Diplomarbeit, 2006
105 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
2 Grundlagen der Kennzahlen und der Kennzahlensysteme
2.1 Einführende Erläuterungen zu Kennzahlen und Kennzahlensysteme
2.1.1 Arten von Kennzahlen
2.1.2 Zweck, Ermittlung, Auswertung und Darstellung der Kennzahlen
2.1.3 Vergleichsmöglichkeiten durch die Ermittlung von Kennzahlen
2.2 Aufbau und Arten von Kennzahlensystemen
2.2.1 Das DuPont-System of Financial Control
2.2.2 Das ZVEI-Kennzahlensystem
2.2.3 Das Rentabilitäts- und Liquiditätskennzahlensystem
2.2.4 Die Balanced Scorecard
3 Eine einführende Übersicht in die Hotelbranche
3.1 Der Ist-Zustand auf dem deutschen Hotelmarkt
3.2 Die Destination Berlin
3.3 Operative Kennzahlen in der Hotellerie
3.3.1 Kennzahlen im Bereich Logis
3.3.2 Kennzahlen im Bereich Food and Beverage
3.3.3 Kennzahlen im Personalbereich
4 Die Frühaufklärung als ein Instrument des Controlling
4.1 Einführung in das Gebiet Frühaufklärung
4.2 Systeme der Früherkennung
4.2.1 Zielsetzung und Inhalte der operativen Früherkennungssysteme
4.2.2 Aufgaben von operativen Früherkennungssystemen
4.3 Bedeutung der Kennzahlen als Basis der Früherkennung
5 Untersuchung in der Hotelbranche
5.1 Vorgehensweise bei der Datenerhebung
5.2 Deskriptive Darstellung und Auswertung der Datenerhebung
5.2.1 Fragebogenumfrage
5.2.2 Persönlich durchgeführte Interviews
5.3 Einordnung der Untersuchungsergebnisse
6 Früherkennung in der Hotelbranche
6.1 Zusammenführung der bestehenden und der erarbeiteten Ansätze
6.1.1 Branchenneutrale Ansätze im Controlling
6.1.2 Einbezug der Ergebnisse der Untersuchung
6.2 Ableitung einer Früherkennungssystematik für die Hotelbranche
6.3 Bewertung der kennzahlengesteuerten Früherkennung in der Hotellerie
7 Ausblick
Die Diplomarbeit hat das Ziel, den aktuellen Status der kennzahlengestützten operativen Früherkennung innerhalb der Hotelbranche zu erfassen und diese Erkenntnisse mit theoretischen Grundlagen aus der Literatur abzugleichen, um praxisorientierte Systematik-Ansätze abzuleiten.
2.1 Einführende Erläuterungen zu Kennzahlen und Kennzahlensysteme
„Ein klassisches Controlling-Instrument stellen Kennzahlen bzw. Kennzahlensysteme dar.“ Der Kennzahlenbegriff hat eine vielseitige Entwicklung durchlaufen. Dabei hat sich in der Wissenschaft ein relativ einheitlicher, allgemein akzeptierter Kennzahlenbegriff herausgearbeitet. „Kennzahlen bezeichnen jene Zahlen, die quantitativ erfassbare Sachverhalte in konzentrierter Form wiedergeben.“ Die wichtigsten Elemente einer Kennzahl sind demnach der Informationscharakter, die Quantifizierbarkeit und die spezifische Form der Information. Diese Messgrößen geben relevante Tatbestände sowie Zusammenhänge in einfacher, verdichteter Form wieder. Dabei ist die Wahl einer korrekt ermittelten Datengrundlage, welche im Hinblick auf die Fragestellung eine urteilsfähige Aussage zulässt, von entscheidender Bedeutung. Bei der Verwendung von Kennzahlen besteht in der Praxis die Frage nach dem Umfang der Kennzahlenermittlung. Einerseits existiert der Anspruch, dass alle Bereiche des Unternehmens abgebildet und analysiert werden. Andererseits besteht die Gefahr, dass eine unüberschaubare Menge von Informationen entsteht. Kennzahlen sollen vor allem als Instrument der Unternehmensführung Managementaufgaben im Bereich der Leistungs-erstellung unterstützen. Der Informationsnutzen ergibt sich nicht durch die Kennzahl an sich, sondern erst durch deren Interpretation. In diesem Zusammenhang muss neben der Qualität der ermittelten Daten auch beachtet werden, dass eine differenzierte Beurteilung zusätzlicher Einflussgrößen während des Interpretationsprozesses zu unterschiedlichen Annahmen der Entscheidungsträger führen kann. Diese unzureichende Objektivität einer Kennzahl zeigt sich vor allem bei zwischenbetrieblichen Vergleichen, ein Teilbereich des so genannten „Benchmarking“. Zusätzlich wird die Interpretation einer Kennzahl dadurch erschwert, dass aufgrund der Verdichtung der Informationen aus ihr nicht ersichtlich ist, wie sich die zugrunde liegenden Größen der Kennzahl verändert haben. Die Problematik der Interpretation belegt die beschränkte Aussagekraft einer einzelnen, für sich betrachteten Kennzahl. Diese lässt die Zusammenhänge, welche sich hinter dem Sachverhalt verbergen, nicht erkennen. Erst der Vergleich der Relationen im Zusammenhang mit anderen Kennzahlen und deren Einbettung in den betrieblichen Gesamtzusammenhang erlaubt eine aussagekräftige Entscheidungsfindung.
