Diplomarbeit, 2007
118 Seiten, Note: 1,0
1. EINLEITUNG
2. DIABETES
2.1. EPIDEMIOLOGIE
2.2. MEDIZINISCHE KENNGRÖßEN
2.3. FOLGEERKRANKUNGEN
2.4. VOLKSWIRTSCHAFTLICHE BEDEUTUNG
3. DISEASE MANAGEMENT PROGRAMME
3.1. DEFINITION
3.2. ENTWICKLUNG
3.3. RAHMENBEDINGUNGEN IN DEUTSCHLAND
3.3.1. Einflussfaktoren auf die Einführung von DMP’s
3.3.2. Praktische Umsetzung
3.3.3. Zukünftige Entwicklung
4. EVALUATION UND SIMULATION VON DMP’S
4.1. THEORETISCHE ANSATZPUNKTE ZUR EVALUATION EINES DMP
4.2. OUTCOMEARTEN EINES DIABETES-DMP’S
4.3. SIMULATIONSRECHNUNG
5. INTERNATIONALE ERFAHRUNGEN BEI DER EVALUATION VON DIABETES-DMP’S
5.1. ERGEBNISSE AUS STUDIEN MIT ROUTINEDATEN
5.1.1. „Diabetes NetCare“ von RUBIN et al.
5.1.2. „Penn State Geisinger Health System Studie“ von SIDOROV et al.
5.1.3. „Diabetes Disease Management Program“ von VILLAGRA und AHMED
5.1.4. Weitere Studienergebnisse
5.2. ERGEBNISSE AUS KLINISCHEN STUDIEN
5.2.1. „Diabetes Advantage Program“ von CLARK et al
5.2.2. „TennCare“ von PATRIC et al.
5.2.3. „Comprehensive Diabetes Care Service“ von PETERS / DAVIDSON
5.2.4. „Nurse Case Management“ von AUBERT et al
5.2.5. „Mayo Health System Diabetes Translation Project“ von MONTORI et al
5.3. SCHLUSSFOLGERUNGEN
6. ROUTINEDATEN DER GKV
6.1. CHARAKTERISIERUNG
6.2. VARIABLEN
6.3. IDENTIFIKATION VON DIABETIKERN
6.4. SCHLUSSFOLGERUNGEN
7. EVALUATION VON DIABETES-DMP’S MIT ROUTINEDATEN
7.1. PROBLEMSTELLUNG
7.2. MODELLVARIANTEN
7.2.1. Regressionsmodelle
7.2.2. Nichtparametrische Verfahren
7.3. RISIKODIMENSIONEN
7.4. SCHLUSSFOLGERUNGEN
8. FAZIT
Die Arbeit untersucht methodische Fragestellungen zur Evaluation von Disease Management Programmen (DMP's) für Diabetes mellitus im deutschen Gesundheitswesen mittels Routinedaten der Gesetzlichen Krankenversicherung. Ziel ist es, aufzuzeigen, wie trotz methodischer Herausforderungen wie Selektionsverzerrungen die Wirksamkeit und Kosteneffektivität dieser Programme durch statistische Verfahren analysiert werden kann.
3.1. Definition
Disease Management Programme (DMP’s) bilden einen systematischen Ansatz zur Bündelung bewährter Behandlungskonzepte. Dazu wird die bisher individuelle Hausarztbehandlung um allgemeine Vorgaben aus der evidenzbasierten Medizin ergänzt und sektorübergreifend von der koordinierten Betreuung bis zur Nachsorge angewendet. DMP’s bedienen sich jedoch nicht nur wissenschaftlicher Standards, sondern bilden mit der genauen Dokumentation der Behandlungsabläufe auch die Grundlage für neue Evaluationen. Deren Ergebnisse tragen zu einer kontinuierlichen Verbesserung der Prozesse bei, wodurch im Idealfall bei langfristig sinkenden Kosten die Versorgungsqualität gesteigert werden kann.
Gegenwärtig kann besonders bei der Betreuung chronisch Kranker gleichzeitig Über-, Unter- und Fehlversorgung beobachtet werden, die unter anderem durch die sektorale Gliederung vieler Gesundheitssysteme hervorgerufen wird. Innerhalb dieser Strukturen wird die Behandlung der Chroniker zumeist von Hausärzten übernommen, die in aller Regel nicht in der Lage sind, ihre Patienten nach den jeweils neuesten Standards zu versorgen. Trotz dieser offensichtlichen Versorgungsprobleme befindet sich nur ein kleiner Teil dieser Patienten in der regelmäßigen Behandlung von Spezialisten. Aus diesen Gründen besteht bei den Langzeiterkrankungen das größte Potenzial für die evidenzbasierten Behandlungsprogramme, um sowohl aus medizinischer als auch aus ökonomischer Sicht, entscheidende Verbesserungen zu erzielen.
