Examensarbeit, 2007
98 Seiten, Note: 1,6
1 Einleitung
2 Vom Schulleiter zum Schulmanager – Faktoren des Wandels
2.1 Begriffsbestimmungen
2.1.1 Was ist eine Schule? Theoretische und juristische Bestimmung
2.1.2 Schule definiert als Organisation
2.1.3 Schulmanagement – Versuch einer Definition und Einordnung
2.2 Schule im Wandel durch Dezentralisierung
2.2.1 Schulautonomie – eine Begriffsbetrachtung
2.2.2 Von der Idee zur Realisierung
2.2.3 Die Eigenverantwortliche Schule in Niedersachsen
2.3 Der Schulleiter – allgemeine Entwicklung sowie Analyse in Niedersachsen
2.3.1 Annäherung an ein Berufsbild im Wandel
2.3.2 Aktuelle Charakteristik des Schulleiters (in Niedersachsen)
3 Handlungs- und Kompetenzfelder der Schulleitung im Personalwesen
3.1 Begriffsbestimmungen Personalwesen
3.2 Personalplanung
3.2.1 Generelle Betrachtung
3.2.2 Personalplanung in der Schule
3.3 Personalbeschaffung für den Schuldienst aus Sicht eines Schulleiters
3.3.1 Stellenausschreibungen
3.3.2 Personalauswahlverfahren
3.3.2.1 Sichtung der Bewerbungsunterlagen
3.3.2.2 Bewerbungsgespräche
3.3.2.3 Assessment-Center-Technik
3.3.3 Eingewöhnungsphase
3.3.4 Entlassung von Lehrkräften und das Berufsbeamtentum bei Lehrern
3.4 Personalentwicklung
3.4.1 Fort- und Weiterbildungen als Element der Personalentwicklung
3.4.2 Beurteilung von Lehrkräften
3.4.3 Mitarbeitergespräche
4 Fallstudie
4.1 Methodisches Design
4.2 Beschreibung der Umwelt
4.3 Auswertung
4.3.1 Kernaussagen des Experteninterviews
4.3.2 Deduktive Betrachtung des Experteninterviews
5 Resümee
Die Arbeit untersucht die wandelnde Rolle des Schulleiters im Zuge der Dezentralisierung des Bildungssystems in Niedersachsen, wobei der Fokus auf den neuen Handlungs- und Kompetenzfeldern im Personalwesen liegt. Die Forschungsfrage zielt darauf ab, über welche Handlungsspielräume und Kompetenzen Schulleiter in diesem Kontext verfügen und wie sie diese zur professionellen Leitung ihrer Schule nutzen können.
3.3.2.1 Sichtung der Bewerbungsunterlagen
Mit dem Anschreiben können verschiedene Faktoren untersucht werden, es ermöglicht einen ersten Eindruck von der Persönlichkeit des Bewerbers und gibt Aufschluss über mehrere Kriterien zur Personalauswahl. So lässt aus sich dem Anschreiben entnehmen, wie es um die Ausdrucksfähigkeit, den Schreibstil (Ausdruck, Satzbau & Wortumfang) und die Rechtschreibung des Kandidaten bestellt ist. Grundsätzlich können auch Thesen über die Arbeitsweise wie z.B. ob die Fähigkeit zum strukturierten und sorgfältigen Arbeiten vorhanden ist, aufgestellt werden. Auch die Motive sich für die angebotene Stelle bei dieser Schule zu bewerben könnten deutlich werden. Damit lässt sich feststellen, wie stark der Kandidat sich mit der Schule auseinander gesetzt hat und ob er sich explizit für diese Schule interessiert. Handelt es sich um einen Bewerber, der bereits im Schuldienst ist, so könnte entnommen werden, warum ein Schulwechsel gewünscht ist.
