Examensarbeit, 2007
102 Seiten, Note: 1,6
1. EINLEITUNG
1.1 Aufbau der Arbeit
2. DER BEGRIFF DER POSTMODERNE
2.1. Entstehung und Entwicklungsgeschichte der Postmoderne
2.1.1 Der Begriff der Ambivalenz
2.2 Welschs Postmoderneauffassung
3. DER POSTMODERNE SPORT
3.1. Allgemeine Merkmale von Trendsport nach Schwier
3.1.1 Modell der Genese von Trendsportarten
3.1.2 Moderner Sport – Postmodern oder nur Tendenzen?
3.1.3 Trendsportarten
3.1.4 Trendsportarten – Eine Annäherung aus etymologischer Sicht
3.1.5 Trendsportarten und Trendsportforschung in der Sportwissenschaft
3.1.6 Trendsportarten – Annäherung über Rahmenbedingungen und Einflussfaktoren
3.2. Traditioneller Sport
3.2.1 Begriffsbestimmung
3.2.2 Die Entwicklung des Sports
3.2.3 (Traditioneller) Sport in Deutschland – Von der Aufklärung bis zur Gegenwart
3.2.4 Der DOSB und seine Vereine
3.2.5 Der Sportverein – Strukturbesonderheiten
3.2.6 Der Sportverein – Bedeutung und Funktion
4. DAS WECHSELSPIEL VON TRADITIONELLEM UND TRENDSPORT
4.1 Sportökonomie und Organisationsstruktur
4.2 Großveranstaltungen/Events
4.3 Handlungen, Sportformen und Sportarten
4.4 Leistungsprinzip
5. TRADITIONELLER UND TRENDSPORT – SZENARIO
6. ZUSAMMENFASSUNG
Diese Arbeit untersucht den Einfluss postmoderner gesellschaftlicher Strukturen auf den Sport und analysiert das Wechselspiel zwischen traditionellem Sport und Trendsportarten. Ziel ist es, durch die Analyse ausgewählter Faktoren ein besseres Verständnis für die gegenwärtige Entwicklung des Sports zu gewinnen und mögliche zukünftige Szenarien abzuleiten.
1. Trend zur Stilisierung
Nach Schwier (vgl. ebd.) kennzeichnet der Begriff der Stilisierung eine Elementarisierung des Sporttreibens, die über das reine Sporttreiben im engeren Sinn hinausgeht und sich in den jeweiligen Lebensstilen der Akteure innerhalb einer Gesellschaft wiederfindet. Das zentrale und selbstverständliche Element einer originären Lebensart scheint die sportive Körperpraxis zu sein (vgl. Schwier, 2000, S.81). „Man geht eben nicht einfach zum Mountainbiken, Skaten oder Surfen, sondern führt [...] das Leben eines Bikers, Skaters oder Surfers“ (vgl. ebd., 2000, S.81). Die Aspekte des Spaß-Habens und des Anderssein spielen dabei eine wesentliche Rolle und sind „primäre Ausdrucksformen“ der Handelnden (vgl. ebd., 2000, S.81).
Sport wird somit zu einer speziellen Art der Selbstverwirklichung sowie zum Ausdruck von Individualität, die jedoch gegenwärtig bereits als selbstverständlich empfunden wird und kaum noch der Abgrenzung dient (vgl. ebd., 2000, S.82). Entsprechend eines Zusammenhangs mit der Postmoderne lässt sich bei der Stilisierung der hervorgehobene Spaß am Anderssein und der Stilkreierung, vor allem bei jüngeren Altersschichten, festmachen. Des Weiteren sind Tendenzen zu der von Welsch (vgl. ebd.) hervorgehobenen Pluralität erkennbar. So definieren sich zunehmend junge Leute, aber auch ältere Altersgruppen, über den eigenen Stil und legen Wert auf Heterogenität, sowohl innerhalb einer Gruppe als auch gegenüber anderen Gruppen. So entsteht ein gewolltes und bewusstes Nebeneinander individueller Ausdrucksformen.
1. EINLEITUNG: Diese Einleitung führt in die Thematik ein, skizziert den gesellschaftlichen Wandel des Sports im 20. Jahrhundert und stellt die Forschungsfrage nach dem Wechselspiel zwischen Tradition und Trendsport.
2. DER BEGRIFF DER POSTMODERNE: Hier wird der theoretische Rahmen der Postmoderne, insbesondere die These der radikalen Pluralität nach Welsch und die Bedeutung der Ambivalenz nach Baumann, dargelegt.
3. DER POSTMODERNE SPORT: In diesem Kapitel werden die Merkmale von Trendsportarten, wie Stilisierung, Beschleunigung und Eventcharakter, analysiert und dem traditionellen Vereinssport gegenübergestellt.
4. DAS WECHSELSPIEL VON TRADITIONELLEM UND TRENDSPORT: Hier werden die organisatorischen, ökonomischen und handlungsbezogenen Gemeinsamkeiten und Unterschiede beider Sektoren detailliert untersucht.
5. TRADITIONELLER UND TRENDSPORT – SZENARIO: Dieses Kapitel entwirft verschiedene Zukunftsprognosen für die Entwicklung von Vereinen und Trendsport unter Einbeziehung politischer und ökonomischer Faktoren.
6. ZUSAMMENFASSUNG: Die Arbeit schließt mit einer Synthese der Ergebnisse, wobei das Zusammenlaufen beider Sportformen diskutiert wird.
Postmoderne, Trendsport, Vereinssport, Pluralität, Individualisierung, Sportökonomie, Eventisierung, Leistungsprinzip, Identitätsbildung, Sportkultur, Vereinsmanagement, Gesellschaftlicher Wandel, Sportorganisation, Ambivalenz, Risikosport.
Die Arbeit befasst sich mit der Analyse der gegenwärtigen und zukünftigen Entwicklung des Sports vor dem Hintergrund des gesellschaftlichen Wandels, insbesondere durch die "Postmoderne".
Zentrale Felder sind der theoretische Begriff der Postmoderne, die Charakterisierung von Trendsportarten im Vergleich zum traditionellen Vereinssport sowie organisatorische und ökonomische Wandlungsprozesse im Sport.
Das primäre Ziel ist es, das Wechselspiel zwischen traditionellem Vereinssport und Trendsportarten auf Basis ausgewählter Faktoren darzustellen und zu analysieren, ob sich beide Sektoren einander annähern.
Der Autor stützt sich auf eine theoretische Analyse der Postmoderne, sportwissenschaftliche Erkenntnisse von Experten wie Schwier, Welsch und Baumann sowie empirische Untersuchungen zur Mitgliederentwicklung in deutschen Sportvereinen.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung, die detaillierte Analyse der Merkmale von Trendsport, die Untersuchung der traditionellen Sportstrukturen sowie eine kritische Auseinandersetzung mit der Ökonomisierung und Professionalisierung des Sports.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Postmoderne, Trendsport, Individualisierung, Pluralität und Sportvereinskultur definiert.
Trendsportarten zeichnen sich durch Flexibilität, informelle Strukturen und eine starke Erlebnisorientierung aus, während der traditionelle Sport durch demokratische Entscheidungsstrukturen, langfristige Mitgliedschaften und das ehrenamtliche Prinzip geprägt ist.
Events dienen als Instrumente zur Kundenbindung und Vermarktung, wobei sowohl Trendsport als auch traditioneller Sport zunehmend "eventisiert" werden, um eine höhere Attraktivität und mediale Aufmerksamkeit zu erzielen.
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