Diplomarbeit, 2007
207 Seiten, Note: 1,0
1 Hinleitung zum Thema
1.1 Visual Artists/Visual Jockeys
1.2 Arbeitsdefinition VJ und VJing
1.3 Geschichte des VJing
1.3.1 Prähistorie bis Renaissance
1.3.2 18. Jahrhundert bis 2. Weltkrieg
1.3.3 1960 bis heute
1.3.3.1 Von der Popkultur zum VJing
1.3.3.2 Exploration (Anfang der 80er- bis Mitte der 90er-Jahre)
1.3.3.3 Ignition (Ende der 90er-Jahre)
1.3.3.4 Kick Off (ab 2000)
1.4 Arbeitsfelder
2 Theoretische Vorbetrachtung
2.1 VJing als Dienstleistung
2.1.1 Definition Dienstleistung
2.1.2 VJing ist eine Dienstleistung
2.1.3 Drei-Phasen-Modell
2.1.3.1 Potentialorientierung
2.1.3.2 Prozessorientierung
2.1.3.3 Ergebnissorientierung
2.1.4 Interne und externe Faktoren
2.2 Veranstaltungen und Marketing-Events
2.2.1 Einordnung von Events
2.2.2 Arbeitsdefinition Marketing-Event/Event-Marketing
2.2.3 Merkmale von Marketing-Events
2.2.4 Beschreibung des Marktes für Marketing-Events
2.2.5 Wirkungsforschung im Event-Marketing
2.2.5.1 Ansätze der Wirkungsforschung
2.2.5.2 Verhaltenswissenschaftlicher Ansatz
2.2.5.3 Variablen der Wirkungsforschung
2.2.6 Erfolgsforschung im Event-Marketing
2.2.7 Events und VJing
2.3 Marktakteure
2.3.1 Gliederung der Marktakteure
2.3.2 Lieferanten
2.3.3 Anbieter
2.3.4 Nachfrager
2.3.5 Nachgelagerte Marktakteure
2.4 Forschungsleitende Fragen
3 Methodik
3.1 Qualitative Leitfadeninterviews
3.2 Auswahl der Interviewpartner
3.3 Durchführung und Transkription
3.4 Analyse und Auswertung der Interviews
4 Auswertung der empirischen Untersuchung
4.1 Vorstellung der Interviewpartner
4.1.1 Agenturen
4.1.2 Clubs, Diskotheken und Festivals
4.1.3 VJs
4.1.4 Experten
4.2 Validierung der Definition
4.3 Verortung von VJ-Dienstleistungen in Dienstleistungssystematiken
4.3.1 Informationsökonomische Typologie
4.3.2 Informationsökonomische Einordnung
4.4 Externe Faktoren
4.4.1 Musik
4.4.1.1 Verbundenheit mit der Musik
4.4.1.2 Verhältnis Musiker und VJ
4.4.1.3 Kommunikation zwischen Musiker und VJ
4.4.2 Raum
4.5 Der Markt für VJs
4.5.1 Beruflicher Hintergrund von Visual Jockeys
4.5.2 Synergien mit anderen Tätigkeiten
4.5.3 Beruf Visual Jockey
4.5.4 Situation auf dem Markt für VJ-Dienstleistungen
4.5.4.1 aktuelle Marktsituation und Marktentwicklung
4.5.4.2 Strategische Marktziele
4.6 Vor dem Event
4.6.1 Künstler oder Dienstleister
4.6.2 Elemente der Vermarktung von VJs
4.6.2.1 Die Abgrenzung zu anderen VJs
4.6.2.2 Eigen- oder Agenturvermarktung
4.6.2.3 Vermarktung über Club, Diskothek und Marketing-Event
4.6.2.4 Werbemittel und Methoden
4.6.2.5 Preispolitik von VJs
4.6.3 Nutzenversprechen von Visual Jockeys
4.6.3.1 Marktsegment Clubs und Diskotheken
4.6.3.2 Marktsegment Marketing-Events
4.6.4 Auswahlkriterien von Visual Jockeys
4.6.4.1 Marktsegment Clubs und Diskotheken
4.6.4.2 Marktsegment Marketing-Events
4.7 Während des Events
4.7.1 Einsatz von Visual Jockeys in Clubs und Diskotheken
4.7.1.1 Bedeutung des Visual Jockeys
4.7.1.2 Aufgabe des Visual Jockeys
4.7.1.3 Einfluss auf die Performance
4.7.2 Einsatz von Visual Jockeys bei Marketing-Events
4.7.2.1 Wo werden VJs im Marketing-Event eingesetzt?