Der Lebenslauf wird in der Regel tabellarisch eingereicht, er enthält Vor- und Zunamen, Adresse, Geburtsdatum und –ort, Familienstand sowie den schulischen und beruflichen Werdegang. In vielen CV werden zudem Fremdsprachen- und PC-Kenntnisse sowie Hobbys genannt. Nach dem Lesen des Lebenslaufes hat der Schulleiter einen Überblick über den privaten und beruflichen Werdegang gewonnen haben. Dem schließt sich die Betrachtung des Lebenslaufes mittels der Zeitfolgen- und Positionsanalyse an. Bei der Zeitfolgenanalyse wird die Häufigkeit des Stellenwechsels, die Dauer der einzelnen Beschäftigungsverhältnisse und auf Lücken geprüft. Es wäre sinnvoll die Gründe für einen Stellenwechsel zu analysieren, sie können Hinweise auf die Zielstrebigkeit und die erbrachte Leistung geben. Häufige Stellenwechsel bei kurzen Beschäftigungsdauern vor allem kurz nach der Probezeit sind laut Bröckermann von Nachteil für den Bewerber, sie deuten auf schlechte Arbeitsleistungen oder eine schwierige Persönlichkeit hin. Die Positionsanalyse soll feststellen, ob die berufliche Entwicklung wachsend oder beständig war.
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die steigende Bedeutung des Schulmanagements angesichts der PISA-Debatte und der Forderung nach einer eigenverantwortlichen Schule in Niedersachsen.
2 Vom Schulleiter zum Schulmanager – Faktoren des Wandels: Dieses Kapitel definiert theoretische Grundlagen und analysiert die historische Entwicklung der Schulautonomie sowie die sich wandelnde Rolle des Schulleiters.
3 Handlungs- und Kompetenzfelder der Schulleitung im Personalwesen: Das Hauptkapitel detailliert die operativen und strategischen Aufgaben im Bereich Personalplanung, -beschaffung und -entwicklung sowie Beurteilung.
4 Fallstudie: Die Fallstudie präsentiert das Experteninterview mit einem Schulleiter und vergleicht dessen praktische Erfahrungen mit den zuvor hergeleiteten theoretischen Modellen.
5 Resümee: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zusammen und reflektiert die Möglichkeiten und Grenzen des Schulleiter-Handlungsspielraums im aktuellen deutschen Schulsystem.
Schulmanagement, Schulleitung, Eigenverantwortliche Schule, Personalwesen, Personalplanung, Personalbeschaffung, Personalentwicklung, Schulautonomie, Schulentwicklung, Lehrerbeurteilung, Mitarbeitergespräche, Bildungsmanagement, Führungskompetenz, Expertenorganisation, Niedersachsen.
Die Arbeit analysiert, wie sich die Aufgaben und Anforderungen an Schulleiter durch den Wandel hin zur eigenverantwortlichen Schule verändern, insbesondere unter Berücksichtigung des Personalwesens.
Die Arbeit fokussiert auf Personalplanung, Personalauswahl, Personalentwicklung und Mitarbeiterführung als wesentliche Kernaufgaben moderner Schulleitungen.
Es wird untersucht, über welche tatsächlichen Handlungsspielräume und Kompetenzen Schulleiter verfügen, um das Personalmanagement effektiv im Sinne einer Schulentwicklung zu gestalten.
Die Arbeit kombiniert eine theoretische Literaturanalyse mit einer empirischen Fallstudie, basierend auf einem Experteninterview mit einem langjährigen Schulleiter.
Der Hauptteil erörtert detailliert Instrumente der Personalbeschaffung (Ausschreibungsverfahren, Auswahlgespräche, Assessment-Center) sowie der Personalentwicklung (Fortbildung, Mitarbeitergespräche, Beurteilung).
Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie Schulmanagement, Personalautonomie, Schulentwicklung und Eigenverantwortliche Schule beschreiben.
Der Autor argumentiert, dass der Beamtenstatus die notwendige Flexibilität einschränkt, insbesondere bei der leistungsorientierten Entlohnung oder der Trennung von ungeeigneten Lehrkräften.
Er begrüßt die Eigenverantwortung grundsätzlich als fachlich notwendig, weist jedoch darauf hin, dass starre gesetzliche Rahmenbedingungen (insb. Beamtengesetz) und Finanzierungsvorgaben den Spielraum in der Realität stark begrenzen.
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