Diplomarbeit, 2004
103 Seiten, Note: 2,0
1. EINLEITUNG
1.1 ANLASS UND PROBLEMSTELLUNG DER ARBEIT
1.2 FRAGESTELLUNG UND AUFBAU DER ARBEIT
1.3 ZUR QUELLENLAGE
1.4 ABGRENZUNG ZU ANDEREN THEMEN
2. DIE GESELLSCHAFT IM WANDEL
2.1 AUF DEM WEG ZUR INFORMATIONSGESELLSCHAFT
2.2 SCHWINDENDE ERWARTUNGSSICHERHEIT
2.3 SICHERHEIT DES ARBEITSPLATZES UND WEITERBILDUNG
2.5 AUSWIRKUNGEN AUF DEN BEREICH DER WEITERBILDUNG
2.6 ZUSAMMENFASSUNG
3. SELBSTGESTEUERTES LERNEN: EIN VIELSCHICHTIGER BEGRIFF
3.1 DEFINITION DER „NEUEN LERNKULTUR“
3.2 DER BEGRIFF „SELBSTGESTEUERTES LERNEN“- EIN KURZER HISTORISCHER RÜCKBLICK
3.3 DIE BEGRIFFLICHE VIELFALT UND UNBESTIMMTHEIT
3.4 ASPEKTE VON LERNFORMEN UND FREIHEITSGRADE
3.4.1 SELBST- „GESTEUERT“ – EINE FREIE ASSOZIATION
3.5 LERNMOTIVATION
3.6 SELBSTGESTEUERTES LERNEN: EINE DEFINITION
3.7 ZUSAMMENFASSUNG
4. LERNENDE IN SELBSTGESTEUERTEN LERNPROZESSEN
4.1 SELBSTLERNKOMPETENZEN DER LERNENDEN
4.1.1 PERSONALE KOMPETENZ
4.1.2 FACHKOMPETENZ
4.1.3 SOZIALKOMPETENZ
4.1.4 METHODENKOMPETENZ
4.1.5 KOMMUNIKATIVE KOMPETENZ
4.1.6 EMOTIONALE KOMPETENZ
4.2 VON DER NOTWENDIGKEIT, LERNEN ZU LERNEN
4.3 ZUSAMMENFASSUNG
5. LEHRENDE IN SELBSTGESTEUERTEN LERNPROZESSEN
5.1 KOMPETENZEN DER LEHRENDEN
5.1.1 DEUTUNGSKOMPETENZ
5.1.2 LERNBERATUNGSKOMPETENZ
5.2 DIE NOTWENDIGKEIT VON FORTBILDUNGEN UND INVESTITION IN PERSONALRESSOURCEN
5.3 ZUSAMMENFASSUNG
6. WEITERBILDUNGSINSTITUTIONEN IN SELBSTGESTEUERTEN LERNPROZESSEN
6.1 AUFGABEN VON WEITERBILDUNGSINSTITUTIONEN
6.2 SELBSTLERNZENTREN
6.3 DAS PROBLEM DER ZERTIFIZIERUNG VON LERNERFOLGEN
6.4 ZUSAMMENFASSUNG
7. BILDUNGSPOLITIK UND WIRTSCHAFT
7.1 AUSWIRKUNGEN VON RECHTLICHEN VORRAUSSETZUNGEN FÜR WEITERBILDUNG
7.2 FINANZIERUNGSPROBLEMATIK VON SELBSTGESTEUERTEM LERNEN
7.3 DER FAKTOR ZEIT UND NACHHALTIGKEIT
7.4 ZUSAMMENFASSUNG
8. KONSEQUENZEN FÜR DIE WEITERBILDUNG UND OFFENE FRAGEN
Die Arbeit untersucht die notwendigen Rahmenbedingungen für selbstgesteuertes Lernen (SGL) vor dem Hintergrund gesellschaftlicher Transformationsprozesse. Es wird analysiert, inwiefern SGL eine Antwort auf die Herausforderungen der Informationsgesellschaft und die schwindende Erwartungssicherheit bieten kann und welche Anforderungen dies an Lernende, Lehrende und Institutionen stellt.
1.1 ANLASS UND PROBLEMSTELLUNG DER ARBEIT
Beim Verfolgen der aktuellen Diskussion um die Zukunft der Weiterbildung in Deutschland fallen dem Beobachter unweigerlich gewisse Stichworte auf, die sich wie ein roter Faden durch die gesamte Debatte ziehen. Zu diesen zählt der Begriff des „Selbstgesteuerten Lernens“ als wichtiger Bestandteil „Lebenslangen Lernens“. Daneben finden sich Formulierungen, die synonym für Selbstgesteuertes Lernen gebraucht werden: „Selbstsorgendes Lernen“, „Selbstorganisiertes Lernen“, „Selbstbestimmtes Lernen“ oder „Eigenverantwortliches Lernen“.
