Diplomarbeit, 2006
153 Seiten, Note: 1,0
1 EINLEITUNG
2 FERNSEH- UND INTERNETNUTZUNG VON KINDERN
2.1 Kinder im Internet – Stand der Forschung
2.2 Fernsehnutzung
2.3 Internetnutzung
3 MEDIEN- UND INTERNETKOMPETENZ VON KINDERN
3.1 Medienkompetenz – Begriffserklärung
3.2 Internetkompetenz bei Kindern
3.3 Voraussetzungen für eine kompetente Internetnutzung
4 QUALITÄTSKRITERIEN FÜR KINDERWEBSITES
4.1 Medienpädagogische Qualitätskriterien nach Krick
4.1.1 Inhalt und Verständlichkeit
4.1.2 Sicherheit und Datenschutz
4.1.3 Kommunikation
4.1.4 Interaktivität
4.1.5 Vernetzung
4.1.6 Werbung
4.2 Qualitätskriterien nach dem „Erfurter Netcode“
4.2.1 Selbstdarstellung
4.2.2 Jugendschutz
4.2.3 Medienkompetenz
4.2.4 Werbung und Verkauf
4.2.5 Datenschutz
5 MEDIENKONVERGENZ
5.1 Begriffserklärung
5.1.1 Angebotsbezogene Perspektive
5.1.2 Nutzerbezogene Perspektive
5.2 Fernsehkonvergente Internetangebote
5.3 Bedeutung von fernsehkonvergenten Internetangeboten
6 DIE KINDERSENDUNG „LÖWENZAHN“
6.1 Sendungsaufbau
6.2 Das Magazin „Löwenzahn“
6.3 Die Rolle des Moderators
6.4 Das neue Format
7 DAS INTERNETANGEBOT DER SENDUNG „LÖWENZAHN“
7.1 Layout
7.2 Gestaltung
7.3 Inhalt
7.4 Navigation
7.5 Interaktivität
7.6 Fernsehkonvergenz
8 DIE EMPIRISCHE UNTERSUCHUNG
8.1 Das Surfinterview
8.1.1 Das problemzentrierte Interview
8.1.2 Die teilnehmende Beobachtung
8.1.3 Das Screenrecording
8.2 Durchführung der Datenerhebung
8.2.1 Kontaktaufnahme
8.2.2 Auswahl der Probanden
8.2.3 Interviewzeitraum und -situation
8.2.4 Postskriptum
8.2.5 Bewertung der Methode
8.3 Transkription der Surfinterviews
8.4 Das Auswertungsverfahren
9 DIE INTERNETSEITE VON „LÖWENZAHN“ AUS DER SICHT VON KINDERN - VIER EINZELFÄLLE
9.1 Stefanie, die Wissensdurstige
9.2 Tim, der Fußball-Fan
9.3 Franziska, der Lesemuffel
9.4 Paul, der Internet-Neuling
9.5 Quantitative Bewertung der „Löwenzahn“-Internetseite
10 AUSWERTUNG UND INTERPRETATION
10.1 Internetkompetenz
10.2 Bekanntheit der Internetseite von „Löwenzahn“
10.3 Erwartungen an die Internetseite von „Löwenzahn“
10.4 Interaktion auf der Internetseite von „Löwenzahn“
10.5 Bewertung der Internetseite von „Löwenzahn“
10.5.1 Rubrik „Löwenzahn“
10.5.2 Rubrik „Sendung“
10.5.3 Rubrik „Spiele“
10.5.4 Rubrik „Löwenzahn-Welt“
10.5.5 Rubrik „Themen“
10.5.6 „Löwenzahn“-Internetseite allgemein
11 MEDIENPÄDAGOGISCHE BEWERTUNG DER INTERNETSEITE VON „LÖWENZAHN“
11.1 Inhalt und Verständlichkeit
11.2 Sicherheit und Datenschutz
11.3 Kommunikation
11.4 Interaktivität
11.5 Medienkompetenz
12 EMPFEHLUNGEN FÜR DIE „LÖWENZAHN“-WEBSITE
13 ZUSAMMENFASSUNG UND AUSBLICK
Ziel der Arbeit ist es, die Website der Kindersendung „Löwenzahn“ unter medienpädagogischen Gesichtspunkten zu evaluieren und das Nutzungsverhalten sowie die subjektiven Bewertungen von Kindern im Alter von 9 bis 10 Jahren qualitativ zu untersuchen.
8.1.1 Das problemzentrierte Interview
In der qualitativen Forschung spielen Interviews eine zentrale Rolle, da man auf diesem Weg den Befragten selbst das Wort geben kann und diese die Möglichkeit bekommen über ihre Erfahrungen und ihre Biographien zu sprechen (vgl. Friebertshäuser 2003, S. 371). Dabei ist es wichtig, die Forschungssituation so natürlich wie möglich zu gestalten, was mit sich bringt, im Forschungsprozess „[…] Offenheit für die Sinn- und Regelsysteme der Kinder […]“ (Heinzel 2003, S. 399), herzustellen.
Das problemzentrierte Interview, dessen Begriff von Witzel (1982) geprägt worden ist, soll die Befragten so frei wie möglich zu Wort kommen lassen und einem offenen Gespräch ähnlich sein (vgl. Mayring 2002, S. 67). Daher unterliegt das problemzentrierte Interview dem gleichen offenen Prinzip wie die Surfinterviews (vgl. Kapitel 8.1).
