Magisterarbeit, 2005
78 Seiten, Note: 2,0
1. EINLEITUNG
2. BIOGRAFIE RUDOLF DITZEN
2.1. Biografen Rudolf Ditzens und ihre Werke
2.2. Kindheit und Jugend
2.3. Rudolstadt und Tannenfeld
2.3.1. Literarische Versuche in Tannenfeld
2.4. Ausbildung und Anstellungen
2.5. Aus Rudolf Ditzen wird Hans Fallada
2.6. Gefängnisaufenthalte
2.7. Rudolf Ditzen in Neumünster und Hamburg
2.8. Die Entstehung eines Romans
3. BAUERN, BONZEN UND BOMBEN
3.1. Historischer und soziologischer Hintergrund
3.1.1. Die Weimarer Republik
3.1.2. Schleswig Holstein
3.1.3. Entwicklung der Landwirtschaft
3.2. Die Bauern
3.2.1. Landwirtschaft und Soziologie
3.2.2. Wirtschaft und Politik
3.3. Die Landvolkbewegung
3.3.1. Die Anfänge
3.3.2. Radikalisierung
3.3.3. Die Zeitung „Das Landvolk“
3.3.4. Die Reaktion der Behörden
3.4. Die politischen Folgen
4. DER ROMAN „BAUERN, BONZEN UND BOMBEN“
4.1. Die Protagonisten
4.1.1. Max Tredup
4.1.2. Stuff
4.1.3. Bürgermeister Gareis
4.1.4. Die Bauern
5. REZEPTION DES ROMANS
5.1. Zeitgenössische Kritik
5.1.1. Kritik von links
5.1.2. Kritik von rechts
5.2. „BAUERN, BONZEN UND BOMBEN“ in der DDR
5.3. „BAUERN, BONZEN UND BOMBEN“ in der Bundesrepublik Deutschland
5.4. „BAUERN, BONZEN UND BOMBEN“ seit 1990
5.4.1. „BAUERN, BONZEN UND BOMBEN“ in den USA
5.4.2. Die Hans-Fallada-Gesellschaft in Carwitz
6. ZUM STELLENWERT VON „BAUERN, BONZEN UND BOMBEN“ IM GESAMTWERK HANS FALLADAS
7. HAT FALLADA MIT „BAUERN, BONZEN UND BOMBEN“ EINEN POLITISCHEN ROMAN GESCHRIEBEN ?
8.SCHLUSSWORT
Diese Arbeit analysiert Hans Falladas Roman „Bauern, Bonzen und Bomben“ vor dem Hintergrund der historischen, biografischen und soziologischen Gegebenheiten der ausgehenden Weimarer Republik. Ziel ist es, die Entstehungsgeschichte des Werkes zu beleuchten, die Darstellung der gesellschaftlichen Verhältnisse kritisch zu hinterfragen und zu untersuchen, inwiefern der Roman als „politisches“ Werk zu bewerten ist.
4.1.1. Max Tredup
„(...)Aber der Max ist ja so ein Junge, der schweinigelt sich gleich von oben bis unten ein, wenn er mal mit Dreck spielt.“
Elise, die Ehefrau des Max Tredup, beschreibt in diesem Satz sehr genau den Charakter und die Fähigkeiten ihres Mannes.
Tredup wird von Fallada nicht als von Natur aus schlechter Mensch gezeichnet. Die Umstände machen ihn zu dem, was er ist. Bei Tredup ist dies besonders deutlich, da sein anständiger Kern sofort zum Vorschein kommt, wenn er die Aussicht auf die Verbesserung seiner Lage hat.
Als er zum Beispiel den Redakteursposten erhält, nimmt er sich fest vor, seiner Frau nach dem Prozess das versteckte Geld zu holen, und wie kindlich-froh erscheint sein fester Vorsatz, ein guter Berichterstatter zu sein. Tredup selbst drückt es folgendermaßen aus: „...Ich wollte ja nicht schlecht sein. Es war ja nur, dass ich solche Angst hatte vor der Zukunft.“
Anhand der Figur des Max Tredup zeigt Hans Fallada, dass es in der Zeit der Wirtschaftskrise für den „kleinen Mann“ oftmals nur die Möglichkeit gab, seine Familie durch Gaunereien zu ernähren.
