Bachelorarbeit, 2007
31 Seiten, Note: 1,7
Medien / Kommunikation - Multimedia, Internet, neue Technologien
1. Einleitung
1.1. Fragestellung
1.2. Untersuchungsschritte
2. Geschichte des Internets und die Rhetorik der Innovation
2.1. Prätechnologische Diskurse
2.1.1. Vannevar Bush
2.1.2. J.C.R. Licklider
2.2. Das Internet entsteht
2.2.1. Howard Rheingold
2.3. Das WWW bringt gesellschaftliche Akzeptanz
2.3.1. Tim Berners-Lee
2.3.2. Nicholas Negroponte
2.3.3. Derrick de Kerckhove
2.4. Web 2.0
2.4.1. Tim O'Reilly
3. Aggregation
3.1. Wissensorganisation: Das Internet ersetzt andere Medien
3.2. Partizipation: Wissen und Publizieren
3.3. Externalisierung und Ausweitung des Gehirns
4. Konklusion
Die Arbeit untersucht die „Rhetorik der Innovation“, die die Entwicklung des Internets von den 1940er Jahren bis zum frühen 21. Jahrhundert begleitet und beeinflusst hat. Ziel ist es, diskursgeschichtlich aufzuzeigen, welche utopischen Erwartungen und Prognosen den Erfolg des Mediums im gesellschaftlichen Diskurs ermöglicht haben.
2.1.1. Vannevar Bush
Am Anfang von As We May Think beschreibt Bush die Problemlage, durch die der gesamte Wissenschaftsapparat in seinen Augen substantiell behindert werde:
„There is a growing mountain of research. But there is increased evidence that we are being bogged down today as specialization extends. The investigator is staggered by the findings and conclusions of thousands workers - conclusions which he cannot find time to grasp, much less to remember, as they appear.“
Der stetige Wissenszuwachs sei mit den bisherigen Speicherverfahren, also den Büchern in Bibliotheken, nicht mehr zu ausreichend zu verarbeiten und zu überschauen, so dass ein Großteil der durchgeführten Forschung dadurch verloren ginge. Die Werkzeuge zur Selektion und zum Zugriff auf vorhandene Wissensinhalte seien anachronistisch und verhinderten eine Nutzbarmachung der jeweils vorangehenden Forschungsergebnisse.
1. Einleitung: Einführung in die diskursanalytische Perspektive auf die Mediengeschichte und Definition des Begriffs der Rhetorik der Innovation.
2. Geschichte des Internets und die Rhetorik der Innovation: Skizzenhafter Abriss der Internetgeschichte durch die Vorstellung prägender Akteure und deren spezifischer Erwartungshaltungen.
3. Aggregation: Systematische Zusammenführung der identifizierten Rhetoriken in die drei zentralen Themenblöcke Wissensorganisation, Partizipation und Externalisierung.
4. Konklusion: Synthese der Erkenntnisse und Einordnung der beständigen Rhetorikmuster über den gesamten Untersuchungszeitraum hinweg.
Internet, Rhetorik der Innovation, Diskursanalyse, Wissensorganisation, Partizipation, Externalisierung, Web 2.0, Memex, Computer, Medienwandel, Cyber-Space, Kollektive Intelligenz, Apokalyptiker, Integrierte, Digitalisierung.
Die Arbeit untersucht die „Rhetorik der Innovation“ rund um das Internet und wie diskursive Visionen die gesellschaftliche Akzeptanz und Entwicklung des Mediums beeinflusst haben.
Die Arbeit fokussiert sich auf die drei Hauptthemen: die Organisation von Wissen, Möglichkeiten der gesellschaftlichen Partizipation und die Vorstellung der Externalisierung mentaler Funktionen durch das Internet.
Die Forschungsfrage zielt darauf ab, die Inhalte der Rhetoriken der Innovation zu identifizieren und zu analysieren, ob sich diese im Untersuchungszeitraum zwischen 1945 und 2006 substantiell verändert haben.
Die Arbeit basiert auf einer diskursgeschichtlichen Analyse, in der ausgewählte theoretische Texte und Rhetoriken einflussreicher Akteure untersucht und in ihren geschichtlichen Kontext eingeordnet werden.
Der Hauptteil gliedert sich in eine chronologische Darstellung der Internetgeschichte anhand von Schlüsselfiguren wie Vannevar Bush, Tim Berners-Lee oder Tim O'Reilly und eine thematische Zusammenführung der zentralen Argumentationsmuster.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Diskursanalyse, Rhetorik der Innovation, Wissensorganisation, Partizipation und Externalisierung mentaler Funktionen charakterisiert.
Vannevar Bush gilt als Vordenker, dessen 1945 veröffentlichter Artikel „As We May Think“ die theoretische Basis für spätere Innovationen legte, insbesondere durch die Idee des „Memex“ als Wissenswerkzeug.
Der Begriff Web 2.0 markiert für den Autor Tim O'Reilly einen Wendepunkt, an dem die kollektive Intelligenz der Nutzer durch Vernetzung aktiv zur Wissensbildung beitragen kann.
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