Diplomarbeit, 2002
83 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 Der Raman-Effekt
2.1 Klassische Betrachtung des Raman-Effekts
2.1.1 Polarisierbarkeit
2.1.2 Ramanstreuung
2.2 Quantenmechanische Betrachtung
2.2.1 Allgemeines
2.2.2 Der Resonanz-Raman-Effekt
3 Ausbreitung von Lichtwellen
3.1 Wellenoptik und Gaußsche Strahlen
3.1.1 Paraxiale Näherung
3.1.2 Gaußsche Strahlen
4 Experimenteller Aufbau
4.1 Der Strahlengang
4.2 Der Laser
4.3 Das Raumfilter
4.4 Das Mikroskop
4.5 Die Probenträger
4.6 Das Monochromatoren-System
4.6.1 Der Vormonochromator
4.6.2 Der Hauptmonochromator
4.7 Antrieb der Monochromatoren und des xy-Tisches
4.8 Die CCD-Kamera
5 Experimentelle Ergebnisse und Diskussion
5.1 Charakterisierung des Systems
5.1.1 Der Laser
5.1.2 Das Monochromatoren-System
5.1.3 Die Probenträger
5.1.4 Das Auflösungsvermögen des Raman-Mikroskops
5.1.5 Langzeitschädigung durch Laserbestrahlung
5.2 Ortsaufgelöste Ramanbilder
6 Zusammenfassung und Ausblick
7 Anhang: Auswerteroutinen
7.1 Peak-Integration
7.1.1 Trennen zweier Substanzen
7.2 Fit-Algorithmus
8 Literaturverzeichnis
Ziel dieser Arbeit ist der Aufbau und die Inbetriebnahme eines Raman-Mikroskops, das eine leistungsfähige laterale Auflösung sowie bildgebende Verfahren zur Untersuchung biologischer Systeme ermöglicht. Dabei soll die Brücke zwischen der ortsaufgelösten Ramanspektroskopie und deren Anwendung auf biologische Moleküle (wie Proteine) geschlagen werden, wobei insbesondere auch neue Ansätze zur Auswertung lateraler Spektren entwickelt werden.
5.1.4 Das Auflösungsvermögen des Raman-Mikroskops
Das laterale Auflösungsvermögen des Mikroskops wird von drei Faktoren begrenzt bzw. festgelegt. Ein Faktor ist die Schrittweite des xy-Tisches. Diese wurde bereits im vorangegangenen Kapitel dargestellt. Sie ergab sich aus der Kombination der Mikrometerschrauben und der ⅛-Schritt-Steuerung der Schrittmotoren zu etwa 156 nm.
Der zweite die Auflösung begrenzende Punkt ist die Optik. Diese muss im vorliegenden Fall in zwei getrennten Bereichen betrachtet werden: die einkoppelnde Seite mit der Fokussierung des Lasers und die Auskoppelseite mit dem Schwarzschild-Objektiv als Sammeloptik. Zur Letztgenannten kann man das Auflösungsvermögen nach dem Rayleigh-Kriterium mit der Airy’schen Formel (vgl. einschlägige Literatur wie z.B. [21], [34], oder [35]) bestimmen (vgl. Abbildung 5-7). Mit dieser Formel r_Airy = 1.22λ / 2NA (5.1) und der Numerischen Apertur des Schwarzschild-Objektivs von 0.65 ergibt sich dessen Auflösungsvermögen zu 0.48 µm und ist damit in jedem Fall das schwächere Glied in der Kette gegenüber der Mechanik des Verschiebetisches.
Bei der einkoppelnden Seite stellt sich die Sachlage etwas komplizierter dar. Der Laserstrahl kann nach Kapitel 3 nicht auf einen unendlich kleinen Spotdurchmesser fokussiert werden. Es müssen vielmehr die in Kapitel 3 diskutierten Parameter der Ausbreitung von Gaußschen Strahlen betrachtet werden. Mit der in diesem Kapitel abgeleiteten Näherungsformel für den kleinsten Laserspot, der durch Fokussieren zu erreichen ist, ergibt sich bei dem verwendeten Leitz-Objektiv mit einer numerischen Apertur von 0.2 und voller Ausleuchtung der Linse ein möglicher Durchmesser für diesen Laserspot von 2.5 µm. Mit dem kleinen Schwarzschild-Objektiv (Objektiv 1 in Tabelle 4-2 auf S. 30) und seiner numerischen Apertur von 0.5 ist es theoretisch sogar möglich, einen Spotdurchmesser von 1.0 µm zu erreichen. Ein Kriterium für die laterale Auflösung stellt der Fleckdurchmesser dar. Zwei Punkte werden lateral aufgelöst, wenn sie sich gerade noch berühren, also einen Abstand von einem Fleckdurchmesser haben. Mit diesem Kriterium ist das Auflösungsvermögen direkt durch den Durchmesser des Laserspots gegeben.