4.7.2.2 Einbindung in die Inszenierung des Events
4.7.2.3 Funktionen des Einsatzes von VJs im Marketing-Event
4.7.2.4 Zusammenarbeit zwischen VJ und Agentur/Unternehmen
4.7.3 Einsatz von VJs in hybriden Formen
4.7.4 Der Einsatz von Visual Jockeys im Vergleich
4.8 Nach dem Event
4.8.1 Wirkungen von VJ-Performances
4.8.1.1 Rezeptionshaltung
4.8.1.2 Beobachtete Reaktionen und Wirkungen
4.8.1.3 Charakterisierung der Reaktionen und Wirkungen
4.8.2 Erfolgskontrolle
4.8.2.1 Methoden der Erfolgskontrolle
4.8.2.2 Bewertung des Instrumentes VJing
4.9 Ausgewählte innovative Ideen
4.9.1 GabiDom - Integration des externen Faktors Raum
4.9.2 VJ-Netzwerke
4.9.3 VJs im Wettbewerb zu Film- und Postproduction
5 Schlussbetrachtung
6 Anknüpfungspunkte für weitere Untersuchungen
Das primäre Ziel dieser Arbeit ist die Erlangung eines wissenschaftlichen Erkenntnisgewinns über die ökonomische Dimension der Tätigkeit von Visual Jockeys (VJs). Angesichts des Mangels an bestehender ökonomischer Fachliteratur verbindet die Untersuchung theoretische Grundlagen aus der Dienstleistungsökonomie und dem Event-Marketing mit einer qualitativen empirischen Studie, um die Rolle, Vermarktung und Erfolgsfaktoren von VJ-Dienstleistungen in verschiedenen Marktsegmenten zu analysieren.
4.6.4.1 Marktsegment Clubs und Diskotheken
Im Club- und Diskothekenbereich sind die Auswahlkriterien relativ frei (Interview Dengg, 2007, S. 1; Interview Veldmann, 2007, S. 2). Im Vordergrund stehen weniger konkrete Anforderungen, wie zum Beispiel eine gute Party zu machen (Interview Dengg, 2007, S. 1), ein interessantes Programm zu haben oder schöne Bilder zu erzeugen, die der Gast gern betrachtet (Interview Brand, 2007, S. 1f.). Weiterhin sollte der VJ mit seinem Equipment umgehen können, Rücksicht auf die Musik nehmen (Interview Dengg, 2007, S. 1) und im Idealfall schon Referenzen im Bereich Kunstausstellungen haben (Interview Veldmann, 2007, S. 2). Matthias Dengg legt keine Kriterien an und betrachtet die Auswahl der VJs als „Bauchgeschichte“ (Interview Dengg, 2007, S. 1) bei der der subjektive Eindruck der Performance zählt. Der VJ sollte das Interesse der Gäste an den Visuals über Stunden hinweg aufrechterhalten, mit vielen Motiven arbeiten und Dinge neu kontextuieren (Interview Dengg, 2007, S. 1). Im Gegensatz zu Agenturen hat der Preis der Dienstleistung als Auswahlkriterium mehr Gewicht (Interview Brand, 2007, S. 2; Interview Veldmann, 2007, S. 3).
1 Hinleitung zum Thema: Dieses Kapitel differenziert zwischen dem allgemeinen Begriff des Visual Artists und der spezifischen Unterart des Visual Jockeys, definiert VJing als aktive Gestaltung einer visuellen Live-Performance und skizziert die historische Entwicklung sowie die verschiedenen Tätigkeitsfelder.
2 Theoretische Vorbetrachtung: Hier werden VJ-Performances theoretisch als Dienstleistungen klassifiziert, die durch das Zusammenfallen von Produktion und Konsumtion (Uno-actu-Prinzip) und die Integration externer Faktoren wie Musik und Raum gekennzeichnet sind, und in den Kontext von Event-Marketing sowie die entsprechende Akteurslandschaft eingebettet.