Die voranschreitende rasante Entwicklung auf dem Gebiet der Technologie, die zunehmende Globalisierung, das Wegfallen von Standardbiographien: Die Gesellschaft in Deutschland befindet sich im Umbruch. Dies erfordert eine Weiterentwicklung der Bildungs- und Weiterbildungsinstitutionen, so dass der Mensch mit dem Tempo der gesellschaftlichen Veränderungen Schritt halten kann. „Selbstgesteuertes Lernen“ (SGL) soll hierfür der Schlüssel sein, gepaart mit dem schon bekannten Begriff des „Lebenslangen Lernens“. Das Individuum muss sich eigenständig und dauerhaft um eine Aktualisierung seines Wissens bemühen. Dieser Vorgang soll möglichst effizient und kostengünstig sein, nachhaltige Ergebnisse liefern sowie möglichst wenig Zeit in Anspruch nehmen.
1. EINLEITUNG: Darstellung der gesellschaftlichen Relevanz von Weiterbildung und Einführung in die Fragestellung der Arbeit.
2. DIE GESELLSCHAFT IM WANDEL: Analyse der Transformation von der Industrie- zur Informationsgesellschaft und der damit verbundenen sinkenden Erwartungssicherheit für den Einzelnen.
3. SELBSTGESTEUERTES LERNEN: EIN VIELSCHICHTIGER BEGRIFF: Theoretische Klärung des SGL-Konzepts, historische Rückschau und Definition der Begrifflichkeiten.
4. LERNENDE IN SELBSTGESTEUERTEN LERNPROZESSEN: Untersuchung der notwendigen Kompetenzen für Lernende und der Bedeutung der Lernmotivation.
5. LEHRENDE IN SELBSTGESTEUERTEN LERNPROZESSEN: Beschreibung des Rollenwandels vom Lehrenden zum Lernermöglicher und der erforderlichen neuen Beratungskompetenzen.
6. WEITERBILDUNGSINSTITUTIONEN IN SELBSTGESTEUERTEN LERNPROZESSEN: Analyse der institutionellen Aufgaben und Herausforderungen, insbesondere im Hinblick auf Zertifizierungen.
7. BILDUNGSPOLITIK UND WIRTSCHAFT: Untersuchung der Rahmenbedingungen, Finanzierungsfragen und bildungspolitischen Herausforderungen im föderalen System.
8. KONSEQUENZEN FÜR DIE WEITERBILDUNG UND OFFENE FRAGEN: Zusammenfassende Reflexion über die Chancen und Hürden des SGL-Konzepts in der Praxis.
Selbstgesteuertes Lernen, SGL, Weiterbildung, Informationsgesellschaft, Lebenslanges Lernen, Individualisierung, Lernkompetenz, Lernberatung, Bildungsferne, Schlüsselkompetenzen, Bildungsreform, Kompetenzportfolio, Strukturwandel, Selbstwirksamkeit, Berufliche Weiterbildung
Die Arbeit analysiert die Rahmenbedingungen, die notwendig sind, damit selbstgesteuertes Lernen in der Weiterbildung erfolgreich umgesetzt werden kann.
Die Transformation zur Informationsgesellschaft, zunehmende Individualisierung und der Wegfall von Standardbiographien erfordern eine neue, flexiblere Lernkultur.
SGL wird als Überbegriff für Lernarrangements verstanden, die den Lernenden ins Zentrum stellen und durch ein passendes Maß an Freiheit den aktiven Aneignungsprozess fördern.
Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf Fachliteratur aus Pädagogik, Soziologie und Psychologie basiert und zudem Ergebnisse aus dem Projekt SeGeL einbezieht.
Der Hauptteil analysiert die Anforderungen und neuen Aufgaben für Lernende, Lehrende, Weiterbildungsinstitutionen sowie die Akteure aus Politik und Wirtschaft.
Die Schlüsselwörter spiegeln die Schnittstelle zwischen individueller Kompetenzentwicklung, institutioneller Unterstützung und gesellschaftspolitischen Rahmenbedingungen wider.
Lernberatung ist zentral, da die Lernenden oft nicht über die nötigen Selbstlernkompetenzen verfügen und Unterstützung bei der Reflexion ihrer Lernprozesse benötigen.
Der Autor weist auf einen Widerspruch hin: Während SGL subjektive Prozesse fördert, verlangt das aktuelle System standardisierte, objektive Leistungsnachweise.
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