Diplomarbeit, 2005
208 Seiten, Note: 1
Die Diplomarbeit „davon hatte er sogleich den Tod“ - Eine Studie zur Darstellung von Kampf und Tod in der Njalssaga beschäftigt sich mit der Analyse der Kampfschilderungen in der Njalssaga. Das Ziel der Arbeit ist es, die verschiedenen Arten des Kampfes und des Todes in der Saga zu untersuchen und deren Bedeutung für die Handlung, die Figuren und die Welt der Saga zu erforschen.
Das erste Kapitel führt in die Thematik der Njalssaga ein und liefert Informationen zu ihrer Entstehung, ihren Quellen und ihrem Umfeld. Das zweite Kapitel befasst sich mit der Sagatradition und der Erzählkunst der Njalssaga. Dabei werden die Prinzipien der Sagatradition erläutert sowie die Frage, ob objektive Erzählweise und Rezipientenlenkung einander ausschließen. Kapitel drei untersucht die Rolle der Fehde in der Njalssaga, ihre Verwurzelung in der Gesellschaft und ihre Auswirkungen auf die Handlung. Die verschiedenen Konfliktkonstellationen der Saga werden analysiert und die Grenzen zwischen Rache und Wiedergutmachung werden beleuchtet.
Das vierte Kapitel konzentriert sich auf die Darstellung des Todes in der Njalssaga, die verschiedenen Arten des Todes und die mit ihnen verbundenen Kampfsequenzen werden analysiert. Dazu gehören Tod durch Holmgang, Hinterhalt, Attentat, Überfall, Schlacht und Übersinnliches.
Kapitel fünf untersucht die Kampfschilderungen in der Njalssaga und vergleicht sie mit denen in anderen Sagas, insbesondere mit der Laxdæla saga und der Sturlunga saga. Dabei wird die Frage untersucht, ob die Kampfschilderungen der Njalssaga einzigartige Stilblüten darstellen oder Gemeingut der Sagatradition sind.
Das sechste Kapitel beschäftigt sich mit der Einstellung der Protagonisten zu Kampf und Todesrisiko und vergleicht diese mit abendländischer Denkweise und zeitgenössischer Literatur des europäischen Mittelalters.
Njalssaga, Sagatradition, Kampf, Tod, Fehde, Gewalt, Rache, Wiedergutmachung, Holmgang, Hinterhalt, Attentat, Überfall, Schlacht, Übersinnliches, Laxdæla saga, Sturlunga saga, Nordmänner, abendländische Denkweise, europäisches Mittelalter, Christentum.
Die Sagaliteratur nutzt einen detailgetreuen Realismus, um die Härte des Lebens und die Konsequenzen von Fehden greifbar zu machen. Dies diente der Rezipientenlenkung und entsprach dem Geschmack des zeitgenössischen Publikums.
Der Holmgang war ein ritueller Zweikampf, der oft zur rechtlichen Klärung von Streitigkeiten oder zur Wiederherstellung der Ehre eingesetzt wurde und häufig tödlich endete.
Die Fehde und die damit verbundene Rache bilden das strukturelle Gerüst der Saga. Sie zeigen die moralischen und ethischen Normen der isländischen Gesellschaft, in der Ehre oft über dem Leben stand.
Die Saga entstand in einer Übergangszeit. Während Gewalt als soziales Mittel akzeptiert war, thematisiert die Saga auch christliche Ideale wie Vergebung, was einen spannungsvollen Kontrast in der Erzählung bildet.
Der Autor nutzt Techniken wie Nekrologe oder rhetorische Mittel, um die Sympathien des Lesers für bestimmte Figuren zu steuern und die moralische Bewertung von Kampfhandlungen zu beeinflussen.
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