Diplomarbeit, 2002
90 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Involvement
2.1. Modell der Wirkungspfade
2.1.1. Wirkungskomponenten
2.1.1.1. Emotionale Prozesse: Emotion und Motivation
2.1.1.2. Kognitive Prozesse
2.1.1.3. Einstellung und Kaufabsicht
2.1.1.4. Aufmerksamkeit
2.1.1.5. Werbekontakt und Verhalten
2.1.2. Wirkungsdeterminanten
2.2. Definition Involvement
2.3. Dimensionen
2.3.1. Persönliches Involvement
2.3.2. Situationsinvolvement
2.3.3. Produktinvolvement
2.4. Intensität
2.4.1. Hohes Involvement
2.4.2. Niedriges Involvement
2.5. Messung
2.5.1. Product Involvement Inventory
2.5.2. Consumer Involvement Profile
3. Personalanzeige
3.1. Aufgaben
3.1.1. Akquisition
3.1.2. Employer Branding
3.1.3. Unternehmensimage
3.2. Arten
3.3. Ausprägungen
4. Bilder
4.1. Dominanz des Bildes
4.2. Definition
4.3. Zielsetzungen von Bildern in der Werbung
4.3.1. Bildwirkung: Aktivierung
4.3.2. Bildwirkung: Information
4.3.3. Bildwirkung: Emotion
4.4. Verarbeitung bildlicher Informationen
4.5. Beeinflussung von Einstellung und Verhalten
5. Involvement bei Personalanzeigen
5.1. Anwendbarkeit des Konstrukts
5.1.1. Vergleich Personalanzeige – Werbeanzeige
5.1.2. Zwischenbilanz: Involvement berücksichtigen!
5.2. Kategorisierungen
5.2.1. Kategorisierung der Rezipienten
5.2.1.1. Rezipienten mit hohem Involvement
5.2.1.2. Rezipienten mit niedrigem Involvement
5.2.2. Kategorisierung der Personalanzeigen
5.3. Wirkungsmuster- Matrix
5.3.1. Wirkungsmuster A, B, C und D
5.3.2. Anwendung auf Personalanzeigen
5.4. Folgerungen für die Bildgestaltung
5.4.1. Generelle Gestaltungsempfehlungen
5.4.2. Bildgestaltung für hoch involvierte Rezipienten
5.4.2.1. Stellenanzeigen
5.4.2.2. Imageanzeigen
5.4.3. Bildgestaltung für niedrig involvierte Rezipienten
6. Schlussfolgerungen
Die Arbeit untersucht den Einfluss des Rezipienteninvolvements auf die bildliche Gestaltung von Personalanzeigen. Ziel ist es, wissenschaftliche Erkenntnisse aus der Konsumentenforschung auf den Kontext der Personalwerbung zu übertragen, um fundierte Gestaltungsempfehlungen für die Praxis abzuleiten.
4.3.1. Bildwirkung: Aktivierung
Die Sozialtechnik beschreibt eine Reihe bewährter Regeln zur Aktivierung des Rezipienten. KROEBER-RIEL systematisiert Aktivierungstechniken folgendermaßen: Physisch intensive Reize, Emotionale Reize, Überraschende Reize.
Zu den physisch intensiven Reizen gehören insbesondere Farbe und Größe. Dabei ist Farbe nicht mit Buntheit gleichzusetzen. Es sollen vielmehr Kontrasteffekte erzielt werden, durch die das Bild die Anzeige von der Anzeigenumgebung abheben kann. Farben steigern also die Aufmerksamkeit in ihrer Eigenschaft als Förderer von Kontrasten. Mit Verdoppelung der Größe der Anzeige nimmt man für den Effekt der Aufmerksamkeitssteigerung einen Faktor von 1,4 an. Auch die Aktivierungsstärke der Anzeigengröße ist immer relativ zu den anderen im Werbeträger geschalteten Anzeigen zu sehen. Und MEYER-HENTSCHEL betont, dass je größer die Abbildung im Verhältnis zum Text, desto größer das Aktivierungspotenzial.