3 Methodik: Dieses Kapitel erläutert den Einsatz qualitativer Experteninterviews zur Gewinnung primärer Daten, da nur wenig spezifische Fachliteratur existiert, und beschreibt die MindMap-basierte Leitfadenkonstruktion sowie das fünfstufige Analyseverfahren nach Christiane Schmidt.
4 Auswertung der empirischen Untersuchung: Der Hauptteil der Arbeit präsentiert die Erkenntnisse aus 15 Experteninterviews, validiert die Definition von VJing, analysiert Marktsegmente, Preispolitik und Vermarktungsansätze und diskutiert die Bedeutung von VJs im Wettbewerb zu professionellen Filmproduktionen sowie innovative Konzepte wie den "GabiDom".
5 Schlussbetrachtung: Dieses Kapitel resümiert, dass VJing eine hochindividuelle Dienstleistung ist, deren ökonomischer Erfolg stark vom Verständnis der VJs als Künstler oder Dienstleister abhängt, und stellt fest, dass während der Clubmarkt stagniert, das Segment Marketing-Events aufgrund steigender Anforderungen an Professionalität und Markenintegration ein bedeutendes Wachstumsfeld darstellt.
6 Anknüpfungspunkte für weitere Untersuchungen: Der Abschluss identifiziert Forschungslücken, insbesondere im Hinblick auf die Perspektive von Unternehmen als Event-Ausrichtern ohne Agenturbeteiligung, die rechtliche Situation beim Einsatz urheberrechtlich geschützten Materials sowie die tiefergehende Untersuchung von Wirkungsketten beim Imagetransfer.
Visual Jockey, VJing, Event-Marketing, Dienstleistungsökonomie, Live-Performance, Marketing-Events, Clubkultur, Markenkommunikation, Imagetransfer, Erfolgskontrolle, Veranstaltungsmanagement, Medienmanagement, visuelle Kommunikation, Dienstleistungsspezifikationen, Marktsegmente.
Die Arbeit untersucht die ökonomische Dimension der Tätigkeit von Visual Jockeys (VJs) und beleuchtet deren Rolle, Vermarktung und Wirkungsweise im professionellen Kontext von Marketing-Events sowie in der Clubkultur.
Zentrale Themen sind die Einordnung von VJing als Dienstleistung, die ökonomische Beschreibung des VJ-Marktes und seiner Akteure, der Vergleich von Einsatzgebieten (Clubs vs. Marketing-Events) sowie Ansätze zur Erfolgsmessung im Event-Marketing.
Ziel ist der wissenschaftliche Erkenntnisgewinn über die ökonomische Perspektive von Visual Jockeys, insbesondere die Frage nach ihrem Mehrwert, ihrer Differenzierung im Wettbewerb und der Art und Weise ihrer erfolgreichen Vermarktung als Dienstleister.
Der Autor führt eine qualitative Forschung durch, basierend auf 15 Experteninterviews mit VJs, Agenturen und Clubbetreibern, deren Ergebnisse in einem strukturierten, fünfstufigen Prozess analysiert und mit theoretischen Modellen verknüpft wurden.
Der Hauptteil analysiert die empirischen Daten zur Marktstruktur, der Rolle externer Faktoren wie Musik und Raum, der Positionierung von VJs als Künstler oder Dienstleister sowie die verschiedenen Vermarktungsstrategien und Auswahlkriterien der Nachfrager.
Wichtige Begriffe sind Visual Jockey, VJing, Dienstleistungsmarketing, Event-Marketing, Markenkommunikation, Imagetransfer, Live-Performance und ökonomische Dimensionen von Kunst-Dienstleistungen.
In Clubs ist die Tätigkeit oft intuitiv und stärker künstlerisch frei, während bei Marketing-Events deutlich höhere Anforderungen an Produktionssicherheit, akkurate Timings und die gezielte Einbindung von Markenbotschaften gestellt werden.
Dies liegt an der mangelnden Standardisierung des Berufsbildes, der teils geringen Wertschätzung der Dienstleistung in bestimmten Segmenten und dem Umstand, dass VJing oft als Nebentätigkeit oder künstlerische Ergänzung zu anderen Berufen in Design- oder Medienagenturen ausgeübt wird.
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