Diplomarbeit, 2007
60 Seiten, Note: 1,70
1. Einleitung
1.1. Ziele der Arbeit
1.2. Gliederung der Arbeit
2. Analyse
2.1. Ubiquitous Computing Applikationen
2.2. Applikationsentwicklung
2.2.1. Programmierung durch Anwender
2.2.2. Programmierung durch Experten
2.2.3. Methoden der Anwendungsentwicklung in Ubicomp Umgebungen
2.2.4. Zusammenfassung
2.3. Auswahl von Algorithmen zur Kontextklassifikation
2.4. Anforderungen an das zu erstellende System
3. Entwurf
3.1. Entwurf eines Prozesses
3.2. Entwicklungsmodell
3.3. Schritt 1: Sammeln von Daten
3.4. Schritt 2: Annotation
3.5. Schritt 3: Datenverarbeitung
3.6. Schritt 4: Auslieferung des Systems
3.7. Evaluation
4. Implementierung
4.1. Anwendungsumgebung
4.2. Datenbank-Logger
4.3. Werkzeug zur Annotation
4.4. Klassifikator für die Kontexterkennung
4.4.1. Komponentenbasierte Implementierung des Klassifikators
4.4.2. Mathematische Grundlagen des Klassifikators
4.4.3. Der implementierte Bayes-Klassifikator
4.4.4. Hilfskomponenten
4.5. CReSB im Überblick
5. Evaluation
5.1. Methodik
5.2. Szenario 1: Dokumentenhandling
5.3. Szenario 2: Whiteboard Aktivitäten
5.4. Szenario 3: Raumüberwachung
5.5. Szenario 4: Bewegungserkennung
5.6. Analyse möglicher Fehlerquellen
5.7. Fazit
6. Zusammenfassung und Ausblick
Ziel dieser Arbeit ist die Entwicklung eines standardisierten und flexiblen Prozesses zur Kontexterkennung in Ubiquitous Computing Applikationen, um den Entwicklungsaufwand für zukünftige Projekte signifikant zu senken und die Wiederverwendbarkeit von Komponenten zu fördern.
1.1. Ziele der Arbeit
Ziel dieser Diplomarbeit ist es, eine Vereinheitlichung des Entwicklungsprozesses für kontext-sensitive Ubicomp Applikationen zu erreichen und als direkte Folge dessen die Geschwindigkeit für die Entwicklung neuer Ubicomp Applikationen deutlich zu steigern. Denn aktuell existiert noch kein einheitliches Verfahren, um Kontextinformationen für eine Ubicomp Anwendung aus den aktuell vorliegenden Sensordaten, die von den für die Anwendung installierten Sensorknoten geliefert werden, zu schließen. Bao et al. bezeichnen in ihrer Ausarbeitung zum Thema „Activity Recognition from User-Annotated Acceleration Data“ [08] die Erkennung von Kontexten, in denen sich eine Anwendung gerade befindet, gar als eines der Schlüsselprobleme des Ubiquitous Computings.
Bei den am TecO eingerichteten Anwendungen musste daher in der Vergangenheit jeweils die komplette Verarbeitung der Sensordaten von Grund auf implementiert werden, was einen entsprechenden Arbeitsaufwand mit sich gezogen hat, der bei jeder Anwendung wieder angefallen ist. Mit Hilfe der Ergebnisse dieser Diplomarbeit soll dieser Arbeitsaufwand bei zukünftigen Projekten reduziert werden.
Im Rahmen dieser Diplomarbeit soll daher ein einheitlicher Prozess entwickelt werden, mit dessen Hilfe es in Zukunft bei verschiedenen Projekten möglich sein soll, die Verarbeitung der Sensordaten zu Kontexten auf die gleiche Art und Weise einzurichten. Alle für diesen neu zu gestaltenden Prozess notwendigen Anwendungen sind im Rahmen der Diplomarbeit zu implementieren. Der Prozess und die einzelnen Anwendungen sollen dabei so gestaltet werden, dass sie später in möglichst verschiedenen Anwendungen zum Einsatz kommen können.
1. Einleitung: Beschreibt die Motivation zur Vereinheitlichung der Kontexterkennung in Ubicomp-Systemen und definiert die Ziele zur Reduzierung des Entwicklungsaufwands.
2. Analyse: Analysiert den Stand der Technik, bestehende Programmieransätze und die Notwendigkeit für kontextbasierte Middleware.
3. Entwurf: Entwirft den vierstufigen Prozess des CReSB, bestehend aus Datensammlung, Annotation, Verarbeitung und Auslieferung.
4. Implementierung: Dokumentiert die technische Umsetzung des CReSB unter Nutzung des Equip-Frameworks, MySQL und mobiler Annotationswerkzeuge.
5. Evaluation: Überprüft die Leistungsfähigkeit des Systems in vier unterschiedlichen Anwendungsszenarien und analysiert Fehlerquellen.
6. Zusammenfassung und Ausblick: Fasst die Ergebnisse zusammen und diskutiert zukünftige Optimierungspotenziale sowie die Hardware-Distribution.
Ubiquitous Computing, Kontexterkennung, Kontextsensitive Applikationen, Anwenderprogrammierung, Sensorik, Datenannotation, Bayes-Klassifikator, Middleware, Prozessstandardisierung, Systemdesign, Equator, Particles, Evaluation, Mustererkennung, Automatisierung.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Vereinfachung der Entwicklung von kontextsensitiven Ubiquitous Computing Applikationen durch die Einführung eines standardisierten Prozesses zur Kontexterkennung.
Die Themen umfassen die sensorbasierte Datenerfassung, Methoden zur intuitiven Annotation von Daten durch Benutzer sowie den Einsatz von komponentenorientierten Klassifikatoren zur Kontextauswertung.
Das Ziel ist die Reduktion des hohen Arbeitsaufwands bei der Implementierung von kontexterkennenden Systemen durch die Schaffung einer wiederverwendbaren und flexiblen Infrastruktur (CReSB).
Es kommt primär der Bayes-Klassifikator zum Einsatz, der durch eine komponentengestützte Vorverarbeitung der Sensordaten mittels Filtern und Runden ergänzt wird.
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse von Anforderungen, den Entwurf des vierstufigen CReSB-Prozesses, die praktische Implementierung der Softwarekomponenten sowie die detaillierte Evaluation in vier Testszenarien.
Wichtige Begriffe sind Ubiquitous Computing, Kontexterkennung, Anwenderprogrammierung, Datenannotation, Bayes-Klassifikator und Prozessstandardisierung.
Durch die Bereitstellung einer simplen HTML-Oberfläche auf Mobilgeräten kann der Benutzer während des Alltags durch einfache Klicks Annotationen vornehmen, ohne komplexe Dialoge führen zu müssen.
Dieses Design ermöglicht es Entwicklern, das System für neue Anwendungsfälle schnell anzupassen, indem Komponenten modular ausgetauscht oder Schwellwerte für die Datenverarbeitung individuell konfiguriert werden.
Bei der Klassifikation komplexer Bewegungen wie "Laufen" oder "Rennen" reichten kleine Trainingsdatenmengen oft nicht aus, was die Wichtigkeit einer ausreichend breiten Datenbasis für die Qualität der Erkennung unterstrich.
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