Der Fokus des problemzentrierten Interviews liegt auf einer bestimmten Problemstellung, die vom Interviewer bereits vor der Befragungssituation analysiert worden ist. Bestimmte Aspekte, die mit der jeweiligen Fragestellung in Zusammenhang stehen, werden von dem Interviewer in einem Leitfaden zusammengestellt (vgl. Mayring 2002, S. 67.). Nach Witzel unterliegt das problemzentrierte Interview drei grundlegenden Aspekten. Mit dem ersten Punkt, der Problemzentrierung ist gemeint, dass sich das Interview auf jene Problemstellung bezieht, die der Interviewer in ihren wesentlichen Aspekten bereits objektiv zusammengestellt hat. Ein weiterer Aspekt ist die Gegenstandsorientierung, welche beinhaltet, dass die Methode auf den spezifischen Gegenstand bezogen sein muss (vgl. ebd., S. 68). Die Kinder werden in der vorliegenden empirischen Studie daher mit dem Gegenstand „Löwenzahn-Website“ konfrontiert. Der Fokus liegt somit vor allem auf dem Orientierungsverhalten der Kinder auf der Internetseite sowie auf den Eindrücken und Bewertungen in Bezug auf diese Website. Bei dem dritten Aspekt, der Prozessorientierung, geht es um „[…] die flexible Analyse des wissenschaftlichen Problemfeldes, eine schrittweise Gewinnung und Prüfung von Daten, wobei Zusammenhang und Beschaffenheit der einzelnen Elemente sich erst langsam und in ständigem reflexiven Bezug auf die dabei verwandten Methoden herausschälen“ (Witzel 1982, S. 71).
1 EINLEITUNG: Einführung in das Thema der Internetnutzung von Kindern und die medienpädagogische Bedeutung der Website von „Löwenzahn“.
2 FERNSEH- UND INTERNETNUTZUNG VON KINDERN: Analyse des aktuellen Forschungsstandes zur Mediennutzung von Kindern unter besonderer Berücksichtigung der KIM-Studie.
3 MEDIEN- UND INTERNETKOMPETENZ VON KINDERN: Definition der Medienkompetenz und deren spezifische Anwendung auf den kindlichen Umgang mit dem Internet.
4 QUALITÄTSKRITERIEN FÜR KINDERWEBSITES: Vorstellung medienpädagogischer Standards, insbesondere nach Silke Krick und dem „Erfurter Netcode“.
5 MEDIENKONVERGENZ: Theoretische Einordnung der Verschränkung von Fernsehen und Internet sowie der Bedeutung fernsehkonvergenter Angebote.
6 DIE KINDERSENDUNG „LÖWENZAHN“: Vorstellung der Kindersendung, ihres Konzepts und der Rolle des Moderators.
7 DAS INTERNETANGEBOT DER SENDUNG „LÖWENZAHN“: Detaillierte Beschreibung der Struktur, des Layouts und der Funktionen der Website.
8 DIE EMPIRISCHE UNTERSUCHUNG: Darlegung der gewählten qualitativen Forschungsmethoden, insbesondere der Surfinterviews und Screenrecordings.
9 DIE INTERNETSEITE VON „LÖWENZAHN“ AUS DER SICHT VON KINDERN - VIER EINZELFÄLLE: Porträtierung der vier befragten Kinder und deren individueller Erfahrungen mit der Website.
10 AUSWERTUNG UND INTERPRETATION: Zusammenführende Analyse und Interpretation der gewonnenen Daten im Hinblick auf die Forschungsfrage.
11 MEDIENPÄDAGOGISCHE BEWERTUNG DER INTERNETSEITE VON „LÖWENZAHN“: Bewertung der Website anhand der erarbeiteten Kriterien unter medienpädagogischen Gesichtspunkten.
12 EMPFEHLUNGEN FÜR DIE „LÖWENZAHN“-WEBSITE: Konkrete Handlungsvorschläge zur Optimierung des Internetangebots.
13 ZUSAMMENFASSUNG UND AUSBLICK: Abschließendes Fazit der Ergebnisse und Anregungen für weitere medienpädagogische Forschungen.
Löwenzahn, Medienkompetenz, Internetnutzung, Kinder, Medienkonvergenz, Qualitative Studie, Surfinterview, Medienpädagogik, Erfurter Netcode, Internetangebot, Wissenssendung, Kindermedien, Nutzerperspektive, Webdesign, Qualitätskriterien
Die Diplomarbeit untersucht die medienpädagogische Qualität der Internetseite zur Kindersendung „Löwenzahn“ aus der Sicht der Zielgruppe.
Die Studie verknüpft theoretische Grundlagen zur Medienkompetenz und Konvergenz mit einer empirischen qualitativen Analyse des kindlichen Nutzungsverhaltens.
Ziel ist es zu klären, wie die „Löwenzahn“-Website aus Sicht der Kinder bewertet wird und ob sie medienpädagogische Qualitätsstandards erfüllt.
Die Autorin verwendet die qualitative Methode der „Surfinterviews“, kombiniert mit teilnehmender Beobachtung und Screenrecordings zur Analyse der Interaktionen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Kriterienentwicklung, die Vorstellung der Sendung „Löwenzahn“ sowie die Durchführung und Auswertung der empirischen Einzelfallstudien.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Medienkompetenz, interaktive Nutzung, medienpädagogische Bewertung und kindgerechte Gestaltung geprägt.
Die Kinder kritisieren lange Texte und zeigen eine klare Präferenz für Spiele, Bilder und interaktive Elemente, wobei sie sich teilweise sogar einen Sprachkommentator wünschen.
Das Fernsehen fungiert als „Zugmedium“; die Kinder besuchen die Website meist unmittelbar im Kontext der Sendung, um vertiefende Informationen zu erhalten oder Spiele zu spielen.
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