Examensarbeit, 2005
95 Seiten, Note: 2,0
1 Inhalt
3 Das Naturverständnis im Wandel der Zeit und die Umwelterziehung in der Grundschule
4 Der Sachunterricht und die Umwelterziehung
4.1 Der Begriff der Bildung für die Grundschule
4.2 Der Begriff der Bildung für den Sachunterricht
4.3 Der Begriff Umwelt und Umwelterziehung
5 Die Umwelterziehung als methodisches Prinzip des Sachunterrichtes
6 Die methodischen Formen (Prinzipien) der Umwelterziehung
6.1 Die Anschauung
6.1.1 Die Realbegegnung
6.2 Der Projektunterricht und die Projekttage
6.3 Interdisziplinarität
6.3.1 Der fächerverbindende Unterricht
6.4 Vernetztes Denken
6.5 Selbsttätigkeit und Handlungsorientierung
6.6 Aktualität
7 Die christliche Tradition und das Umweltbewusstsein
8 Der Begriff Natur- Eine Definition
9 Das Mittelalter als Epoche
9.1 Mittelalterliche Zeugnisse und Quellen
10 Das Naturverständnis des mittelalterlichen Menschen und die christliche Religion
10.1 Vom alten zum neuen Glauben
10.1.1 Die keltischen Religionen
10.1.2 Die germanischen Religionen
10.1.3 Die römische Religion
10.2 Die Christianisierung
10.2.1 Die entheiligte Natur
10.2.2 Das Naturverständnis der Christen
10.2.2 Die Scholastiker, das Studium der Natur und ihr Verhältnis zu Aristoteles
10.2.3 Symbol und Aberglaube
11 Der literarische Übergang zur Neuzeit
12 Schlussbemerkungen
Ziel der Arbeit ist es, die historische Entwicklung des Naturverständnisses im Mittelalter unter dem Einfluss der christlichen Religion aufzuzeigen, um daraus Implikationen für eine zeitgemäße Umwelterziehung im Sachunterricht der Grundschule abzuleiten. Die Forschungsfrage untersucht, wie religiöse Traditionen die Sichtweise auf die Natur geprägt haben und wie dieses Wissen genutzt werden kann, um Kindern einen verantwortungsbewussten Umgang mit ihrer Umwelt zu vermitteln.
6.4 Vernetztes Denken
Vernetztes Denken bedeutet, dass nicht nur ein Aspekt eines Themas bekannt ist, sondern viele verschiedene Aspekte, die erst zusammen ein Ganzes bilden. Insbesondere in der Umwelterziehung kann nicht auf das einfache Schema Reaktion und Gegenreaktion zurückgegriffen werden. Jede Handlung des Menschen löst verschiedene Wirkungen aus, die ebenfalls wieder Reaktionen auslösen. Unser Denken darf daher nicht nur die direkte Einwirkung beachten. Die einzelnen Glieder dieser Systeme wirken nicht in einer Reihe, sondern sind vernetzt. So sollten auch wir ein vernetzendes Denken anstreben. Vernetztes Denken ist nicht nur ein methodisches Prinzip, sondern auch ein Ziel des Unterrichtes. Es kommt insbesondere bei interdisziplinärem Lernen, Projektwochen und -tagen zum Tragen. Einseitiges Wissen soll vermieden werden zu Gunsten einer Perspektivenvielfalt. So könnten z.B. in einer Mind-map die verschiedenen Assoziationen, die zu einem Sachverhalt vorliegen festgehalten werden und eine Vernetzung eines Themas kenntlich machen.
3 Das Naturverständnis im Wandel der Zeit und die Umwelterziehung in der Grundschule: Einleitung in die Bedeutung der historischen Auseinandersetzung mit der Natur für eine zeitgemäße Umwelterziehung und die Notwendigkeit, Kinder zu verantwortungsbewusstem Handeln zu bewegen.
4 Der Sachunterricht und die Umwelterziehung: Analyse der gesellschaftlichen Bedingungen der Grundschule und Definition des Bildungsbegriffs sowie der Rolle der Umwelterziehung als Teil der allgemeinen Bildung.
5 Die Umwelterziehung als methodisches Prinzip des Sachunterrichtes: Diskussion der Umwelterziehung als fachübergreifendes Prinzip, das durch Konzepte wie Nachhaltigkeit und moderne Leitbilder geprägt ist.
