Examensarbeit, 2006
98 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
1.1 Patriotismus in Deutschland- Chance oder Gefahr?
1.2 Begriffsdefinition
2 Patriotismus in Deutschland
2.1 Historische Entwicklung
2.1.1 Olympia 1936
2.1.2 Das Wunder von Bern 1954
2.1.3 Deutsche Wiedervereinigung
2.1.4 Fußball-Weltmeisterschaft 2006
2.2 Deutscher Patriotismus vor der WM
2.2.1 Stellung Deutschlands im Ausland
2.2.2 Einstellung zum Patriotismus innerhalb der deutschen Bevölkerung
2.2.2.1 Befürworter
2.2.2.2 Kritiker
2.2.3 Bedeutung des Patriotismus’ für Politik und Wirtschaft
2.3 Meinungen zum Deutschen Patriotismus während der WM
2.3.1 Bevölkerung
2.3.2 Deutsche Presse
2.3.3 Politiker
2.3.4 Ausland
2.4 Deutscher Patriotismus nach der WM
2.4.1 Reaktionen der Politiker
2.4.2 Reaktion der Bevölkerung
2.4.3 Wirtschaftliche und politische Konsequenzen
3 Zusammenfassung
4 Literaturverzeichnis
4.1 Printmedien
4.2 Elektronische Medien
Die Arbeit untersucht das Verhältnis von Sport und Patriotismus in Deutschland, wobei die Fußball-Weltmeisterschaft 2006 als zentraler Anlass dient, um den Wandel der deutschen Einstellung zu nationaler Identität und Symbolen sowie die damit verbundenen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Auswirkungen kritisch zu analysieren.
2.1.1 Olympische Spiele 1936
Die Olympischen Spiele in Berlin 1936 gelten bis heute als Paradebeispiel für die erfolgreiche Instrumentalisierung des Sports durch die deutschen Faschisten auf der Basis ihrer Ideologie:
„Wer jemals die Olympischen Spiele mitgemacht hat, weiß, daß es - von Kriegen abgesehen - kein besseres Mittel gibt, vaterländische Begeisterung zu entflammen, als diesen Wettkampf der Nationen, bei dem Sieg und Niederlage ganz anders in die Augen springen als beispielsweise im Wettkampf auf Weltausstellungen, Kongressen usw. Dazu kommt, dass die Olympischen Spiele bereits solche Bedeutung gewonnen haben, daß der Erfolg für das internationale Ansehen mitspricht. Wie ein tüchtiges deutsches Kriegsschiff Deutschlands Ansehen mehrt, so auch ein ehrenvolles Abschneiden bei den Olympischen Spielen.“ (Lenk, 1972, S.14-15)
Und eben diese Tatsache wusste Hitler geschickt für seine Zwecke zu missbrauchen. Durch gezielte Propaganda entwickelten sich so bereits im Vorfeld Vorstellungen einer nationalistisch- militaristischen Funktionalisierung der im Grundsatz humanistischen Olympischen Idee. Ziel dieser Instrumentalisierung war vor allem eine nationale Gesinnungsschule, die später einen entscheiden den Beitrag zum tendenziell nationalistisch orientierten Bewusstsein großer Teile der Bevölkerung leisten sollte.
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die untrennbare Verbindung von Sport und Patriotismus und stellt die Forschungsfrage, ob der neue Patriotismus im Zuge der WM 2006 eine Gefahr oder eine Chance für das deutsche Image darstellt.
2 Patriotismus in Deutschland: Dieses Kapitel analysiert die historische Entwicklung des Patriotismus in Deutschland, die Einstellungen der Bevölkerung sowie die politische und wirtschaftliche Bedeutung des Themas vor, während und nach der WM.
3 Zusammenfassung: Die Zusammenfassung zieht ein Fazit über den Wandel des deutschen Patriotismus, bewertet die WM als historischen Impuls und diskutiert die langfristigen gesellschaftlichen Folgen.
Sport, Patriotismus, Fußball-Weltmeisterschaft 2006, nationale Identität, deutsche Geschichte, Nationalismus, Patriotismusdebatte, Instrumentalisierung, Public Viewing, kollektives Bewusstsein, Deutschlandbild, Patriotismus-Pegel, Wirtschaft, Politik, gesellschaftlicher Wandel
Die Arbeit untersucht den Wandel und die Bedeutung des Patriotismus in Deutschland unter besonderer Berücksichtigung der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 als identitätsstiftendes Ereignis.
Im Zentrum stehen die historische Entwicklung nationaler Identität in Deutschland, die Wahrnehmung von Patriotismus durch verschiedene Akteure sowie die politische und wirtschaftliche Nutzbarkeit des „neuen Patriotismus“.
Das Ziel ist es, zu erörtern, ob der während der WM 2006 zelebrierte Patriotismus lediglich ein kurzfristiges Phänomen („Partyotismus“) ist oder eine nachhaltige, positive Veränderung im deutschen Selbstverständnis einleitet.
Die Untersuchung basiert auf einer fundierten Analyse aktueller Studien, Umfragen sowie einer Auswertung von Zeitungsartikeln und medialen Reaktionen aus dem In- und Ausland.
Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Analyse, die Untersuchung der Patriotismusdebatte vor der WM, die Stimmungslage während des Turniers sowie die Analyse der Reaktionen von Politik, Bevölkerung und Ausland danach.
Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie nationaler Identität, Sportinstrumentalisierung, Globalisierung, gesellschaftlicher Wandel und Patriotismus-Debatte beschreiben.
Sie wird als historisches Paradebeispiel für den Missbrauch sportlicher Großereignisse zur nationalistischen Propaganda angeführt, was erklärt, warum der heutige Umgang mit nationalen Symbolen in Deutschland historisch vorbelastet und sensibel ist.
Sie repräsentiert eine neue, junge Generation, die sich unbefangen und ohne den direkten Ballast der NS-Vergangenheit zur Nation bekennen kann, was als zentraler Faktor für den Gesinnungswandel während der WM 2006 identifiziert wird.
Die Arbeit zeigt kritisch auf, dass Politiker die gute Stimmung und das neue Gemeinschaftsgefühl gezielt nutzten, um politische Ziele zu verfolgen und unangenehme Reformen durchzusetzen.
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