Diplomarbeit, 2006
89 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
1.1. Beweggründe, forschungsrelevante Fragestellung und Zielsetzung
1.2. Methodische Hintergründe der Arbeit
1.3. Aufbau der Arbeit
2. Geschäftsfeld Biotechnologie im Überblick
2.1. Zukunftsbranche Biotechnologie
2.1.1. Zur Begriffsabgrenzung der modernen Biotechnologie
2.1.2. Die Segmente der modernen Biotechnologie
2.2. Geschäftsmodelle und Wertschöpfung
2.2.1. Geschäftsmodelle der Biotechnologie
2.2.2. Wertschöpfungskette
2.3. Wirtschaftliche Charakteristika junger Biotechs
2.4. Struktur der deutschen Biotech-Branche
2.4.1. Branchendaten und Rahmenbedingungen
2.4.2. Charakteristika und Rahmenbedingungen
2.4.3. Europäischer und globaler Vergleich
3. Einführung in die Frühphasenfinanzierung
3.1. Kapitalbedarf und Finanzierungsentscheidung
3.2. Die Frühphasenfinanzierung eines Unternehmens
3.3. Finanzierungsmöglichkeiten für junge Biotechs
3.4. Das System bestehender Finanzierungsarten für junge Biotechs
3.4.1. Abgrenzung der Eigenfinanzierung von der Fremdfinanzierung
3.4.2. Beteiligungsfinanzierung
3.4.2.1. Venture Capital als formelles Beteiligungskapital
3.4.2.2. Finanzierung durch Business Angels
3.4.2.3. Besonderheiten bei staatlichem Beteiligungskapital
3.5. Die Bewertung von jungen Biotechnologie-Unternehmen
4. Staatliche Finanzierungsmechanismen für High-Tech-Gründer im Wandel der Zeit
4.1. Systematisierung der öffentlichen Förderinstrumente
4.2. Basis der öffentlichen Förderung der Biotechnologie
4.2.1. Die Förderprogramme EXIST-SEED und EXIST-GO
4.3. Auswirkungen der BioRegio- und Bioprofile-Wettbewerbe für die kommerzielle Biotechnologie
4.3.1. Der BioRegio-Wettbewerb (1997-2005)
4.3.2. BioProfile (1999-2007)
4.3.3. Kritische Würdigung der Auswirkungen von BioRegio und BioProfile
4.3.4. Businessplanwettbewerbe
4.4. Mezzanine Finanzierungsinstrumente zu Zeiten der Konsolidierung
4.4.1. Mezzanine Finanzierung auf Bundesebene
4.4.1.1. ERP-Innovationsprogramm – Kreditvariante
4.4.1.2. Das tbg-Frühphasenprogramm
4.4.2. Kritische Würdigung der Mezzaninfinanzierung des Bundes
4.4.3. Stille Beteiligungen auf Landesebene
4.5. Das 3-Säulen Konzept der Bundesregierung
4.5.1. Der High-Tech-Gründerfonds zur Seed Finanzierung
4.5.2. Start-Up Finanzierung durch den ERP-Startfonds
4.5.3. Kritische Würdigung des 3-Säulen Konzeptes
5. Neue Formen der öffentlichen Gründungs- und Frühphasenfinanzierung
5.1. Gesamtbild der Förderungsmöglichkeiten
5.2. Einführung industriepolitischer Instrumente
5.3. Bewertung der öffentlichen Förderung
5.4. Steuerliche Anreize bei der Bildung von Eigenkapital
5.5. Abbau administrativer Belastungen
5.6. Nachhaltigkeit der öffentlichen Förderung: Masse statt Klasse
5.7. Zum Einsatz alternativer Finanzierungsinstrumente
6. Die Zukunft der Biotechnologie in Deutschland
Diese Arbeit analysiert die spezifischen Herausforderungen der Frühphasenfinanzierung von Biotechnologie-Unternehmen in Deutschland unter besonderer Berücksichtigung staatlicher Förderaktivitäten. Die zentrale Forschungsfrage untersucht, welche Finanzierungsmöglichkeiten existieren, wie staatliche Förderoptionen in diesem Kontext zu bewerten sind und welche Schwierigkeiten dabei im Hinblick auf die Anforderungen der Biotechnologie-Branche auftreten.
3.5.Die Bewertung von jungen Biotechnologie-Unternehmen
Obwohl der Biotech-Sektor ein hohes Wachstumspotential aufweist, scheuen viele Investoren noch immer ihr Engagement, da gerade junge Biotechs als komplex, wenig transparent und schwierig zu bewerten gelten. Um den Kapitalmarktteilnehmern den Zugang zu Investitionen zu erleichtern, müssen sie zu einer besseren Einschätzung der Chancen und Risiken ihrer Investments gelangen. Dabei ist zu beachten, dass die fundamentale, äußerst komplexe Bewertung von jungen Biotechs sich signifikant von der Bewertung etablierter Unternehmen unterscheidet.