1 Einleitung: Vorstellung der Relevanz der Früherkennung im Controlling der Hotellerie sowie die Zielsetzung der Arbeit.
2 Grundlagen der Kennzahlen und der Kennzahlensysteme: Definition von Kennzahlen und Vorstellung gängiger Kennzahlensysteme wie DuPont, ZVEI, RL-System und Balanced Scorecard.
3 Eine einführende Übersicht in die Hotelbranche: Überblick über den deutschen Hotelmarkt und die spezifischen operativen Kennzahlen in den Bereichen Logis, F&B und Personal.
4 Die Frühaufklärung als ein Instrument des Controlling: Theoretische Einführung in die Frühaufklärung und die verschiedenen Generationen von Früherkennungssystemen.
5 Untersuchung in der Hotelbranche: Beschreibung der empirischen Datenerhebung mittels Interviews und Fragebögen sowie die Auswertung der Ergebnisse.
6 Früherkennung in der Hotelbranche: Synthese der theoretischen Ansätze mit den Untersuchungsergebnissen und Ableitung einer Systematik für die Hotellerie.
7 Ausblick: Zusammenfassendes Fazit zur Anwendbarkeit von Früherkennungssystemen in der Hotelbranche.
Hotelmanagement, Controlling, Kennzahlen, Kennzahlensysteme, Früherkennung, Frühaufklärung, Hotellerie, Operatives Controlling, Benchmarking, Balanced Scorecard, Umsatz, Personalkosten, Risikomanagement, Unternehmenskrisen, Datenerhebung.
Die Diplomarbeit befasst sich mit der Implementierung und Anwendung von kennzahlengesteuerten Systemen zur operativen Früherkennung im Hotelmanagement.
Die Arbeit verknüpft betriebswirtschaftliche Controlling-Theorien zu Kennzahlen und Früherkennungssystemen mit der spezifischen Marktsituation und Praxis der deutschen Hotellerie.
Das Hauptziel ist es, zu analysieren, inwieweit Hoteliers bereits Kennzahlen für die operative Früherkennung nutzen, und daraus eine praktikable Systematik für die Branche abzuleiten.
Der Autor führt eine zweigeteilte empirische Untersuchung durch, bestehend aus einer schriftlichen Fragebogenumfrage unter 428 Hotels und persönlich geführten Experteninterviews mit sieben Hotelleitungen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Auseinandersetzung mit Kennzahlensystemen und Früherkennung (Kapitel 2-4) sowie die detaillierte Darstellung und Auswertung der eigenen empirischen Ergebnisse (Kapitel 5-6).
Wesentliche Begriffe sind Früherkennung, Kennzahlen, Hotelmanagement, Controlling, Balanced Scorecard und operatives Risikomanagement.
Die BSC wird als wertvolles Instrument erachtet, da sie durch ihre Perspektivenvielfalt und Strategieausrichtung eine integrierte Sicht auf Chancen und Risiken ermöglicht, was sie für die Hotellerie besonders attraktiv macht.
Die Arbeit stellt fest, dass zwar hohe Datenmengen in Hotelbetrieben generiert werden, es jedoch häufig am Know-how und der softwareseitigen Unterstützung mangelt, um diese gezielt für eine systematische Früherkennung zu verdichten.
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