Diplomarbeit, 2007
104 Seiten
1 EINLEITUNG
2 KLEINE UND MITTLERE UNTERNEHMEN (KMU)
3 TRANSFORMATIONALE FÜHRUNG NACH BASS
3.1 TRANSAKTIONALE FÜHRUNG
3.2 TRANSFORMATIONALE FÜHRUNG
3.3 FULL RANGE OF LEADERSHIP UND AUGMENTATIONS-EFFEKT
3.4 EINFLUSSFAKTOREN AUF TRANSFORMATIONALE FÜHRUNG
3.4.1 DIE FÜHRUNGSKRAFT
3.4.2 DER KONTEXT
3.4.3 DIE MITARBEITER
3.5 FÜHRUNGSSTILE
3.6 ENTWICKLUNG UND TRAINING TRANSFORMATIONALER FÜHRUNG
4 DER MULTIFACTOR LEADERSHIP QUESTIONNAIRE (MLQ)
4.1 DIE ENTWICKLUNG DES MLQ
4.2 DIE FAKTORSTRUKTUR
5 ERFOLGSKRITERIEN
5.1 EXTRA EFFORT, EFFECTIVENESS UND SATISFACTION
5.2 ARBEITSZUFRIEDENHEIT UND BETRIEBSKLIMA
5.3 STRESS
6 KRITIK AM MLQ UND DEM KONZEPT DER TRANSFORMATIONALEN FÜHRUNG
7 KULTURELLE UNTERSCHIEDE
7.1 INTERNATIONALE VERGLEICHBARKEIT
7.2 ÜBERTRAGBARKEIT AUF DEN DEUTSCHEN SPRACHRAUM
8 HYPOTHESEN
9 METHODEN
9.1 STICHPROBE
9.2 MESSINSTRUMENTE
10 ERGEBNISSE
10.1 DESKRIPTIVE BETRACHTUNG DER MLQ-SKALEN
10.2 DESKRIPTIVE BETRACHTUNG DER EXTERNEN ERFOLGSKRITERIEN
10.3 ZUSAMMENHÄNGE ZWISCHEN MLQ-SKALEN UND ERFOLGSKRITERIEN
10.4 HYPOTHESENPRÜFUNG
11 DISKUSSION
12 FAZIT
Die Arbeit untersucht den Einfluss transformationaler Führung nach Bass (1985) auf Untergebene in kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) im Einzelhandel, mit besonderem Fokus auf Leistungsbereitschaft, Effizienz, Arbeitszufriedenheit, Betriebsklima und Stress, sowie den Einfluss von Rollenerwartungen auf die Beurteilung des Führungsverhaltens.
3.1 Transaktionale Führung
Die transaktional führende Führungskraft betrachtet Führung als sozialen Austauschprozess (Transaktion) zwischen Vorgesetzten und ihren Untergebenen, bei dem die Pflichten und Ansprüche einer jeden Seite zusammen ausgehandelt werden. Dabei werden die Voraussetzungen erörtert die nötig sind um ein Ziel zu erreichen und die Aufgaben, Verantwortlichkeiten und Erwartungen geklärt. In diesem Sinne können Führungskräfte und Mitarbeiter als Geschäftspartner betrachtet werden (Felfe & Goihl, 2002). Transaktionale Führungskräfte arbeiten innerhalb der existierenden Organisationskultur und richten ihren Fokus dabei auf die Aufrechterhaltung des Status quo und die Kontrolle der geleisteten Arbeit.
Dieses Führungsverhalten basiert auf dem Prinzip der gegenseitigen Verstärkung. Für gezeigte Verhaltensweisen und Leistungen hat ein Mitarbeiter entweder positive Konsequenzen wie Anerkennung und Belohnung oder negative Konsequenzen wie das Eingreifen des Vorgesetzten oder Verwarnungen zu erwarten. So verstärkt die Führungskraft solche Handlungen der Mitarbeiter positiv, die den Zielen der Organisation dienen und interveniert, wenn Abläufe nicht funktionieren (Bass, 1990b).
1 EINLEITUNG: Darstellung der historischen Entwicklung von Führungstheorien und Einführung in das Ziel der Arbeit, den Einfluss transformationaler Führung in KMU zu untersuchen.
