Examensarbeit, 2007
112 Seiten, Note: 1,0
Einleitung
Methodischer Gang
Kapitel I: Begriffserklärungen und Bestandsdaten
1. Zum Begriff der Prävention
2. Sucht und Abhängigkeit
3. Der Alkohol
3.1. Der Stellenwert des Alkohols in der heutigen Gesellschaft
3.2. Die Substanz Alkohol
3.2.1. Physiologische Wirkung des Alkohols
3.2.2. Psychologische Wirkung des Alkohols
3.3. Risiken des Alkoholkonsums
3.3.1. Alkoholabhängigkeit
3.3.2. Die Risikogruppe Jugendliche
3.3.3. Risiken von Alkopops - Alkoholische Mixgetränke
3.4. Physiologische Folgeschäden massiven Alkoholkonsums
3.5. Psychologische Folgeschäden massiven Alkoholkonsums
3.6. Soziale Folgen massiven Alkoholkonsums
3.6.1. Die Folgen für Kinder mit alkoholabhängigen Elternteilen
3.6.2. Merkmale der Verhaltensauffälligkeiten
4. Der Alkoholkonsum von Kindern und Jugendlichen in Deutschland
4.1. Zusammenfassung der Ergebnisse der BZgA im Jahr 2004
4.1.1. Geschlechtsspezifische Konsumgewohnheiten Jugendlicher
4.1.2. Der Konsum von Alkopops
4.1.2. Gesetzliche Bestimmungen
4.2. Entwicklung des Alkopopkonsums Jugendlicher im Jahr 2005
4.3. Der Drogen- und Suchtbericht der Bundesregierung von 2006
Kapitel II: Ursachenmodelle der Sucht und Abhängigkeit
1. Ursachen der Sucht und Abhängigkeit
1.1. Entwicklungspsychologische Aspekte von Drogenkonsum
1.1.1. Funktionen und Motivationen des Substanzgebrauchs am Beispiel Alkohol
1.1.2. Drogengebrauch über die Lebensspanne – die gefährdete Zielgruppe
1.2. Das Trias-Konzept
1.2.1. In der Droge begründete Aspekte
1.2.2. Psychoanalytische und persönlichkeitspschologische Aspekte
1.2.3. Sozialtheoretische Aspekte
1.2.4. Soziologische Aspekte
2. Zwischenergebnis
Kapitel III: Geschichte, Entwicklung und Ziele schulischer Suchtprävention
1. Geschichte der schulischen Suchtprävention
2. Entwicklung der schulischen Suchtprävention
3. Schulpolitische Grundlagen schulischer Suchtprävention
3.1. Der KMK-Beschluss von 1990
3.2. Das Rundschreiben II Nr.20/ 1997
3.3. Das Schulgesetz für das Land Berlin
3.4. Berliner Rahmenlehrpläne
Kapitel IV: Lernziele und pädagogische Konzepte der Alkoholprävention
1. Ziel der Alkoholprävention
1.1. Lebenskompetenzförderung
1.2. Lernziele der Alkoholprävention
2. Erwerb von Kompetenzen - pädagogisches Konzept der neuen Rahmenlehrpläne
3. Die ganzheitliche Suchtprävention
Kapitel V: Maßnahmen der Alkoholprävention
1. Lebenskompetenzprogramme
1.1 Alkoholpräventive Programme in Deutschland
1.1.1 Inhalte der Programme
1.1.2 Struktur und Dauer der Programme
1.2. Das Programm ALF
1.2.1. Aufbau und Inhalte des Curriculums
1.2.2. Voraussetzungen für den Einsatz
1.3. Effektivität der Lebenskompetenzprogramme - deutsche Evaluationsstudien
1.3.1. Methodisches Vorgehen bei der Evaluation des ALF - Programms
1.3.2. Einsetzbarkeit und Akzeptanz der Lebenskompetenzprogramme
1.3.3. Wirksamkeit auf Lebenskompetenz und andere Schutzfaktoren
1.3.4. Wirksamkeit auf das Ziel- und Konsumverhalten
1.4. Bewertung und Schlussfolgerung
2. Materialien der BZgA zur Alkoholprävention – Funktionen und Ziele
2.2. Aufbau der Unterrichtsbausteine
2.2.1. Unterrichtsbausteine für die 5./6. Klasse
2.2.2. Unterrichtsbausteine für die 7./8. Klasse
2.2.3. Unterrichtsbausteine für die 9./10. Klasse
2.3. Wirksamkeit und Bewertung
3. Kommunaler Wettbewerb: „Alkoholprävention vor Ort“
3.1. Ziele und Kriterien des Wettbewerbs
3.2. Handlungsfeld Schule
3.2.1. Entwicklung von Unterrichtsmaterialien
3.2.2. Gestaltung von Elternabenden
3.2.3. Entwicklung von Projekten
3.2.4. Fortbildungsangebote für Pädagogen
3.3. Bewertung
Fazit
Die vorliegende wissenschaftliche Hausarbeit analysiert die Problematik des Alkoholkonsums bei Kindern und Jugendlichen in Deutschland und untersucht die Möglichkeiten sowie die Effektivität schulischer Präventionsmaßnahmen, um der negativen Entwicklung entgegenzuwirken und gesundheitsförderliche Kompetenzen zu stärken.
1. Zum Begriff der Prävention
Zunächst ist es wichtig, den Begriff Prävention näher zu bestimmen und zu definieren. Als Prävention (von lateinisch „praevenire“ = zuvorkommen, verhüten) wird eine Handlung bezeichnet, die einer Gefahr vorbeugen soll. Der Begriff wird in verschiedenen Bereichen verwendet, so z.B. in der Medizin, der Politik, der Kriminologie und in der sozialen Arbeit.
