Examensarbeit, 2005
152 Seiten, Note: 2,0
Geowissenschaften / Geographie - Bevölkerungsgeographie, Stadt- u. Raumplanung
1) Einleitende Worte
2.) Auswahl und Diskussion der geeigneten Theorien und Methoden mit anschließender Hypothesenentwicklung
2.1.) Der Wandel von der Arbeiter- zur Freizeitgesellschaft
2.2.) Die Entwicklung des Trabrennsports in Deutschland
2.3.) Trabrennbahnen in der heutigen Zeit – Aktuelle Trends
2.4.) Vorstellung der zu untersuchenden Trabrennbahnen
2.4.1.) Die Trabrennbahn Gelsenkirchen
2.4.2.) Die Trabrennbahn Recklinghausen
2.4.3.) Die Trabrennbahn Dinslaken
3.) Vorstellung und Erläuterung des Forschungsdesigns
3.1.) Der Fragebogen
3.2.) Die Experten-Interviews
4.) Graphische und textliche Darstellung der Ergebnisse
4.1.) Darstellung der Ergebnisse des Fragebogens
4.2.) Transkription der Experten-Interviews
5.) Trabrennbahnen als Freizeit- und Tourismusfaktor und Auswirkungen auf die Raumentwicklung in NRW – Auswertung und Anwendung der Ergebnisse der empirischen Untersuchungen
5.1.) Ausgewählte Ergebnisse für die Trabrennbahn Dinslaken
5.2.) Ausgewählte Ergebnisse für die Trabrennbahn Gelsenkirchen
5.3.) Ausgewählte Ergebnisse für die Trabrennbahn Recklinghausen
5.4.) Anmerkungen zum Wetten
6.) Prognosen über eine zukünftige Entwicklung des Trabrennsports in Westdeutschland
7.) Schlussbemerkungen
Die Arbeit untersucht den Einfluss der drei größten Trabrennvereine in Nordrhein-Westfalen (Gelsenkirchen, Dinslaken, Recklinghausen) auf die lokale Raumentwicklung und analysiert, inwieweit diese Bahnen als Tourismusmagneten und moderne Freizeitstandorte in einer sich wandelnden Erlebnisgesellschaft fungieren können.
2.4.1.) Die Trabrennbahn Gelsenkirchen
„Gelsenkirchen, das ist Trabrennsport in Reinkultur!“85, so beginnt Heinz-Hubert Bergmann die Vorstellung der Trabrennbahn „Am Nienhausener Busch“ in Gelsenkirchen. Dieser Satz kommt nicht von ungefähr, denn die Bahn im Gelsenkirchener Stadtteil Feldmark, nahe der Stadtgrenze zu Essen, ist heute die mit Abstand größte und bedeutendste Trabrennbahn in Deutschland. Auf einem ca. 310.000 m² großen Gelände haben auch außerhalb der Rennveranstaltungen bis zu 850 Pferde Platz, die in den dortigen Stallanlagen untergebracht sind.86 Abbildung 1 zeigt ein Luftbild der Trabrennbahn Gelsenkirchen. Deutlich zu erkennen ist das 1200 Meter Geläuf sowie die mittig im Vordergrund angelegten Stallanlagen.
Trotz des heutigen Erfolges sah es zu Beginn der Vereinsgründung für den heutigen Gelsenkirchener Rennverein e.V. gar nicht gut aus. 1909 gründete sich der „Westfälische Traberclub Dortmund“. Die ersten Rennen dieses Vereins fanden auf einem notdürftig hergerichteten Geläuf in Dortmund-Huckarde statt, und hinzu kam mangelndes Interesse der Zuschauer, was gerade für die Region Dortmund – Ruhrgebiet sehr ungewöhnlich war. So pachtete der damalige Verein ein Gelände nahe dem Nienhausener Busch in Gelsenkirchen an, wo die Rennbahn bis heute noch zu finden ist. Dieser Standort wurde vom Publikum sofort angenommen, die Renntage waren in den 1920er Jahren gut besucht.
1) Einleitende Worte: Einführung in die Thematik des Trabrennsports und Darstellung der Ausgangslage sowie der Forschungsfrage.
2.) Auswahl und Diskussion der geeigneten Theorien und Methoden mit anschließender Hypothesenentwicklung: Theoretische Herleitung der freizeitgeographischen Untersuchung und Formulierung der Arbeitshypothese.
3.) Vorstellung und Erläuterung des Forschungsdesigns: Erläuterung der empirischen Methoden (Fragebogen und Experteninterviews) und deren theoretische Fundierung.
4.) Graphische und textliche Darstellung der Ergebnisse: Deskriptive Aufbereitung der erhobenen Daten aus der Passantenbefragung.
5.) Trabrennbahnen als Freizeit- und Tourismusfaktor und Auswirkungen auf die Raumentwicklung in NRW – Auswertung und Anwendung der Ergebnisse der empirischen Untersuchungen: Analyse und Interpretation der empirischen Daten für die drei Standorte sowie eine Diskussion der Rolle des Wettens.
6.) Prognosen über eine zukünftige Entwicklung des Trabrennsports in Westdeutschland: Einschätzung der Zukunftsfähigkeit des Trabrennsports und Ableitung von Handlungsempfehlungen.
7.) Schlussbemerkungen: Zusammenfassendes Fazit zur aktuellen Situation und zum Potential des Trabrennsports.
Trabrennsport, Nordrhein-Westfalen, Freizeitgeographie, Raumentwicklung, Tourismus, Gelsenkirchen, Dinslaken, Recklinghausen, empirische Sozialforschung, Freizeitverhalten, Erlebnisgesellschaft, Totalisator, Strukturwandel, Sporttourismus, Zuschauerzahlen.
Die Arbeit untersucht den Einfluss der Trabrennbahnen in Gelsenkirchen, Dinslaken und Recklinghausen auf die Raumentwicklung in NRW und ihren Stellenwert als Freizeiteinrichtung.
Der Fokus liegt auf der Freizeitgeographie, dem Wandel von der Arbeits- zur Freizeitgesellschaft und der wirtschaftlichen sowie touristischen Bedeutung des Trabrennsports.
Die zentrale Frage ist, inwieweit Trabrennvereine heute noch als Tourismusmagneten und Freizeitstandorte fungieren und warum sie im Bewusstsein der breiten Bevölkerung an Bedeutung verloren haben.
Der Autor nutzt einen Mix aus quantitativen Methoden (standardisierte Passantenbefragung) und qualitativen Methoden (leitfadengestützte Experteninterviews).
Der Hauptteil befasst sich mit der Vorstellung der drei Standorte, der methodischen Begründung des Forschungsdesigns sowie der Auswertung und Interpretation der empirischen Ergebnisse.
Wichtige Begriffe sind Trabrennsport, Freizeitgeographie, Raumentwicklung, Tourismus, empirische Sozialforschung und Erlebnisgesellschaft.
Da der Erlebnishunger ein zentrales Merkmal der heutigen Freizeitgestaltung ist, zeigt die hohe Altersstruktur der Besucher, dass Trabrennbahnen für jüngere Zielgruppen aktuell an Attraktivität eingebüßt haben.
Er sieht kritische Herausforderungen, hält den Trabrennsport aber für noch nicht verloren, sofern er sich durch Marketing und eine Öffnung für "Event"-Charakter neu positioniert.
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