Biologisch vorprogrammierten Schlüsselreizen, Reizen mit verfestigter kultureller Bedeutung sowie Personenabbildungen (ganz besonders den Augen) wird eine herausragende emotionale Funktion zugeschrieben. Genauso wichtige emotionale Reize sind Erotik und Schemabilder.
1. Einleitung: Beleuchtet die wachsende Bedeutung des Personalmanagements und der Personalanzeige als zentrales Instrument für die Gewinnung von High Potentials in einem zunehmend kompetitiven Umfeld.
2. Involvement: Führt das Involvement-Konzept als Schlüsselkonstrukt ein und beschreibt das Modell der Wirkungspfade sowie Dimensionen und Messverfahren, die das Konsumentenverhalten determinieren.
3. Personalanzeige: Beschreibt die Aufgaben der Personalanzeige wie Akquisition, Employer Branding und Imagetransfer sowie deren verschiedene Arten und Ausprägungen.
4. Bilder: Analysiert die Dominanz visueller Kommunikation, deren Definition in der Werbung sowie die spezifischen Wirkungen auf Aktivierung, Information und Emotion.
5. Involvement bei Personalanzeigen: Überträgt die theoretischen Erkenntnisse auf den Kontext der Personalwerbung, entwickelt eine Wirkungsmuster-Matrix und leitet konkrete Gestaltungsempfehlungen ab.
6. Schlussfolgerungen: Fasst die Kernergebnisse zusammen, reflektiert den Erkenntnisgewinn und diskutiert die Reichweite der abgeleiteten Empfehlungen kritisch.
Personalanzeige, Involvement, Konsumentenforschung, Modell der Wirkungspfade, Bildwirkung, Bildgestaltung, Akquisition, Employer Branding, Stellenanzeige, Imageanzeige, Aktivierung, Konditionierung, High Potentials, Werbewirkung, Personalmarketing
Die Arbeit untersucht, wie das Involvement (die innere Beteiligung) von Lesern von Personalanzeigen deren Wahrnehmung beeinflusst und welche Rolle Bilder bei der Gestaltung dieser Anzeigen spielen sollten.
Die zentralen Themen sind das Involvement-Konzept der Psychologie, die Werbewirkungsforschung, die spezifischen Funktionen von Personalanzeigen (wie Employer Branding) und die psychologische Wirkung von Bildern auf die Zielgruppe.
Das Hauptziel besteht darin, die Kernfrage zu klären, ob das Involvement der Rezipienten bei der bildlichen Gestaltung von Personalanzeigen berücksichtigt werden sollte – und wenn ja, welche konkreten Gestaltungsmethoden daraus resultieren.
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Fundierung durch das Modell der Wirkungspfade von Kroeber-Riel, auf das Erkenntnisse aus der Konsumentenforschung sowie Metaanalysen zur Bildkommunikation angewendet werden.
Im Hauptteil werden zunächst das Involvement-Konzept und die Personalanzeige detailliert beschrieben, bevor eine Wirkungsmuster-Matrix entwickelt wird, die als Basis für spezifische Gestaltungsempfehlungen für Stellen- und Imageanzeigen dient.
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Involvement, Personalanzeige, Bildwirkung, Employer Branding, Wirkungsmuster und Ikonizität.
Weil hoch involvierte Personen eher nach sachlichen Informationen suchen und kognitive Prozesse durchlaufen, während niedrig involvierte Personen stärker emotional und über periphere Hinweisreize (wie ästhetische Bilder) erreicht werden müssen.
Ein hoher Ikonizitätsgrad – also eine realitätsnahe Darstellung – erhöht die Relevanzwahrnehmung bei hoch involvierten Betrachtern und verstärkt die emotionale Ansprache sowie das Gefallen bei niedrig involvierten Zielgruppen.
Bei einer doppelseitigen Anzeige sollte das Bild idealerweise auf der rechten Seite platziert werden; innerhalb der Anzeige selbst wird für eine bessere Aufmerksamkeit eine Positionierung des Bildes auf der linken Seite empfohlen.
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