Examensarbeit, 2006
140 Seiten, Note: 1,0
Die Hausarbeit „Konstruktivistische Pädagogik – eine viable Konstruktion?“ setzt sich zum Ziel, die konstruktivistische Erkenntnistheorie und ihre pädagogischen Implikationen zu untersuchen. Sie beleuchtet die theoretischen Grundlagen, die empirischen Fundamente und die Folgen für das Verständnis von Lernen, Lehren und der Gestaltung von Unterricht.
Die Einleitung führt in die Thematik der konstruktivistischen Pädagogik ein und stellt den Forschungsgegenstand sowie die zentrale Fragestellung der Arbeit vor. Sie beleuchtet den Anspruch der konstruktivistischen Pädagogik, einen Paradigmenwechsel in der Didaktik zu vollziehen, und kritisiert die Abkehr von einer objektiven Wirklichkeit.
Teil I beschäftigt sich mit der konstruktivistischen Erkenntnistheorie und ihren pädagogischen Implikationen. Kapitel 2 erläutert die empirischen Fundamente der Theorie und beleuchtet kognitionsbiologische Ansätze, autopoietische Systeme und die Rolle von Sprache und Bewusstsein.
Kapitel 3 analysiert die konstruktivistischen Konsequenzen für die Erkenntnistheorie, das Viabilitätskonzept und die ethischen Implikationen. Kapitel 4 beschäftigt sich mit der konstruktivistischen Pädagogik und ihren anthropologischen Grundlagen, der konstruktivistischen Lehr- und Lerntheorie sowie der konstruktivistischen Didaktik.
Teil II widmet sich der Kritik an der konstruktivistischen Erkenntnistheorie und ihren pädagogischen Implikationen. Kapitel 5 beleuchtet Unschärfen und logische Inkonsistenzen der Theorie und kritisiert die viabilistische Wahrnehmungskonzeption.
Kapitel 6 analysiert die Kritik an der konstruktivistischen Pädagogik, insbesondere die Kritik an der Konstruktivität aller Kognition, der konstruktivistischen Lehr- und Lerntheorie und der konstruktivistischen Didaktik.
Konstruktivistische Pädagogik, Erkenntnistheorie, Viabilität, Empirische Fundamente, Kritik, Lehr- und Lerntheorie, Didaktik, Unterricht, Subjekt, Objektivität, Intersubjektivität, Perturbation, Paradigmenwechsel, Wissensvermittlung, Wissenwerwerb.
Sie behauptet, dass Wissen nicht objektiv vermittelt werden kann, sondern dass jeder Lernende Informationen basierend auf seinen eigenen kognitiven Strukturen individuell konstruiert.
Viabilität ersetzt den Begriff der Wahrheit. Eine Konstruktion gilt als viabel (gangbar), wenn sie in der Erfahrungswelt des Subjekts funktioniert und zur Problemlösung beiträgt.
Konstruktivisten nutzen Erkenntnisse über das Gehirn (z.B. den blinden Fleck), um zu argumentieren, dass das Gehirn ein selbstreferentielles System ist, das seine eigene Realität erzeugt.
Der Lehrer ist kein Wissensvermittler mehr, sondern ein Begleiter oder "Lernumgebungsgestalter", der Perturbationen (Anstöße) liefert, um Lernprozesse beim Schüler auszulösen.
Kritikpunkte sind unter anderem logische Inkonsistenzen (der Anspruch auf eigene Geltung bei gleichzeitiger Leugnung objektiver Wahrheit) und die Gefahr einer Entprofessionalisierung der Lehre.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

