Diplomarbeit, 2007
76 Seiten, Note: 2,7
1. Einleitung
2. Begriffsdefinition Schattenwirtschaft und deren Abgrenzung
2.1. Arbeitsdefinition und Abgrenzung
2.2. Gesetzliche Definition und Abgrenzung am Beispiel Deutschlands
3. Methoden zur Messung der Schattenwirtschaft
3.1. Direkte Methoden
3.1.1. Befragungen
3.1.2. Statistische Erhebungen zur Steuerhinterziehung
3.1.3. Kritische Würdigung der direkten Methoden
3.2. Indirekte Methoden
3.2.1. Ansätze basierend auf der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung (VGR)
3.2.2. Monetäre Ansätze zur Messung der Schattenwirtschaft
3.2.3. Inputansätze
3.3. Kausale Methoden
3.3.1. Grundansatz der „weichen Modellierung“
3.3.2. Kritik am Modellansatz
3.4. Vor- und Nachteile der Methoden
4. Empirische Länderergebnisse
4.1. Schattenwirtschaft in Italien
4.2. Schattenwirtschaft in Deutschland
4.3. Schattenwirtschaft in Russland
4.4. OECD Länder im Überblick
4.5. Der Korruptionsindex nach Transparency International
5. Ursachen der Schattenwirtschaft
5.1. Steuer- und Abgabenbelastung im offiziellen Wirtschaftssektor
5.1.1. Empirische Daten
5.1.2. Abgabenbelastung des Faktors Arbeit
5.1.3. Steuermoral
5.2. Staatliche Regulierungsmaßnahmen
5.2.1. Index of economic freedom
5.2.2. Gesetzliche Regulierungen auf dem Arbeitsmarkt
5.2.3. Staatsversagen am Beispiel des „Meisterbriefes“
5.3. Arbeitszeitregelungen
5.3.1. Das neoklassische Einkommen-Freizeit-Modell
5.3.2. Das erweiterte Einkommen-Freizeit-Modell
5.3.3. Weitere Einflussfaktoren und deren Variation
5.4. Ursachen im Überblick
6. Volkswirtschaftliche Konsequenzen der Schattenwirtschaft
6.1. Allokationswirkungen
6.1.1. Volkswirtschaftliche Ressourcenverschwendung
6.1.2. Zu geringe Kapitalintensität in der Schattenwirtschaft
6.1.3. Wettbewerbsverzerrung durch Steuer- und Abgabenvermeidung
6.1.4. Unverzerrte Preise als Knappheitsindikatoren und verbesserte Arbeitsteilung
6.1.5. Wettbewerbsverzerrung oder -Intensivierung
6.1.6. zusätzliches Innovationspotential in der Schattenwirtschaft versus geringe Forschungs- und Entwicklungsintensität
6.1.7. Nutzung von ansonst brachliegenden Produktionsfaktoren
6.1.8. Fazit Allokationswirkungen
6.2. Verteilungswirkungen
6.3. Stabilisierungswirkungen
6.4. Fiskalische Wirkungen
6.5. Überblick positive versus negative Folgen
7. Lösungsmöglichkeiten des Problems Schattenwirtschaft
7.1. Langfristige Lösungsstrategien
7.2. Kurzfristige Lösungsstrategien
8. Kritische Würdigung und Ausblick
Diese Diplomarbeit untersucht das Phänomen der Schattenwirtschaft aus einer ökonomischen Perspektive, mit dem Ziel, die Ursachen dieses irregulären Sektors zu analysieren und potenzielle wirtschaftspolitische Lösungsmöglichkeiten zu bewerten. Im Zentrum steht dabei die Forschungsfrage, warum sich Haushalte und Unternehmen dem offiziellen Zugriff entziehen und welche Auswirkungen dieses Handeln auf die Volkswirtschaft hat.
3.1.1. Befragungen
Nach Branchen differenziert wird hierbei gezielt danach gefragt, ob Schwarzarbeit angeboten und/ oder nachgefragt wird.
Resultat dieser Befragungen ist, ob und wie viel Schwarzarbeit in bestimmten Branchen/ Bereichen angeboten bzw. nachgefragt wird.
Laut Schneider und Enste (2000, S. 12) wird diese Art der Befragung in vielen Ländern benutzt, da sich dadurch spezifische Informationen über die Zusammensetzung der im Schattensektor Beschäftigten, als auch über deren Art der Beschäftigung und der damit verbundenen Qualität der angebotenen Leistung gewinnen lässt.
