Magisterarbeit, 2005
78 Seiten, Note: 1,0
Philosophie - Theoretische (Erkenntnis, Wissenschaft, Logik, Sprache)
Einleitung
Problemstellung und Relevanz des Themas
Aufbau der Arbeit und Grenzen des Themas
Erster Teil: Die Geschichtsphilosophie Friedrich Nietzsches und Benedetto Croces im Vergleich
1.1 Friedrich Nietzsche: „Vom Nutzen und Nachtheil der Historie für das Leben“
1.1.1 Umstände der Entstehung des Werkes
1.1.2 Inhalte und Kernpunkte des Werkes
1.1.2.1 Drei Arten der Geschichtsbetrachtung
a) Monumentale Geschichtsschreibung:
b) Antiquarische Geschichtsschreibung:
c) Kritische Geschichtsschreibung
1.1.2.2 Bildungskritik und Objektivität in der Geschichte
1.1.2.3 Geschichte als Kunst
1.1.2.4 Nietzsches Abgrenzung von Hegel
1.2 Benedetto Croce: „Die Geschichte als Gedanke und als Tat“ und „Die Geschichte auf den allgemeinen Begriff der Kunst gebracht“
1.2.1 Umstände der Entstehung der Werke
a) Die Geschichte auf den allgemeinen Begriff der Kunst gebracht
b) Die Geschichte als Gedanke und als Tat
1.2.2 Croces literarisches Frühwerk „Die Geschichte auf den allgemeinen Begriff der Kunst gebracht“
1.2.2.1 Der Kunstbegriff
1.2.2.2 Geschichte und Kunst
1.2.3 Croces philosophisches Spätwerk „Die Geschichte als Gedanke und als Tat“
1.2.3.1 Der Begriff des Historismus
1.2.3.2 Kritik an der Geschichtsschreibung
1.2.3.3 Vier negative Varianten des Historismus
a) „antiquarischer“ Historismus
b) Historismus contra mathematisch-naturwissenschaftliches Erkenntnisideal
c) Historizismus
d) Geschichte als Gegenwartsflucht
1.2.3.4 Croces Kritik an Ranke und Burckhardt
1.2.3.5 Die neue Rolle der Philosophie als Methodologie der Geschichte
1.3 Direkter Vergleich
1.3.1 Formales
1.3.1.1 Der Hintergrund
1.3.1.2 Die Perspektive
1.3.2 Inhaltliches
1.3.2.1 Gemeinsamkeiten
a) Geschichte und Kunst
b) Die Kritik an Hegel
c) Das Postulat einer lebendigen Geschichte
1.3.2.2 Unterschiede
a) Freiheit
b) Der Ausweg aus der Krise
1.4 Zwischenbilanz
Zweiter Teil: Die Geschichtsphilosophie Friedrich Nietzsches und Benedetto Croces im Spiegel der Postmoderne
2.1 Das Konzept der Narrativität
2.1.1 Der Begriff der postmodernen Narrativität
2.1.2 Arten der Narrativität in der Geschichtsschreibung
2.1.3 Der Umgang mit dem Konzept der Narrativität
2.2 Postmoderne Geschichtsdebatte
2.2.1 Hayden White und die Kritik an der Geschichtsphilosophie des 19. Jahrhunderts
2.2.1 »Auch Klio dichtet« - Ein postmoderner Kunstansatz
2.2.2 Wissenschaftliche Diskussion
2.2.2.1 David Carr, U.S.A.
2.2.2.2 Reinhart Koselleck, Deutschland
2.3 Schlussfolgerungen
Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht die geschichtsphilosophischen Ansätze von Friedrich Nietzsche und Benedetto Croce, um deren Gemeinsamkeiten und Unterschiede sowie ihre Relevanz für eine postmoderne Geschichtsphilosophie zu erarbeiten. Dabei steht die Forschungsfrage im Vordergrund, inwieweit diese Denker als Wegbereiter der postmodernen Geschichtsschreibung verstanden werden können und welche Rolle dabei ihr jeweiliges Verständnis von Narrativität und Geschichte als Kunst spielt.
