Diplomarbeit, 2006
72 Seiten, Note: 2,3
1 Einleitung
2 Armut
2.1 Armutsbegriff und -konzepte
2.2 Ursachen für die weltweite Armut
2.3 Armutsbekämpfung
3 Prahalads „Bottom of the Pyramid“– Konzept
3.1 Ansatzpunkte des BOP-Ansatzes
3.2 Die Einkommenspyramide und der BOP
3.3 Besonderheiten der BOP-Märkte
3.4 Marktentwicklung auf BOP-Märkten durch Unternehmen
3.4.1. Wirtschaftliche Infrastruktur
3.4.1.1 Kaufkraftgenerierung
3.4.1.2 Bewusstseinsformung
3.4.1.3 Maßgeschneiderte lokale Lösungen
3.4.1.4 Zugangsverbesserung
3.4.2 Organisatorische Infrastruktur
3.5 Relevanz der Erschließung der BOP-Märkte
3.6 Marktentwicklung auf BOP-Märkten durch offizielle Instanzen
3.6.1 Marktorientierte Ökosysteme
3.6.2 Korruption
4 Ökonomische Ansatzpunkte zur Konzeptrealisation und Kritik
4.1 Analysekonzepte zur Armut aus ökonomischer Sicht
4.2 Markttransaktionen und deren Bedingungen
4.2.1 Institutionen
4.2.1.1 Institutionen der zweiten Ebene
4.2.1.2 Institutionen der dritten Ebene
4.2.1.3 Institutionen der vierten Ebene
4.2.2 Anreize
4.3 Schwächen des Konzeptes aus ökonomischer Perspektive
4.3.1 Institutionelle Mängel
4.3.1.1 Mängel auf der ersten Ebene
4.3.1.2 Mängel auf der zweiten Ebene
4.3.1.3 Mängel auf der dritten Ebene
4.3.1.4 Mängel auf der vierten Ebene
4.3.2 Anreizprobleme
4.3.2.1 Risikobetrachtung
4.3.2.2 Erträge
4.3.2.3 Kosten
4.4 Kritische Betrachtung des BOP-Ansatzes
4.4.1 Kritik hinsichtlich der Annahmen
4.4.2 Kritik bezüglich der Methodik
4.4.3 Kritik an der Anwendbarkeit
5 Fazit
Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, die Ursachen für die bisher unzureichende praktische Umsetzung des „Bottom of the Pyramid“-Ansatzes (BOP) von C.K. Prahalad aus einer ökonomischen Perspektive zu analysieren und kritisch zu hinterfragen, warum das Versprechen, weltweite Armut durch marktbasierte Lösungen zu beseitigen, bisher nicht in der erhofften Weise eingelöst werden konnte.
3.4.1.3 Maßgeschneiderte lokale Lösungen
Die im Unterschied zu Industrienationen anderen Gegebenheiten der Entwicklungsländer – sowohl im ökonomischen als auch strukturellen Sinne – erfordern eine Konzeption von Produkten, die an die Situation vor Ort angepasst ist. Daher ist eine zielgruppenorientierte Produktentwicklung Voraussetzung für den Absatz. Diese jedoch fordert, konservative Ansichten in Frage zu stellen und Annahmen etwa bezüglich Kostenstrukturen oder Distributionskanälen zu ändern.61
Das Preis-Leistungsverhältnis muss im Rahmen der Produktkonzeption radikal überdacht werden. 62 Hierbei sind übliche Überlegungen – die Senkung des Preises um einen geringen Prozentsatz etwa – nicht ausreichend. Hier ist eine Reduktion um ein Hundertfaches notwendig. Eine Anpassung der Verpackungsgrößen an örtliche Umstände, die es den Armen mit ihrem geringen, meist täglich ausgezahlten Einkommen ermöglicht, Produkte in Einzelverpackungen (z.B. Shampoo in Sachets oder Aspirin in Einzeldosen) zu erwerben, stellt eine der wichtigsten Maßnahmen dar.
