Diplomarbeit, 2001
97 Seiten, Note: 1,7
1 Zielsetzung und Aufbau der Arbeit
2 Entwicklungsdarstellung
2.1 Elektronische Märkte
2.2 Electronic Commerce
2.2.1 Business-to-Consumer
2.2.2 Business-to-Business
2.2.3 Ausprägungsformen
2.2.4 Auswirkungen
2.3 Virtuelle Marktplätze
2.4 Integrierte Geschäftsabwicklung
2.4.1 Supply Chain Management
2.4.2 Electronic Procurement
3 Virtuelle B2B Marktplätze
3.1 Akteure und Marktfluß
3.2 Ausprägungsformen
3.2.1 Schwarze Bretter
3.2.2 Kataloge
3.2.3 Börsen
3.2.4 Auktionen
3.3 Güter und Leistungen
3.4 Preisbildung
3.5 Zahlungssysteme
3.6 Sicherheitsaspekte
3.7 Branchenverteilung
4 Erfolgsfaktoren virtueller Marktplätze
4.1 Schaffung von Mehrwert
4.2 Mehrwert durch Anonymität
4.3 Marktkenntnis und Zielgruppenanalyse
4.4 Kundenaktivierung und -bindung
4.5 Ertragsmodelle
5 Idealkonzept
5.1 Basistechnologie
5.2 Grundlegende Anforderungen
5.3 Modularisierung der Anwendungsarchitektur
5.4 Komponenten der Marktplatz-Anwendung
5.4.1 Administration
5.4.2 Katalogsystem
5.4.3 Auktionsdienste
5.4.4 Kommunikation
5.4.5 Erfüllungsdienste
5.4.6 Analyse
5.4.7 Integration
5.5 Aufbau von Handelsnetzen
6 Ansätze führender Anbieter
6.1 Ariba B2B Commerce Platform
6.2 Oracle Exchange Marketplace
6.3 Commerce One MarketSite Portal Solution
7 Strukturierter Produktvergleich
7.1 Funktionale Aspekte
7.1.1 Produktdarstellung
7.1.2 Teilnehmerindividuelle Anpassung
7.1.3 Sicherheit
7.1.4 Auftragsabwicklung
7.1.5 Rechnungsstellung und Zahlungssysteme
7.2 Globaler Vergleich und Beurteilung
7.2.1 Ariba B2B Commerce Platform
7.2.2 Oracle Exchange Marketplace
7.2.3 Commerce One MarketSite Portal Solution
7.3 Vergleich zum Idealkonzept
8 Absehbare Entwicklungen
Die Arbeit analysiert die Bedeutung und Funktionsweise virtueller B2B-Marktplätze sowie deren Rolle bei der Optimierung unternehmensübergreifender Geschäftsprozesse. Ziel ist es, ein funktionsorientiertes Idealkonzept (IVM-Modell) zu entwickeln und dieses mit den Plattformen führender Anbieter (Ariba, Oracle, Commerce One) zu vergleichen.
3.2.1 Schwarze Bretter
Die einfachste Form virtueller B2B Marktplätze stellen Schwarze Bretter oder Pinboards dar. Streng genommen läßt sich jedoch darüber streiten, ob sie wirklich zur Gruppe von Marktplätzen gezählt werden sollten, da sie ihren Teilnehmern nur eine eingeschränkte Transaktionsfunktionalität zur Verfügung stellen. Sie bieten die Möglichkeit, mehr oder weniger stark nach Kategorien oder Produktgruppen untergliedert, Kauf- oder Verkaufswünsche auszuschreiben und Transaktionen anzubahnen.