1.1.2.1 Drei Arten der Geschichtsbetrachtung
Nietzsche beginnt an dieser Stelle mit seiner berühmt gewordenen Unterscheidung drei er Arten der Geschichtsschreibung:
a) Monumentale Geschichtsschreibung:
Ein monumentaler Geschichtsschreiber interessiert sich für die großen Zusammenhänge der Geschichte. Er sammelt diese „großartigen“ Fakten und befreit sie von allem „Dreck“ des Niederen Die Vorbilder seines Handeln sind Menschen wie Cäsar, Napleon oder Bismarck. Nietzsche warnt aber auch vor den Gefahren einer derartigen Geschichtsschreibung, die Vergangenheit werde sublimiert und die schlechten und niederen Teile einfach vergessen oder unter den Teppich gekehrt. Böse Geister hätten monumentale Historie benutzt, um die Geschichte zu verdrehen, Kriege zu rechtfertigen und die Massen nach ihrem Gutdünken zu beeinflussen. Sollte diese monumentale Geschichtsschreibung aber in die Hände der „Ohnmächtigen Untätigen“ gelangen? Nietzsche entwirft folgendes Szenario:
„Denen wird der Weg verlegt; denen wird die Luft verfinstert, wenn man ein halb begriffe nes Monument irgendeiner grossen Vergangenheit götzendienerisch und mit rechter Beflis senheit umtanzt, als ob man sagen wollte: »Seht das ist die wahre und wirkliche Kunst: was gehen Euch die Werdenden und Wollenden an?«“
1.1 Friedrich Nietzsche: „Vom Nutzen und Nachtheil der Historie für das Leben“: Der Abschnitt beleuchtet die Entstehungsgeschichte des Werkes sowie dessen zentrale Thesen, insbesondere die Bildungskritik und die Abgrenzung von hegelscher Geschichtsauffassung.
1.2 Benedetto Croce: „Die Geschichte als Gedanke und als Tat“ und „Die Geschichte auf den allgemeinen Begriff der Kunst gebracht“: Hier werden Croces Ansätze zur Geschichte als Kunst und seine spätere Theorie des Historismus analysiert, wobei besonders seine methodologische Kritik an anderen Historikern im Fokus steht.
1.3 Direkter Vergleich: Dieses Kapitel stellt die formalen und inhaltlichen Parallelen sowie Gegensätze der beiden Philosophen gegenüber, insbesondere im Hinblick auf das Postulat einer lebendigen Geschichte.
2.1 Das Konzept der Narrativität: Der Autor führt hier in die postmoderne Debatte ein, indem er den Begriff der Narrativität definiert und deren Bedeutung für die moderne Geschichtsforschung untersucht.
2.2 Postmoderne Geschichtsdebatte: Dieses Kapitel analysiert Hayden Whites Ansatz der Metageschichte und diskutiert dessen Einordnung der Geschichtsphilosophie des 19. Jahrhunderts sowie kritische Reaktionen von David Carr und Reinhart Koselleck.
Geschichtsphilosophie, Friedrich Nietzsche, Benedetto Croce, Historismus, Narrativität, Postmoderne, Hayden White, Geschichtsschreibung, Bildungskritik, G.W.F. Hegel, Geschichtstheorie, Narrativer Konstruktivismus, Historik, Objektivität, Kunstbegriff.
Die Arbeit vergleicht die geschichtsphilosophischen Ansätze von Friedrich Nietzsche und Benedetto Croce und prüft deren Bezug zur postmodernen Geschichtstheorie.
Zu den zentralen Themen gehören die Krise der Geschichtswissenschaft im 19. Jahrhundert, die Rolle der Narrativität, das Verhältnis von Geschichte zur Kunst sowie die Kritik am hegelscher Geschichtsverständnis.
Die Arbeit möchte beweisen, dass Nietzsche und Croce Parallelen in ihren geschichtsphilosophischen Ansätzen aufweisen, und untersuchen, ob sie als Wegbereiter für postmoderne Konzepte gelten können.
Es wird eine vergleichende, textorientierte Analyse der Primärquellen von Nietzsche und Croce vorgenommen, ergänzt durch einen Transfer auf aktuelle postmoderne Theoriedebatten.
Der Hauptteil analysiert die Werke von Nietzsche und Croce, vergleicht diese direkt miteinander und führt anschließend den Diskurs um die postmoderne Narrativität mit Vertretern wie Hayden White ein.
Die wichtigsten Begriffe umfassen Geschichtsphilosophie, Narrativität, Historismus, Postmoderne und das Verhältnis von Historie zur Kunst.
Hayden White dient als Brücke zum postmodernen Verständnis von Geschichte, wobei seine Theorie der Tropen und Plotstrukturen zur Einordnung der Geschichtsphilosophie des 19. Jahrhunderts herangezogen wird.
Die Autorin kommt zu dem Schluss, dass Nietzsche und Croce keine Postmodernisten im engeren Sinne sind, jedoch als essenzielle Wegbereiter und Erneuerer ihrer Zeit betrachtet werden müssen.
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