität, Handelbarkeit und das Revealed Comparative Advantage (RCA).
Klassische Modelle basieren meist auf der Annahme der Immobilität von Faktoren und der Handhabbarkeit von Gütern, während Dienstleistungen oft durch Synchronität zwischen Anbieter und Nachfrager und Immaterialität gekennzeichnet sind.
Es beschreibt den unmittelbaren, zeitlich und räumlich synchronen Kontakt zwischen Anbieter und Nachfrager, der oft als Haupthindernis für den grenzüberschreitenden Dienstleistungshandel gesehen wurde.
Deutschland zeigt komparative Vorteile in spezifischen Bereichen wie Versicherungen oder EDV-Dienstleistungen, weist jedoch in anderen technologischen Bereichen teils gemischte oder instabile Wettbewerbspositionen auf.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