2 KLEINE UND MITTLERE UNTERNEHMEN (KMU): Definition von KMU und Erläuterung ihrer Besonderheiten gegenüber Großunternehmen sowie deren Bedeutung als Jobmotor.
3 TRANSFORMATIONALE FÜHRUNG NACH BASS: Erläuterung des Konzepts der transformationalen Führung im Vergleich zur transaktionalen Führung sowie Darstellung der Einflussfaktoren und Trainingsmöglichkeiten.
4 DER MULTIFACTOR LEADERSHIP QUESTIONNAIRE (MLQ): Beschreibung des Fragebogens zur Erhebung transformationaler Führung, seiner Entwicklung und der Faktorstruktur.
5 ERFOLGSKRITERIEN: Erörterung subjektiver und objektiver Erfolgskriterien wie Arbeitszufriedenheit, Betriebsklima und Stress sowie deren Zusammenhang mit Führung.
6 KRITIK AM MLQ UND DEM KONZEPT DER TRANSFORMATIONALEN FÜHRUNG: Kritische Beleuchtung methodischer Schwächen des MLQ und konzeptioneller Aspekte transformationaler Führung.
7 KULTURELLE UNTERSCHIEDE: Analyse der internationalen Vergleichbarkeit und der Übertragbarkeit des Führungskonzepts auf den deutschen Sprachraum.
8 HYPOTHESEN: Vorstellung der aufgestellten Forschungsfragen und Annahmen für die empirische Überprüfung.
9 METHODEN: Darstellung der Stichprobenzusammensetzung sowie der verwendeten Messinstrumente für die Untersuchung.
10 ERGEBNISSE: Präsentation und statistische Auswertung der Daten zur Überprüfung der aufgestellten Hypothesen.
11 DISKUSSION: Interpretation der Untersuchungsergebnisse und kritische Reflexion des methodischen Vorgehens.
12 FAZIT: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse zur Anwendbarkeit transformationaler Führung in KMU.
Transformationale Führung, Transaktionale Führung, KMU, Einzelhandel, MLQ, Arbeitszufriedenheit, Betriebsklima, Stress, Führungserfolg, Augmentations-Effekt, Rollenerwartungen, Führungsverhalten, Stichprobe, Mitarbeiter, Führungskraft.
Die Diplomarbeit untersucht die Anwendung und Wirksamkeit des Konzepts der transformationalen Führung nach Bass in kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) im Einzelhandel.
Im Zentrum stehen der Einfluss von Führungsverhalten auf die Untergebenen, Erfolgskriterien wie Arbeitszufriedenheit, Betriebsklima und Stressempfinden sowie der Einfluss von Kontextfaktoren und Rollenerwartungen.
Das Ziel ist die empirische Überprüfung, ob sich die positiven Effekte transformationaler Führung, die in anderen Studien belegt wurden, auch in KMU nachweisen lassen und welche Rolle dabei individuelle Faktoren spielen.
Es handelt sich um eine quantitative Untersuchung, bei der Daten mittels des Multifactor Leadership Questionnaire (MLQ), des Trierer Inventars zur Erfassung von chronischem Stress (TICS-K) und der SBUS-B Skala von 27 Führungskräften und 114 Mitarbeitern erhoben wurden.
Der Hauptteil behandelt die theoretischen Grundlagen von Führung, das Messinstrument MLQ, die Relevanz von Erfolgskriterien, eine kritische Diskussion der Konzepte sowie die detaillierte Darstellung und Auswertung der empirischen Ergebnisse.
Wichtige Begriffe sind Transformationale Führung, KMU, MLQ, Arbeitszufriedenheit, Betriebsklima und der Augmentations-Effekt.
Die geringe räumliche Distanz zwischen Führungskraft und Mitarbeiter in kleinen Betrieben ermöglicht einen engen persönlichen Kontakt, der Rollenerwartungen in den Hintergrund treten lässt und tägliche Erfahrungen stärker gewichtet.
Entgegen früherer Studien zeigt sich in KMU kein entscheidender Einfluss von Rollenerwartungen auf die Beurteilung des Führungsverhaltens, was durch den engen Kontakt zwischen Mitarbeitern und Eigentümern erklärt wird.
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