Bachelorarbeit, 2007
66 Seiten, Note: 2,0
Diese Arbeit beschäftigt sich mit der sozialen und kulturellen Situation der indigenen Bevölkerung Kolumbiens im Zeitraum von 1970 bis heute. Der Fokus liegt auf den Bestrebungen der indigenen Bewegung um eine größere Autonomie und Selbstverwaltung sowie eine stärkere politische Partizipation innerhalb der Grenzen des kolumbianischen Staates. Die Arbeit untersucht die Faktoren, die diese Bestrebungen begünstigen oder hemmen, und betrachtet insbesondere die Rolle des Staates und die Auswirkungen des seit 40 Jahren andauernden Bürgerkrieges auf die indigene Bevölkerung.
Das erste Kapitel gibt einen Überblick über die historische Entwicklung der indigenen Bevölkerung Kolumbiens und erläutert den Kampf um Emanzipation, der bis heute andauert. Im zweiten Kapitel werden demografische und kulturelle Fakten sowie die wichtigsten indigenen Organisationen, wie der Consejo Regional Indígena del Cauca (CRIC) und die Organización Nacional Indígena de Colombia (ONIC), vorgestellt. Das dritte Kapitel beschäftigt sich mit den Autonomiebestrebungen der indigenen Bevölkerung, insbesondere der territorialen Autonomie, der indigenen Lebensproduktion und der ethnospezifischen Bildung. Im vierten Kapitel wird die Integration der indigenen Bewegung in das politische Leben Kolumbiens auf lokaler und nationaler Ebene betrachtet. Die Verfassung von 1991 wird als Meilenstein in der Anerkennung indigener Rechte und der Öffnung für politische Partizipation vorgestellt. Das fünfte Kapitel beleuchtet die Auswirkungen des Bürgerkrieges auf die indigenen Organisationsprozesse und ihre Autonomiebestrebungen. Hier wird auch die Rolle des Staates und die Problematik der Straflosigkeit für Menschenrechtsverletzungen diskutiert. Das Kapitel stellt auch einige indigene Initiativen zur Friedensschaffung vor, wie den zivilen Widerstand und den Dialog zwischen den Konfliktparteien.
Indigene Bevölkerung Kolumbiens, Autonomie, Selbstverwaltung, Territoriale Autonomie, Lebensproduktion, Bildung, politische Partizipation, Bürgerkrieg, Straflosigkeit, Friedensschaffung, CRIC, ONIC, Verfassung von 1991, ILO-Konvention 169.
Der Widerstand begann bereits mit der spanischen Kolonisation vor 500 Jahren, die moderne Bewegung formierte sich jedoch verstärkt in den 1970er Jahren.
Sie war ein Meilenstein, da sie Kolumbien als pluriethnische Nation anerkannte und den Indigenen politische Partizipation und territoriale Rechte zusprach.
Es sind zentrale indigene Organisationen: Der CRIC (Regionalrat der Indigenen von Cauca) und die ONIC (Nationale Indigene Organisation Kolumbiens).
Der Konflikt führt zu Vertreibung, Gewalt und der Störung indigener Organisationsprozesse, wobei Indigene oft zwischen die Fronten geraten.
Die Anerkennung ihrer traditionellen Territorien (Resguardos) und das Recht auf Selbstverwaltung nach eigenen Gesetzen und Bräuchen.
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