Magisterarbeit, 2003
164 Seiten, Note: 1,5
1. Einleitung
1.1 Zielsetzung
1.2 Gliederung
2. Zwischenmenschliche Kommunikation
2.1 Zum Begriff der Kommunikation
2.1.1 Kommunikationssituation und Kommunikationsarten
2.1.2 Gesprächslinguistische Grundlagen – Dialog
Definitionen
Dialogphasen
Dialogakte
Dialogführung
3. Mensch-Maschine-Kommunikation
3.1 Natürlichsprachliche Systeme
3.2 Dialogsysteme
3.2.1 Architektur
3.2.2 Verarbeitung
3.2.3 Klassifikation von Dialogsystemen
3.2.4 Evaluation von Dialogsystemen
3.3 Vor- und Nachteile natürlicher Sprache in Informationssystemen
3.4 Einige Systeme
4. Effekte von Dialogsystemen auf den Dialog
4.1 Partnermodellierung
4.1.1 Benutzermodellierung
4.1.2 Partnerbild Computer
4.1.3 Adaptives Verhalten
4.2 Computertalk
5. Andere Studien - Related Work
6. Erhebung von Dialogdaten
6.1 Methoden
6.2 Der Wizard-and-Operator-Test
6.2.1 Versuchsaufbau
6.2.2 Versuchsplan und -durchführung
6.2.3 Im Experiment erhobene Dialogdaten
7. Auswertung
7.1 Dialoglänge
7.2 Dialogeffizienz
7.3 Pausen
7.4 Partikel
7.5 Überlappungen
7.6 Nonverbale Äußerungen
7.7 Types Tokens Worthäufigkeit
7.8 Syntax
8. Schlussbetrachtung und Ausblick
A. Abkürzungen
B. Texte für die Probanden
B.1 Aufgabenstellung
C. Texte für den Operator
D. Die deutschen Dialoge - Transliteration
D.1 Bsk01
D.2 Bsk02
D.3 Bsk03
D.4 Bsk04
D.5 Bsk05
D.6 Bsk06
D.7 Bsk07
D.8 Bsk08
D.9 Bsk09
D.10 Bsk10
D.11 Bsk11
D.12 Bsk12
D.13 Bsk13
D.14 Bsk14
D.15 Bsk15
D.16 Bsk16
D.17 Bsk17
D.18 Bsk18
D.19 Bsk19
D.20 Bsk20
D.21 Bsk21
D.22 Bsk22
E. Anmerkungen zur Notation der Transliteration
E.1 Dialog-Header
E.2 Textnotation
Ziel der Arbeit ist es, die Unterschiede im Sprachverhalten zwischen zwischenmenschlicher Kommunikation und natürlichsprachlicher Mensch-Maschine-Interaktion, insbesondere bei der Dialogorganisation, zu analysieren und das Benutzerverhalten in Dialogsystemen zu erklären, um wertvolle Hinweise für zukünftige Systementwicklungen zu gewinnen.
Kapitel 1 Einleitung
Gegenwärtig nehmen Computer und ihre Anwendungen einen immer größer werden Stellenwert in Privat- und Berufsleben eines Menschen ein. Sie dienen der Erfassung, Verarbeitung und Visualisierung großer Datenmengen, der Bedienung von Maschinen oder als Kommunikationsmittel und Informationsquelle. Der Zugang zum System und seinen Anwendungen, der sich zu Beginn des Computerzeitalters auf Lochkarten, später auf Tastatur und Maus beschränkte, gestaltet sich heute vielschichtiger und komplexer. Mittlerweile können Anwender in eine regelrechte Interaktion und Kommunikation mit dem Computer treten. Deshalb bedarf es vermehrter Forschung in der Mensch-Maschine-Interaktion - das ist eines der Motive für die vorliegende Arbeit.
Durch die Untersuchung verschiedener Charakteristiken und Mechanismen der Mensch-Maschine-Interaktion, besonders der sprachlichen Mensch-Maschine-Kommunikation, kann Einfluss auf die Entwicklung zukünftiger Systeme genommen werden. Dafür reicht es aber bei weitem nicht aus, vorhandene Systeme miteinander zu vergleichen, sondern es bedarf der Herausarbeitung der relevanten grundsätzlichen Aspekte der Benutzerbedürfnisse und -strategien, um Systeme zu entwickeln, die den wachsenden Anforderungen gerecht werden. Dies sollte nicht allein durch Intuition oder trial and error erarbeitet, sondern fundiert analysiert und belegt werden. Dadurch wird ein besseres Verständnis der Technologie und deren Auswirkungen auf den Menschen, seine Arbeit, seine Kommunikation mit anderen Menschen, seine generelle Lebensqualität und damit verbunden seine Zufriedenheit, erlangt.
