Examensarbeit, 2002
69 Seiten, Note: 1,3
Geschichte Europas - Neueste Geschichte, Europäische Einigung
Die vorliegende Untersuchung widmet sich den „Gesprächen in dem Reiche derer Todten“, einer Zeitschrift des deutschen Autors David Faßmann (1683-1744). Im Fokus stehen die vier Begegnungen zwischen Peter dem Großen und Ivan dem Schrecklichen in den Entrevuen 83 bis 86. Die Arbeit analysiert Faßmanns „Geschichtsschreibung“ in Bezug auf Stereotype, Verkürzungen und Verzerrungen, um die Frage zu klären, ob in den Entrevuen Geschichtsbilder konstruiert werden.
Die Einleitung führt in die Thematik der Untersuchung ein und stellt den Forschungsgegenstand, die „Gespräche in dem Reiche derer Todten“, vor. Sie beleuchtet die historische Situation und die Bedeutung der Zeitschrift in der Epoche der Aufklärung.
Der Hauptteil beginnt mit einer Erörterung der geschichtswissenschaftlichen Grundlagen der Untersuchung. Anschließend wird das Leben und Werk von David Faßmann beleuchtet. Es folgt eine Analyse der Geschichte der Totengespräche und deren besondere Ausprägung durch Faßmann. Der Hauptteil setzt sich mit dem Interesse des Deutschen Reiches an Russland und der Rezeption russischer Geschichte in den Entrevuen auseinander.
Im Mittelpunkt des Hauptteils stehen die detaillierte Analyse der vier Totengespräche zwischen Peter dem Großen und Ivan dem Schrecklichen. Hier werden die Inhalte, thematischen Schwerpunkte, die Darstellung, die Quellen und die Frage nach der Konstruktion von Geschichtsbildern beleuchtet.
David Faßmann, Totengespräche, „Gespräche in dem Reiche derer Todten“, Geschichtsbild, Geschichtsbewusstsein, Peter der Große, Ivan der Schreckliche, russische Geschichte, Aufklärung, Stereotype, Verzerrung, Quellenkritik.
Es handelt sich um eine Zeitschrift des Autors David Faßmann aus dem 18. Jahrhundert, in der fiktive Dialoge zwischen verstorbenen historischen Persönlichkeiten geführt werden, um moralische und historische Themen zu erörtern.
Faßmann festigt eher Klischees vom „grausamen Russland“. Er stellt Ivan den Schrecklichen sehr einseitig als grausam dar, während er Peter den Großen fast ausschließlich als den großen Aufklärer und Modernisierer feiert.
Die Untersuchung kommt zu dem Schluss, dass Faßmann keinen echten Beitrag zur Aufklärung leistete, sondern vielmehr bestehende Stereotype und verzerrte Geschichtsbilder produzierte und verbreitete.
Die Arbeit analysiert kritisch Faßmanns Umgang mit Quellen und stellt fest, dass er historische Fakten oft verkürzte oder verzerrte, um seine beabsichtigten Diktionen und Intentionen zu stützen.
Die Totengespräche waren im Deutschen Reich weit verbreitet und richteten sich an ein gebildetes Publikum, das ein wachsendes Interesse an der russischen Geschichte und Kultur zur Zeit der Aufklärung hatte.
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