1. EINLEITUNG: Die Autorin legt die Zielsetzung der Arbeit dar, die den Roman im Kontext seiner Zeit und Entstehung betrachtet.
2. BIOGRAFIE RUDOLF DITZEN: Detaillierte Darstellung des Lebenswegs von Rudolf Ditzen, um die biografischen Voraussetzungen für sein späteres Schaffen als Hans Fallada zu verstehen.
3. BAUERN, BONZEN UND BOMBEN: Historische und soziologische Analyse des Hintergrunds, inklusive der Weimarer Republik und der spezifischen Landvolkbewegung in Schleswig-Holstein.
4. DER ROMAN „BAUERN, BONZEN UND BOMBEN“: Untersuchung der Entstehungsgeschichte und Analyse der zentralen Protagonisten im Roman.
5. REZEPTION DES ROMANS: Darstellung der wechselvollen Wirkungsgeschichte des Romans in verschiedenen politischen Systemen vom Erscheinen bis in die 1990er Jahre.
6. ZUM STELLENWERT VON „BAUERN, BONZEN UND BOMBEN“ IM GESAMTWERK HANS FALLADAS: Einordnung des Romans als Wendepunkt hin zur Neuen Sachlichkeit und zum zentralen Thema des „kleinen Mannes“.
7. HAT FALLADA MIT „BAUERN, BONZEN UND BOMBEN“ EINEN POLITISCHEN ROMAN GESCHRIEBEN ?: Kritische Auseinandersetzung mit der Frage der politischen Intention und Neutralität Falladas im Werk.
8.SCHLUSSWORT: Zusammenfassende Reflexion über die methodische Vorgehensweise und die sich im Forschungsprozess ergebenden neuen Fragestellungen.
Hans Fallada, Bauern Bonzen und Bomben, Weimarer Republik, Landvolkbewegung, Schleswig-Holstein, Neue Sachlichkeit, Rudolf Ditzen, Max Tredup, Bürgermeister Gareis, Literaturkritik, Politische Literatur, Sozialgeschichte, Kleinstadt, Rezeptionsgeschichte, Zeitgenössische Literatur.
Die Arbeit untersucht den Roman „Bauern, Bonzen und Bomben“ von Hans Fallada im Kontext der historischen und soziologischen Bedingungen der Endphase der Weimarer Republik.
Die zentralen Themen sind die Biografie Rudolf Ditzens, der historische Hintergrund der Landvolkbewegung, die Analyse der Romanfiguren und die unterschiedliche Rezeption des Romans in verschiedenen Epochen.
Das Ziel ist es, zu verstehen, wie Fallada historische Ereignisse und soziale Realitäten in seine fiktionale Literatur integriert hat und ob das Werk als politischer Roman gewertet werden kann.
Es wird eine literaturwissenschaftliche Analyse durchgeführt, die biografische Forschung, historische Kontextualisierung und eine Untersuchung der Rezeptionsgeschichte verbindet.
Der Hauptteil befasst sich mit dem Leben von Rudolf Ditzen, den Hintergründen der Landwirtschaft in Schleswig-Holstein, den Romanfiguren sowie der Kritik und Rezeption des Buches.
Wichtige Begriffe sind Hans Fallada, Weimarer Republik, Landvolkbewegung, Neue Sachlichkeit und Rezeptionsgeschichte.
Der Roman markiert den Übergang vom Expressionismus zur Neuen Sachlichkeit und wendet sich erstmals explizit der Lebenswelt des „kleinen Mannes“ zu.
Gareis dient als zentrale Identifikations- und Konfliktfigur, deren Schicksal exemplarisch für die Verstrickung des Einzelnen in politische Prozesse der Zeit steht.
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