Des Weiteren ist es notwendig, hybride Lösungen zu kreieren.63 Der BOP-Markt kann nicht mit vereinfachten oder alten Technologien der Industrienationen bedient werden, es besteht vielmehr die Notwendigkeit, aktuelles technologisches Know-how mit lokalen Erkenntnissen und traditioneller Produktionsweise zu kombinieren.64
1 Einleitung: Einführung in das Armutsproblem und den BOP-Ansatz von Prahalad mit der zentralen Forschungsfrage nach der tatsächlichen Umsetzbarkeit des Konzepts.
2 Armut: Definition verschiedener Armutskonzepte (Einkommens- vs. Ressourcenansatz) und Zusammenfassung der komplexen gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und politischen Ursachen für weltweite Armut.
3 Prahalads „Bottom of the Pyramid“– Konzept: Detaillierte Erläuterung der Kernthesen zur Markterschließung der ärmsten Bevölkerungsschichten und der Notwendigkeit einer angepassten wirtschaftlichen und organisatorischen Infrastruktur.
4 Ökonomische Ansatzpunkte zur Konzeptrealisation und Kritik: Fundierte ökonomische Analyse der Bedingungen für Markttransaktionen und kritische Auseinandersetzung mit institutionellen Defiziten sowie Anreizproblemen bei der Anwendung des BOP-Ansatzes.
5 Fazit: Zusammenfassende Bewertung, dass der BOP-Ansatz trotz systemischer Schwächen und der Vernachlässigung empirischer Gegebenheiten wertvolle Impulse für entwicklungspolitische Debatten und unternehmerisches Engagement liefern kann.
Bottom of the Pyramid, BOP-Ansatz, Armutsbekämpfung, ökonomische Entwicklung, Markttransaktionen, Institutionenökonomik, Kaufkraftgenerierung, Transaktionskosten, Infrastrukturentwicklung, Anreizprobleme, Unternehmensstrategie, Entwicklungsländer, Produktinnovation, soziale Transformation, Armutsaufschlag.
Die Arbeit untersucht den „Bottom of the Pyramid“-Ansatz von C.K. Prahalad, der vorschlägt, durch die Einbindung armer Bevölkerungsschichten als Konsumenten und Unternehmer zur globalen Armutsbeseitigung beizutragen.
Die Arbeit behandelt die Definitionen von Armut, die theoretischen Grundlagen des BOP-Konzepts, die notwendigen wirtschaftlichen und organisatorischen Bedingungen für Marktzugänge sowie institutionelle Rahmenbedingungen.
Das Ziel ist es, die Diskrepanz zwischen dem theoretischen Versprechen des BOP-Ansatzes und seiner mangelnden flächendeckenden Umsetzung durch eine ökonomische Analyse aufzuklären.
Es wird eine ökonomische Analyse durchgeführt, wobei insbesondere Konzepte der Neuen Institutionenökonomik und der Handlungstheorie genutzt werden, um die Rahmenbedingungen für Markttransaktionen in Entwicklungsländern zu bewerten.
Der Hauptteil analysiert die Schwächen des BOP-Konzepts hinsichtlich institutioneller Mängel (z.B. Eigentumsrechte, Korruption) und Anreizstrukturen (Risiko, Rendite, Transaktionskosten) für Unternehmen.
Zentrale Begriffe sind Bottom of the Pyramid, Markttransaktionen, Institutionenökonomik, Armutsbekämpfung, Infrastruktur und Anreizprobleme.
Die Autorin argumentiert, dass Prahalad essenzielle ökonomische Rahmenbedingungen wie rechtliche Sicherheit, Transaktionskosten und die institutionellen Defizite der Entwicklungsländer in seinem Konzept zu wenig berücksichtigt.
Institutionen werden als unverzichtbare Basis für stabile Markttransaktionen verstanden; ihr Fehlen führt zu Unsicherheiten und hohen Transaktionskosten, die den Markteintritt multinationaler Unternehmen massiv erschweren.
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