6 Die methodischen Formen (Prinzipien) der Umwelterziehung: Detaillierte Betrachtung methodischer Ansätze wie Anschauung, Projektunterricht, Interdisziplinarität, vernetztes Denken, Handlungsorientierung und Aktualität.
7 Die christliche Tradition und das Umweltbewusstsein: Untersuchung der historischen Brüche durch christliche Einflüsse wie die Entmythisierung der Natur und die christliche Anthropozentrik.
8 Der Begriff Natur- Eine Definition: Auseinandersetzung mit verschiedenen Facetten des Naturbegriffs vom Mittelalter bis zur Gegenwart.
9 Das Mittelalter als Epoche: Einordnung des Mittelalters als historischer Zeitraum und kritische Hinterfragung des Epochenbegriffs.
10 Das Naturverständnis des mittelalterlichen Menschen und die christliche Religion: Kernkapitel zur Analyse der religiösen Prägung durch verschiedene Glaubensrichtungen, Christianisierung, scholastisches Denken und den Umgang mit Symbolen und Aberglauben.
11 Der literarische Übergang zur Neuzeit: Beschreibung des Wandels zum Humanismus am Beispiel Petrarcas und dem Beginn einer neuen, distanzierteren Naturbetrachtung.
12 Schlussbemerkungen: Zusammenfassendes Fazit über die Vielschichtigkeit des mittelalterlichen Naturempfindens und die bleibende Relevanz der historischen Reflexion für die moderne Bildung.
Naturverständnis, Mittelalter, Umwelterziehung, Sachunterricht, Christentum, Christianisierung, Anthropozentrik, Nachhaltigkeit, scholastisches Denken, Symbolik, Aberglaube, fächerverbindender Unterricht, Umweltschutz, Bildung, Naturbegegnung.
Die Arbeit untersucht die historische Entwicklung des Verhältnisses des mittelalterlichen Menschen zur Natur unter dem maßgeblichen Einfluss des Christentums und wie dieses Wissen für eine zeitgemäße Umwelterziehung an Grundschulen fruchtbar gemacht werden kann.
Die zentralen Felder umfassen die Bildungsaufträge des Sachunterrichts, die methodischen Grundlagen der Umwelterziehung, die historische Epoche des Mittelalters, religiöse Transformationen der Natursicht sowie die Rolle von Symbolen und Aberglauben im Mittelalter.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, dass ein reflektiertes Verständnis der eigenen historischen Wurzeln im Umgang mit der Natur eine Voraussetzung für eine fundierte Umwelterziehung darstellt, die über reine Wissensvermittlung hinausgeht.
Die Arbeit stützt sich auf eine Analyse von literarischen und künstlerischen Quellen aus dem Mittelalter sowie auf die didaktische Auswertung geographiedidaktischer und pädagogischer Fachliteratur.
Der Hauptteil gliedert sich in eine fachdidaktische Analyse der Umwelterziehung (Methoden, Begriffe) und eine historische Untersuchung zur Veränderung der Natureinstellung durch die Christianisierung, die Scholastik und den Einfluss der antiken Philosophie.
Zentrale Begriffe sind Naturverständnis, christliche Anthropozentrik, Entmythisierung der Natur, Nachhaltigkeit, fächerverbindender Unterricht und das Konzept der "Mitwelt".
Die Autorin betrachtet ihn als notwendiges Prinzip, um das komplexe Thema der historischen Natureinstellung interdisziplinär zwischen Sach-, Religions-, Kunst- und Deutschunterricht zu bearbeiten, da dies das vernetzte Denken der Kinder fördert.
Hildegard von Bingen dient als Beispiel für eine "modern anmutende" Natursicht innerhalb des christlichen Rahmens, da sie den Menschen zwar anthropozentrisch sah, aber dennoch stark in den kosmischen Kreislauf und eine ganzheitliche Harmonie einband.
Das Fällen der Donareiche durch Bonifatius wird als entscheidende Zäsur und Symbol für die Entmythisierung der Natur durch das Christentum gedeutet, wodurch die Natur ihrer göttlichen Aura enthoben und für den Menschen verfügbar wurde.
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