Einleitung: Diese Einleitung motiviert die Erforschung der sprachlichen Mensch-Maschine-Interaktion und definiert das Ziel, Unterschiede zur zwischenmenschlichen Kommunikation aufzuarbeiten, um die Entwicklung zukünftiger Dialogsysteme zu optimieren.
Zwischenmenschliche Kommunikation: In diesem Kapitel werden grundlegende Begriffe der Kommunikation sowie gesprächslinguistische Konzepte wie Dialogaufbau, Dialogphasen, Dialogakte und die Steuerung von Sprecherwechseln erläutert.
Mensch-Maschine-Kommunikation: Dieses Kapitel präsentiert die Grundlagen der Interaktion mit Computern, beschreibt den Aufbau und die Funktionsweise von natürlichsprachlichen Dialogsystemen und stellt aktuelle Anwendungsbeispiele vor.
Effekte von Dialogsystemen auf den Dialog: Hier werden die Auswirkungen technisierter Kommunikationssysteme auf das menschliche Sprachverhalten beleuchtet und das Phänomen des „Computertalk“ als zentrale Untersuchungsgröße eingeführt.
Andere Studien - Related Work: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über bestehende Feld- und Laborstudien, die das Benutzerverhalten in natürlichsprachlichen Systemen untersucht haben.
Erhebung von Dialogdaten: Es wird die Methodik des durchgeführten Wizard-and-Operator-Tests (WOT) detailliert beschrieben, einschließlich Versuchsaufbau, Versuchsplan und der Dokumentation der erhobenen Dialogdaten.
Auswertung: Dieses zentrale Kapitel analysiert die erhobenen Daten mittels statistischer Verfahren, wobei der Fokus auf Dialogeffizienz, Pausen, Partikelgebrauch, Überlappungen und nonverbalen Äußerungen liegt.
Schlussbetrachtung und Ausblick: Zusammenfassend werden die Erkenntnisse der Untersuchung reflektiert und aufgezeigt, wie diese Ergebnisse durch inkrementelle Verarbeitung und verbesserte Dialogführung in zukünftige Systementwicklungen einfließen können.
Mensch-Maschine-Interaktion, Dialogsysteme, Sprachverarbeitung, Dialogeffizienz, Dialogführung, Computertalk, Wizard-and-Operator-Test, Sprachverhalten, Benutzeranpassung, Kommunikation, Spracherkennung, Dialogakte, Mensch-Maschine-Kommunikation.
Die Arbeit untersucht die Unterschiede zwischen zwischenmenschlicher Kommunikation und natürlichsprachlicher Mensch-Maschine-Interaktion, um das Sprachverhalten von Benutzern in Dialogsystemen besser zu verstehen.
Die thematischen Schwerpunkte liegen auf der Dialogorganisation, der Dialogeffizienz und den Auswirkungen des Systemverhaltens auf das menschliche Kommunikationsverhalten.
Das Ziel ist die Erarbeitung von Unterschieden auf Ebene der Dialogorganisation, um Erkenntnisse für das Design zukünftiger dialogfähiger Systeme zu gewinnen, die den Benutzerbedürfnissen besser gerecht werden.
Es wurde ein Wizard-and-Operator-Test (WOT) durchgeführt, bei dem menschliche Operator die Funktionalität eines Dialogsystems simulierten, um natürliches Sprachverhalten zu erheben und mittels statistischer t-Tests auszuwerten.
Der Hauptteil umfasst die theoretischen Grundlagen zur zwischenmenschlichen und Mensch-Maschine-Kommunikation, eine Übersicht verwandter Studien sowie die methodische Erhebung und statistische Auswertung der Dialogdaten.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Mensch-Maschine-Interaktion, Dialogsysteme, Dialogeffizienz, Dialogführung und Computertalk charakterisieren.
Dies ist ein in der SmartKom-Evaluation beobachtetes Phänomen, bei dem Benutzer aufgrund von Latenzzeiten und mangelnder Dialogsteuerung ihre eigenen Eingaben unterbrechen oder überlappen, was zu einer Erfolgsrate von 0% führte.
Die Untersuchung zeigt signifikante Unterschiede: Im Systemdialog waren die Benutzerpausen deutlich länger und häufiger als im Vergleich zur Kommunikation mit einem menschlichen Operator, was als Anpassungsstrategie des Benutzers an das System interpretiert wird.
Der Begriff wurde in Analogie zum „Babytalk“ gebildet, um das veränderte, oft vereinfachte oder restriktivere Sprachverhalten von Benutzern zu beschreiben, wenn diese mit einer Maschine kommunizieren.
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