1. EINLEITUNG: Einführung in die Problematik chronischer Erkrankungen und die Rolle von Disease Management Programmen im Kontext des deutschen Gesundheitssystems.
2. DIABETES: Medizinische Darstellung von Diabetes mellitus, der verschiedenen Typen sowie der volkswirtschaftlichen und gesundheitlichen Bedeutung von Folgeerkrankungen.
3. DISEASE MANAGEMENT PROGRAMME: Definition, historische Entwicklung und die spezifischen ordnungspolitischen Rahmenbedingungen für die Einführung von DMP's in Deutschland.
4. EVALUATION UND SIMULATION VON DMP’S: Erörterung theoretischer Ansätze zur Bewertung komplexer Interventionen und der notwendigen Outcome-Parameter.
5. INTERNATIONALE ERFAHRUNGEN BEI DER EVALUATION VON DIABETES-DMP’S: Analyse und Vergleich internationaler Studienergebnisse hinsichtlich der Wirksamkeit von Diabetes-Programmen.
6. ROUTINEDATEN DER GKV: Charakterisierung der vorhandenen Routinedaten sowie deren Vor- und Nachteile bei der Identifikation von Diabetes-Patienten.
7. EVALUATION VON DIABETES-DMP’S MIT ROUTINEDATEN: Detaillierte Darstellung mikroökonometrischer Verfahren wie Regressionsmodelle und Matching, um Selektionsprobleme bei der Evaluation zu adressieren.
8. FAZIT: Zusammenfassende Bewertung der Evaluationsmöglichkeiten und Empfehlungen zur zukünftigen Ausgestaltung der DMP-Förderung.
Diabetes mellitus, Disease Management Programme, DMP, Evaluation, Routinedaten, GKV, Risikostrukturausgleich, RSA, Evidenzbasierte Medizin, Versorgungsqualität, Kosteneffektivität, Selektionsverzerrung, Matchingverfahren, Regressionsmodelle, Folgeerkrankungen
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Evaluation von Disease Management Programmen (DMP's) für Diabetes im deutschen Gesundheitswesen und wie diese mit Routinedaten der Krankenkassen sinnvoll bewertet werden können.
Die Schwerpunkte liegen auf der medizinischen Relevanz von Diabetes, den strukturellen Rahmenbedingungen in Deutschland, internationalen Evaluationsstudien sowie mikroökonometrischen Methoden zur Wirksamkeitsanalyse.
Die Arbeit zielt darauf ab, methodische Ansätze zu erörtern, mit denen die Wirksamkeit und Kosteneffektivität von Diabetes-DMP's trotz der methodischen Schwierigkeiten bei der Nutzung von Routinedaten wissenschaftlich fundiert beurteilt werden kann.
Der Fokus liegt auf mikroökonometrischen Verfahren, insbesondere auf Regressionsmodellen sowie Matchingverfahren wie Stratifizierung und Kernel-Matching, um eine geeignete Kontrollgruppe zu simulieren.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung in Diabetes und DMP's, eine umfangreiche internationale Literaturauswertung, eine Analyse der Datenqualität von GKV-Routinedaten sowie eine Diskussion über statistische Verfahren zur Risikostratifizierung.
Die zentralen Begriffe sind Disease Management Programme, Evaluation, Routinedaten, Risikostrukturausgleich und statistische Methoden zur Vergleichsgruppenbildung.
Da die DMP's in Deutschland flächendeckend eingeführt wurden, fehlen Kontrollregionen ohne diese Programme. Zudem führt die freiwillige Teilnahme zu einer Selektion (z.B. motiviertere Patienten), was Vergleiche ohne spezielle statistische Korrekturen verfälscht.
Routinedaten bieten eine kostengünstige und umfassende Informationsbasis (z.B. Abrechnungen, Krankenhausaufenthalte), sind jedoch nicht primär für Forschungszwecke erhoben und weisen daher Lücken bei klinischen Parametern oder sozioökonomischen Variablen auf.
Ja, unter Wissenschaftlern besteht weitgehender Konsens über die Notwendigkeit eines direkten Morbiditätsbezugs im RSA, um Anreize für eine ineffiziente Risikoselektion zu minimieren und die Versorgung von Chronikern zu verbessern.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