Problematisch ist hierbei aber, dass solche direkten Befragungen anfällig für Ausreißer und damit auch für Verzerrungen des ohnehin schon geschätzten Resultates sind.
Weiterhin kann man hier auch alle Vor- und Nachteile von Befragungen allgemein aufzählen. Konkret sei hier nur die Art der Frageformulierung genannt, von der es auch schon abhängen kann, wie ehrlich oder auch nicht geantwortet wird.
Laut Schneider und Enste (2000, S. 12) sind diese Befragungen und deren Resultate eher als die Untergrenze für den Umfang der Schattenwirtschaft zu sehen.
1. Einleitung: Diese Einleitung stellt die Schattenwirtschaft als ökonomisches Phänomen vor und definiert das Ziel der Arbeit, Ursachen, Methoden und Folgen aus wirtschaftswissenschaftlicher Sicht zu betrachten.
2. Begriffsdefinition Schattenwirtschaft und deren Abgrenzung: Dieses Kapitel liefert eine theoretische Abgrenzung der Schattenwirtschaft mittels VGR-Konzepten und stellt eine Klassifikation der Aktivitäten vor.
3. Methoden zur Messung der Schattenwirtschaft: Hier werden die verschiedenen direkten, indirekten und kausalen Messmethoden, wie z.B. Bargeldnachfrage oder MIMIC-Verfahren, detailliert beschrieben und kritisch gewürdigt.
4. Empirische Länderergebnisse: Dieses Kapitel präsentiert konkrete Daten zur Größe der Schattenwirtschaft in ausgewählten Ländern und untersucht den Zusammenhang zur Korruption.
5. Ursachen der Schattenwirtschaft: Die zentralen Ursachen, wie Steuerlast, Abgabenbelastung, staatliche Regulierung, Steuermoral und Arbeitszeitregelungen, werden hier analysiert.
6. Volkswirtschaftliche Konsequenzen der Schattenwirtschaft: Die Arbeit beleuchtet die Auswirkungen auf die Allokation, Verteilung, Stabilisierung und Fiskalpolitik des Staates.
7. Lösungsmöglichkeiten des Problems Schattenwirtschaft: Es werden verschiedene langfristige und kurzfristige Strategien zur Reduzierung der Schattenwirtschaft diskutiert.
8. Kritische Würdigung und Ausblick: Dieses Kapitel fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die Möglichkeiten einer zukünftigen wirtschaftspolitischen Steuerung.
Schattenwirtschaft, Schwarzarbeit, Steuermoral, Steuerhinterziehung, Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung, MIMIC-Verfahren, Arbeitszeit, Regulierung, Staatsversagen, Allokationswirkungen, Verteilungswirkungen, Fiskalische Wirkungen, Wirtschaftsfreiheit, Korruption, Lösungsstrategien.
Die Diplomarbeit behandelt die ökonomischen Aspekte der Schattenwirtschaft, untersucht deren Ursachen und analysiert die Auswirkungen auf den offiziellen Wirtschaftssektor.
Zentrale Themen sind die Messung der Schattenwirtschaft, der empirische Vergleich verschiedener Länder, die Analyse von Ursachen wie Steuern und Regulierung sowie die Bewertung volkswirtschaftlicher Folgen.
Das Ziel ist eine fundierte ökonomische Betrachtung, um zu verstehen, warum Schattenwirtschaft existiert und wie die Politik effizient darauf reagieren kann.
Die Arbeit nutzt eine umfassende Literaturanalyse und setzt sich mit empirischen Methoden (direkt, indirekt, kausal) auseinander, die zur Schätzung der Schattenwirtschaft dienen.
Der Hauptteil gliedert sich in die Definition und Messmethoden, empirische Befunde, eine detaillierte Analyse der Ursachen (z.B. Abgabenbelastung, Regulierungsdichte) sowie der Konsequenzen für die Gesamtwirtschaft.
Wichtige Begriffe sind unter anderem Schattenwirtschaft, Schwarzarbeit, Steuerlast, MIMIC-Verfahren und das Einkommen-Freizeit-Modell.
Der Autor argumentiert, dass der Meisterbrief als regulatorische Markteintrittsbarriere fungiert, die offizielle Preise erhöht und somit Anreize für Schwarzarbeit schafft.
In Russland wird Korruption als wesentliche Ursache identifiziert, die den Anreiz für Unternehmen und Haushalte erhöht, in den irregulären Sektor auszuweichen, um Steuern und bürokratische Lasten zu vermeiden.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