1 Einleitung: Die Arbeit gibt einen Überblick über die historische Entwicklung der Ramanspektroskopie und formuliert das Ziel, ein leistungsfähiges Raman-Mikroskop für biologische Anwendungen zu entwickeln.
2 Der Raman-Effekt: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen des Raman-Effekts, sowohl klassisch als auch quantenmechanisch, und diskutiert den Resonanz-Raman-Effekt.
3 Ausbreitung von Lichtwellen: Hier werden die physikalischen Bedingungen der Lichtausbreitung, insbesondere die Gaußsche Strahloptik und die paraxiale Näherung, für das Raman-Mikroskop detailliert beschrieben.
4 Experimenteller Aufbau: Dieser Abschnitt beschreibt die verwendeten Hardware-Komponenten des Gesamtsystems, inklusive Strahlengang, Laser, Mikroskop, Monochromatoren und CCD-Kamera.
5 Experimentelle Ergebnisse und Diskussion: Hier findet eine umfassende Charakterisierung der Komponenten sowie die Validierung der Auflösung an Testproben und biologischen Systemen (Cytochrom c) statt.
6 Zusammenfassung und Ausblick: Das Fazit fasst die erfolgreiche Inbetriebnahme des Mikroskops zusammen und gibt einen Ausblick auf künftige Forschungsmöglichkeiten wie die Auflicht-Mikroskopie.
7 Anhang: Auswerteroutinen: Der Anhang dokumentiert die mathematischen Routinen zur Datenverarbeitung, insbesondere zur Peak-Integration und zur Anwendung des Fit-Algorithmus.
8 Literaturverzeichnis: Hier sind sämtliche wissenschaftlichen Quellen und Referenzen gelistet, die für die physikalischen und experimentellen Analysen in dieser Diplomarbeit herangezogen wurden.
Ramanspektroskopie, Raman-Mikroskop, Laser, Ortsauflösung, Schwarzschild-Objektiv, Cytochrom c, Resonanz-Raman-Effekt, Bildgebung, Gaußsche Strahlen, CCD-Kamera, Monochromator, Spektroskopie, Biologische Systeme, Automatisierung, Fit-Algorithmus.
Die Diplomarbeit beschreibt den Eigenbau eines Raman-Mikroskops, das darauf ausgelegt ist, räumlich aufgelöste spektrale Informationen von biologischen Proben zu gewinnen.
Die Arbeit deckt die theoretischen Grundlagen der Ramanstreuung und Lichtausbreitung ab sowie den praktischen Aufbau der optischen Apparatur und die anschließende digitale Datenverarbeitung.
Ziel war es, ein vielseitiges Mikroskop-System zu entwickeln, das eine hohe laterale Auflösung bietet und die Analyse von Assays (z.B. Proteinen) durch automatisierte Datenauswertung ermöglicht.
Es werden rasterbasierte Ramanspektroskopie-Messungen durchgeführt, wobei das Auflösungsvermögen mittels Kalibrierstandards und die spektrale Analyse durch mathematische Algorithmen (Fit-Methoden) optimiert werden.
Der Hauptteil konzentriert sich auf die technische Charakterisierung der Komponenten (Laser, Monochromatoren-System) und die Validierung der Systemleistung durch experimentelle Linienscans und die Abbildung von Testsubstanzen wie Cytochrom c.
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Ramanspektroskopie, Ortsauflösung, Schwarzschild-Optik, Proben-Abrasterung und mathematische Datenanalyse mittels Fit-Algorithmen.
Cytochrom c dient aufgrund seiner spezifischen Absorption bei 520 nm als ideale Substanz, um den Resonanz-Raman-Effekt bei Anregung mit 514,5 nm auszunutzen und so eine starke Raman-Signatur zu erhalten.
Das System wurde am Lehrstuhl selbst entwickelt, um bei hoher Auflösung und Lichtdurchsatz kosteneffizienter als kommerzielle Standardgeräte zu arbeiten und insbesondere bei der Verwendung breiter Eintrittsspalte noch präzise Ergebnisse zu liefern.
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