Aufgrund der kontinuierlichen Verluste in den Anfangsphasen und den erst später deutlich steigenden Cashflows und Gewinnen erfordert die Bewertung junger Biotechs einen längeren Prognosehorizont. Allerdings birgt gerade in der Biotechnologie eine Langfristprognose für eine zukunftsorientierte Unternehmensbewertung einige Probleme: Die hohe Umweltdynamik, Komplexitätserhöhung durch technischen Fortschritt, Ungewissheit über die Marktentwicklung aber auch die steigende Vernetzung von Anwendungsgebieten tragen zu einer hohen Unsicherheit über den Unternehmensbestand – und erfolg junger Biotechs bei. Somit müssen sowohl das Wettbewerbsumfeld als auch die Marktposition des Unternehmens unter Berücksichtigung von Besonderheiten wie Innovationsgrad und Alleinstellung einer Technologie, Gründerteam, bestehende Absatzprognosen oder Finanzmarktumfeld, betrachtet werden.
1. Einleitung: Definiert die Bedeutung der Biotechnologie als Schlüsselbranche, identifiziert das Problem des hohen Kapitalbedarfs junger Biotechs und legt die Zielsetzung sowie die methodische Vorgehensweise der Arbeit dar.
2. Geschäftsfeld Biotechnologie im Überblick: Vermittelt Grundlagen zur Branche, ihren Segmenten, Geschäftsmodellen und der Wertschöpfungskette sowie den spezifischen wirtschaftlichen Charakteristika junger Biotechs in Deutschland.
3. Einführung in die Frühphasenfinanzierung: Analysiert theoretische Grundlagen, Finanzierungsmöglichkeiten und die Relevanz von Beteiligungskapital für Unternehmen in der Gründungsphase.
4. Staatliche Finanzierungsmechanismen für High-Tech-Gründer im Wandel der Zeit: Untersucht systematisch öffentliche Förderinstrumente vom Bund und Ländern, inklusive einer kritischen Würdigung der Programme und Experteninterviews.
5. Neue Formen der öffentlichen Gründungs- und Frühphasenfinanzierung: Leitet aus dem Gesamtbild der Förderung Handlungsempfehlungen ab, thematisiert industriepolitische Ansätze, steuerliche Aspekte und den Abbau administrativer Hürden.
6. Die Zukunft der Biotechnologie in Deutschland: Fasst die Ergebnisse der Arbeit zusammen und beleuchtet die Bedeutung eines ausgewogenen Finanzierungsmixes für den langfristigen Erfolg der Biotechnologie-Branche.
Biotechnologie, Frühphasenfinanzierung, Venture Capital, staatliche Förderung, High-Tech-Gründerfonds, Eigenkapital, Innovationsförderung, Unternehmensbewertung, Businessplanwettbewerbe, Start-Up, Biotech-Unternehmen, Mezzanine-Finanzierung, Forschungs- und Entwicklungsaufwand, Risikokapital, Marktversagen.
Die Arbeit befasst sich mit den Finanzierungsmöglichkeiten für junge Unternehmen im Bereich der Biotechnologie in Deutschland und bewertet dabei insbesondere die Rolle staatlicher Unterstützungsmaßnahmen.
Zentrale Themen sind die spezifischen ökonomischen Anforderungen von Biotech-Start-ups, der deutsche Beteiligungskapitalmarkt, die verschiedenen Finanzierungsinstrumente (insb. VC und staatliche Förderprogramme) sowie die Problematik der Unternehmensbewertung.
Das Ziel ist es, die bestehenden Finanzierungsmöglichkeiten vorzustellen, staatliche Förderinstrumente kritisch zu evaluieren und konkrete Handlungsempfehlungen für eine nachhaltige Ausgestaltung der Frühphasenförderung in Deutschland abzuleiten.
Die Arbeit kombiniert die Auswertung finanztheoretischer Konzepte mit einer empirischen qualitativen Analyse, basierend auf 15 Experteninterviews mit Geschäftsführern, Förderinstitutionen und Investoren.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen des Geschäftsfelds und der Finanzierung sowie einen umfangreichen empirischen Teil zur Systematisierung und Bewertung staatlicher Finanzierungsmechanismen (z. B. BioRegio, HTGF, ERP-Startfonds).
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Biotechnologie, Frühphasenfinanzierung, staatliche Förderinstrumente, Venture Capital, Unternehmensbewertung und Wagniskapital.
Es bildet laut Arbeit den Kern der aktuellen öffentlichen Förderung, bestehend aus dem High-Tech-Gründerfonds, dem ERP-Startfonds und ergänzenden Beteiligungsprogrammen der Länder zur Stärkung der Eigenkapitalbasis.
Die Experten messen diesen Wettbewerben eine hohe Bedeutung für die Professionalisierung der Gründungen bei, da sie Gründer zwingen, sich intensiv mit internen Strukturen und der Investorensicht auseinanderzusetzen.
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