Die gehandelten Güter sind teilweise nur schwer kategorisierbar, wenn es sich um gebrauchte Güter oder Ausschreibungen mit speziellen Anforderungen handelt. Es besteht bei diesen Diensten keine klare Rollenverteilung, da jeder einmal als Käufer oder Verkäufer in Erscheinung treten kann, wobei die Preise zwischen den Akteuren frei vereinbart werden. Da die eigentliche Kauftransaktion vollständig zwischen dem Käufer und Nachfrager stattfindet, kommt den Marktplätzen hierbei lediglich eine Vermittlerrolle zu. Sie erleichtern lediglich das Zusammenkommen der Akteure. Sie systematisieren die Angebote und bieten Benachrichtigungsfunktionen per E-Mail oder Short Message Service (SMS) zum Mobiltelefon. In ihrer Funktionalität unterscheiden sich Schwarze Bretter in der einfachsten Variante nur gering vom Kleinanzeigenteil in Fachpublikationen, weshalb auch oft Fachverlage als Betreiber dieser Marktplätze auftreten. Die Vorteile dieser technisch vergleichsweise einfach zu realisierenden Dienste liegen gegenüber den Printpublikationen vor allem in den komfortableren Such- und Benachrichtigungsfunktionalitäten, dem eventuell größeren internationalen Benutzerkreis und dem oftmals günstigeren Preis einer Anzeige. Die Hauptaufgabe des Betreibers besteht hier darin, den Marktplatz möglichst interessant zu gestalten, da nur so eine ausreichende Anzahl von Anbietern und Nachfragern angezogen werden kann. Dies kann entweder durch zusätzliche Inhalte, wie Fachinformationen, Testberichte, etc. oder durch genügend viele Anzeigen geschehen. Die B2B Modelle dieser Form basieren in der Regel auf einer Anzeigengebühr, Abonnements oder Mitgliedsbeiträgen, da die Betreiber keinen oder nur einen rudimentären Einblick in die ablaufenden Transaktionen haben. Andere Finanzierungsmodelle lassen sich nur schwer durchsetzen, da die Gefahr von Nebenabsprachen der Akteure besteht [o.V.99b, S. 11].
1 Zielsetzung und Aufbau der Arbeit: Einführung in die Thematik und Definition der Zielsetzung der Diplomarbeit.
2 Entwicklungsdarstellung: Analyse der Grundlagen des Electronic Commerce und des Entstehens elektronischer Märkte.
3 Virtuelle B2B Marktplätze: Darstellung der Akteure, Ausprägungsformen und zentralen Handelsaspekte virtueller Marktplätze.
4 Erfolgsfaktoren virtueller Marktplätze: Untersuchung kritischer Faktoren wie Mehrwertschaffung, Anonymität und Kundenbindung.
5 Idealkonzept: Erarbeitung eines funktionsorientierten Referenzmodells (IVM-Modell) zur Marktplatzgestaltung.
6 Ansätze führender Anbieter: Vorstellung der Marktplatz-Lösungen von Ariba, Oracle und Commerce One.
7 Strukturierter Produktvergleich: Gegenüberstellung und Beurteilung der Software-Lösungen anhand funktionaler Kriterien.
8 Absehbare Entwicklungen: Ausblick auf zukünftige Marktkonsolidierungen und technologische Trends.
B2B Marktplätze, Electronic Commerce, IVM-Modell, Supply Chain Management, Electronic Procurement, Ariba, Oracle, Commerce One, XML, Transaktionskosten, Mehrwert, Kundenbindung, IT-Infrastruktur, Marktdesign, Skalierbarkeit
Die Arbeit befasst sich mit der Rolle und dem funktionalen Aufbau virtueller B2B-Marktplätze im Kontext moderner Unternehmensprozesse.
Im Fokus stehen die Konzepte des Electronic Commerce, die Analyse von Marktplatz-Ausprägungen, Erfolgsfaktoren sowie die technologische Umsetzung durch führende Softwareanbieter.
Ziel ist die Definition eines funktionsorientierten Referenzmodells (IVM-Modell) und dessen Anwendung als Maßstab für den Vergleich marktführender B2B-Handelsplattformen.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse und einer deskriptiven Analyse der Marktplatz-Software anhand von Herstellerinformationen und Expertenanalysen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Darstellung der Marktplatz-Typen, die Ableitung von Erfolgsfaktoren und die detaillierte Beschreibung sowie den Vergleich der Software-Lösungen von Ariba, Oracle und Commerce One.
Die zentralen Schlagworte sind B2B-Marktplätze, E-Procurement, IVM-Modell, XML-Standardisierung und Supply Chain Management.
Es dient als funktionsorientiertes Referenzmodell, das bei der Entwicklung und Skalierung von Marktplatz-Lösungen hilft, um alle relevanten Geschäftsprozesse abzubilden.
Commerce One zeichnet sich besonders durch seine offene XML-basierte Architektur und das "Global Trading Web" aus, das die Vernetzung verschiedener Marktplätze ermöglicht.
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