In der sozialen Arbeit wird dieser Begriff z.B. bei Suchtprävention, Gewaltprävention, Mobbingprävention, heute auch allgemeiner Gesundheitsförderung, herangezogen. Die Schule und ihre Tätigkeitsfelder zählen zur sozialen Arbeit und sind daher ein wichtiger Bereich für präventive Maßnahmen. Wie es der Titel dieser Arbeit schon verrät, wird hier die Sucht- und Drogenprävention, speziell die Alkoholprävention thematisiert.
Als Suchtprävention werden Maßnahmen zur Verhinderung oder Verminderung von Schäden durch den Konsum legaler und illegaler Drogen bezeichnet, aber auch von Schäden stoffungebundener Abhängigkeiten, wie z.B. übermäßigen Fernsehens oder unkontrollierten Essens. Kurz ausgedrückt dient Suchtprävention der Verhütung süchtigen Verhaltens. Die Drogenprävention beschränkt sich auf die Verhütung von Drogenmissbrauch und -abhängigkeit. Auch wenn die Alkoholprävention in Bereich der Drogenprävention fällt, wird in dieser wissenschaftlichen Hausarbeit die Suchtprävention als Oberbegriff verwendet. Für die Gesundheitsförderung ist es wichtig, nicht nur stoffgebundene Abhängigkeiten zu thematisieren. Deshalb wird zunächst die Suchtprävention analysiert und untersucht, um dann den Bezug zur Alkoholprävention herzustellen.
Neben den präventiven Maßnahmen in der Schule sollte die Suchtprävention eine gesellschaftliche Haltung sein. Die alte Volksweisheit „ Vorbeugen ist besser denn heilen“ definiert und kommentiert den Stellenwert dieser wichtigen gesellschaftlichen Haltung und der daraus resultierenden Handlungen. Die Redensart verweist darüber hinaus auf die Abgrenzung des pädagogischen Handelns vom später einsetzenden
Kapitel I: Begriffserklärungen und Bestandsdaten: Dieses Kapitel definiert zentrale Begriffe wie Prävention, Sucht und Abhängigkeit und liefert aktuelle Bestandsdaten zum Alkoholkonsum bei Kindern und Jugendlichen.
Kapitel II: Ursachenmodelle der Sucht und Abhängigkeit: Hier werden entwicklungspsychologische, psychoanalytische, sozialtheoretische und soziologische Ursachenmodelle untersucht, die erklären, warum Kinder und Jugendliche zu Drogenkonsum neigen.
Kapitel III: Geschichte, Entwicklung und Ziele schulischer Suchtprävention: Das Kapitel beschreibt den historischen Wandel suchtpräventiver Ansätze in der Schule und erläutert die relevanten schulpolitischen Grundlagen.
Kapitel IV: Lernziele und pädagogische Konzepte der Alkoholprävention: Hier werden die Lernziele der Alkoholprävention formuliert und die Bedeutung der Lebenskompetenzförderung sowie ganzheitlicher Konzepte dargelegt.
Kapitel V: Maßnahmen der Alkoholprävention: Dieses Kapitel stellt konkrete Lebenskompetenzprogramme, Materialien der BZgA und kommunale Wettbewerbe vor und bewertet deren Wirksamkeit und Einsetzbarkeit.
Alkoholprävention, Schule, Suchtprävention, Lebenskompetenzförderung, Jugendliche, Substanzkonsum, Drogenmissbrauch, Präventionsprogramme, BZgA, Jugendschutz, Erziehungsauftrag, Evaluation, Verhaltensauffälligkeiten, Sozialisation, ganzheitliche Suchtprävention.
Die Arbeit befasst sich mit der Entwicklung und Bewertung von präventiven Maßnahmen zur Alkoholprävention im schulischen Kontext, um den Substanzkonsum bei Kindern und Jugendlichen zu verringern.
Die zentralen Themen umfassen Suchtursachen, die Rolle der Schule als zentraler Präventionsort, Lebenskompetenzförderung sowie die Wirksamkeit verschiedener Programme und kommunaler Wettbewerbe.
Das Ziel ist es, effektive Strategien zur Alkoholprävention zu identifizieren, die über bloße Wissensvermittlung hinausgehen und die allgemeine Lebenskompetenz der Schülerinnen und Schüler stärken.
Die Autorin nutzt eine Literatur- und Theorieanalyse, um bestehende Suchtmodelle und Evaluationsstudien zu alkoholpräventiven Programmen aufzuarbeiten und pädagogische Konsequenzen für die Lehrpraxis abzuleiten.
Der Hauptteil gliedert sich in die Definition von Sucht, die Analyse von Ursachenmodellen, die Darstellung der Geschichte und Ziele schulischer Suchtprävention sowie die konkrete Vorstellung und Bewertung pädagogischer Konzepte und Maßnahmen.
Die Arbeit lässt sich am besten durch Begriffe wie Alkoholprävention, Schule, Lebenskompetenzförderung, Jugendalter und Evaluation beschreiben.
Das Trias-Konzept dient als theoretischer Rahmen, der die Ursachen für Suchtentwicklung in die drei Bereiche Droge, Persönlichkeit und Umwelt unterteilt, was für eine ursachenorientierte Suchtprävention essenziell ist.
Die Autorin kritisiert, dass viele der gängigen Evaluationsmethoden bei komplexen, ursachenorientierten Ansätzen der Lebenskompetenzförderung nur begrenzt aussagekräftig sind und plädiert für eine Weiterentwicklung unter Einbezug qualitativer Forschungsmethoden.
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