Bachelorarbeit, 2006
35 Seiten, Note: 2,3
1. Einleitung
2. Das duale Rundfunksystem
2.1 Die öffentliche Aufgabe des Rundfunks
2.2 Grundversorgung und Vielfalt
3. Die Bedeutung der Quote
4. Qualitätsdiskussion
4.1 Die normativen Aspekte
4.2 Der Wandel des Qualitätsbegriffs
4.3 Die Einbindung der Zuschauerperspektive
5. Qualitätsmanagement
5.1 Total Quality Management und Evaluation
5.2 Programmkontrollen der Fernsehsender
5.2.1 Sendungserfolgskontrolle beim Schweizer Fernsehen DRS
5.2.1.1 Ansätze der Sendungserfolgskontrolle
5.2.1.2 Grundlagen der Sendungserfolgskontrolle
5.2.1.3 Das Resultat
5.2.2 Programmcontrolling beim WDR
5.2.2.1 Ansätze des Controllings
5.2.2.2 Grundlagen des Controllings
5.2.2.3 Zielvereinbarungsgespräch und Monitoring
5.2.3 Leistungsindikatoren der GEAR
5.2.3.1 Ansätze
5.2.3.2 Grundlage des Leistungsdiagramms
5.2.3.3 Das Diagramm
5.3 Die Quote als Qualitätskriterium
6. Fazit
Die Arbeit untersucht das Spannungsfeld zwischen Programmqualität und Einschaltquote aus der Sicht öffentlich-rechtlicher Rundfunkanstalten. Ziel ist es, zu analysieren, ob und wie die Quote über den wirtschaftlichen Aspekt hinaus als Indikator für die Qualität von Fernsehprogrammen dienen kann und inwiefern verschiedene Qualitätsmanagement-Ansätze in dieses Verhältnis eingreifen.
4.2 Der Wandel des Qualitätsbegriffs
Mit dem Aufkommen des Privatfernsehens gerieten die öffentlichen Rundfunkanstalten plötzlich unter Legitimationszwang. Mit einem mal musste der im zweiten Kapitel geschilderte öffentliche Auftrag präzisiert werden. Auch die neue ökonomische Konkurrenz seitens der Privatsender sorgte für notwendige Korrekturen des Programms. Dementsprechend entwickelte sich bei den Programmmachern ein neues Bewusstsein für Qualität. Dabei konnten sie an die von Schatz und Schulz entwickelte Systematisierung anknüpfen, um eigene Qualitätsstandards zu entwickeln.
So mussten sich nach und nach die Macher von Fernsehprogrammen dem Prozess des Quality Managements, also der stetigen Kontrolle der eigenen Leistung, unterziehen. Konkret bedeutete dies, dass Qualitätsindikatoren entwickelt wurden, anhand derer die Leistung einzelner Sendungen und somit auch des Gesamtprogramms beurteilt werden konnte. Diese dienten bei den öffentlich-rechtlichen Anstalten einerseits dazu, den Legitimationsdruck zu mindern, andererseits sollte aber auch „das eigene Programm bis ins Detail bewertbar und die Planung transparent gemacht werden, und zwar sowohl im Hinblick auf interne Vergleichbarkeit (benchmarking) mit ähnlichen Programmen aus dem eigenen Haus als auch in bezug auf die extern orientierte Marktfähigkeit.“ Es entstand folglich ein Steuerungsinstrument, das eine Sendungserfolgskontrolle ermöglichte und damit die weitere Programmplanung beeinflusste.
1. Einleitung: Die Einleitung führt in die zentrale Fragestellung ein, ob eine hohe Quote automatisch mit einer hohen Programmqualität gleichzusetzen ist, und erläutert den Fokus auf die Perspektive öffentlich-rechtlicher Programmmacher.
2. Das duale Rundfunksystem: Dieses Kapitel behandelt die verfassungsrechtlichen Grundlagen und die öffentliche Aufgabe des Rundfunks, welche die Basis für den Auftrag zur Grundversorgung und Vielfalt bildet.
3. Die Bedeutung der Quote: Es wird die ökonomische Relevanz der Quote als "Währung" der Fernsehwirtschaft und die methodische Erhebung durch die GfK thematisiert.
4. Qualitätsdiskussion: Das Kapitel bietet eine wissenschaftliche Auseinandersetzung mit Qualitätskriterien, die Systematisierung durch Schatz und Schulz sowie den Bedeutungsgewinn der Zuschauerperspektive.
5. Qualitätsmanagement: Hier werden praxisnahe Ansätze zur Programm- und Sendungskontrolle, konkret beim Schweizer Fernsehen DRS, beim WDR und anhand der GEAR-Indikatoren, detailliert analysiert.
6. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass die Quote primär eine ökonomische Dimension darstellt und nicht zwangsläufig ein valider Indikator für die Qualität eines Programms ist.
Programmqualität, Einschaltquote, öffentlich-rechtlicher Rundfunk, duales Rundfunksystem, Programmauftrag, Qualitätsmanagement, Sendungserfolgskontrolle, WDR, SF DRS, GEAR, Zuschauerperspektive, Medienökonomie, Programmcontrolling, Evaluation, Rundfunkfreiheit.
Die Arbeit untersucht das Verhältnis von Programmqualität und Einschaltquote im Kontext des öffentlich-rechtlichen Rundfunks.
Zentrale Themen sind der öffentlich-rechtliche Programmauftrag, wissenschaftliche Qualitätsdefinitionen, ökonomische Kennzahlen und verschiedene Controlling-Methoden in Rundfunkanstalten.
Die Forschungsfrage ist, ob die Quote als Qualitätsmaßstab dienen kann oder ob sie primär ein wirtschaftliches Instrument bleibt, das von der inhaltlichen Qualität zu trennen ist.
Die Arbeit nutzt eine deskriptive Analyse von fachwissenschaftlichen Qualitätskonzepten sowie eine Untersuchung verschiedener praktischer Evaluations- und Controlling-Modelle.
Der Hauptteil analysiert die theoretische Qualitätsdiskussion sowie konkrete Programmkontroll-Ansätze von Institutionen wie dem WDR, dem Schweizer Fernsehen DRS und der GEAR.
Programmqualität, Quote, öffentlich-rechtlicher Rundfunk, Qualitätsmanagement, Programmauftrag, Zuschauerperspektive und Programmcontrolling.
Die Arbeit zeigt, dass öffentlich-rechtliche Sender durch den gesetzlichen Auftrag andere Qualitätskriterien anlegen müssen als private Sender, die stark von Werbeeinnahmen und somit rein quantitativen Reichweiten abhängig sind.
Die Analyse ergibt, dass die Quote in allen untersuchten Modellen eher der wirtschaftlichen Steuerung und als Anlass für Reformen dient, während die eigentliche Qualitätssicherung durch weitere, oft komplexe und subjektive Indikatoren abgebildet wird.
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